In der Vorrunde hatte Deutschland gegen Schweden noch eine saftige 20:29-Pleite kassiert. Doch im entscheidenden Moment waren die deutschen Youngster hellwach: Nach ausgeglichener erster Hälfte erwischte das DHB-Team zunächst den besseren Start, ging zwischenzeitlich mit 18:14 und 20:17 (45.) in Führung. Doch die Schweden ließen nicht locker und gingen in der Schlussphase ihrerseits in Front.
Nach einer strittigen Roten Karte - Keeper Jonas Maier (Rhein-Neckar Löwen) war beim Siebenmeter am Kopf getroffen worden, was als Unsportlichkeit des Schützen Zetterman gewertet wurde - mussten die Skandinavier die letzten zwei Minuten in Unterzahl bestreiten. Eine Minute vor Schluss galt es für das deutsche Team, einen 24:26-Rückstand aufzuholen - und das gelang mit der Schlusssirene! Spieß warf den Ausgleich, die Partie ging in die Verlängerung.
Das Petersen-Team war nun am Drücker, führte nach fünf Minuten mit 29:27 und schaukelte die Partie vor allem dank eines überragenden Keeper Maier mit 30:29 über die Zeit. "Es war ein Finale zweier Top-Mannschaften auf höchstem Niveau. In einem Endspiel kann es nun einmal nur einen Sieger geben. Hut ab vor den Schweden. Es war ein glücklicher, aber verdienter Sieg. Ich freue mich sehr für die Jungs", erklärte ein glücklicher Trainer Petersen nach dem Spiel.
Ein Riesenerfolg, den auch die deutschen Handball-Größen zu würdigen wussten. "Kompliment an das Trainer-Team Klaus-Dieter Petersen und Dr. Christof Armbruster. Nicht nur ihre taktische Ausrichtung war top, auch die Mentalität, die sie in diese Mannschaft getragen haben, war vorbildlich", lobte Bundestrainer Martin Heuberger. Und DHB-Manager Heiner Brand ergänzte: "Ein solcher Titel ist für den Verband aber auch für die Arbeit mit dem Nachwuchs unerhört wichtig. Es zeigt, wir haben Spieler, die die Erfahrung eines Wettkampfs auf diesem Top-Niveau und den Druck eines solchen Turniers kennen und daraus in der Zukunft schöpfen können."
Zum besten Spieler der Partie wurde Maier gewählt, der von Heuberger ein Extra-Lob erhielt. "Maier war überragend und legte den Grundstein zum Erfolg. Aber wichtig war auch die Geduld, mit der das Angriffsspiel aufgezogen wurde." Mit jeweils fünf Toren waren Marcel Engels (Kronau/Östringen) und Simon Ernst (Bayer Dormagen) die erfolgreichsten Schützen der deutschen Auswahl.
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| Zeit | Sender | Sendung |
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| 12:00 | SKYS2 | Tennis: Wimbledon |
| 12:00 | EURO | Tennis |
| 12:40 | SDTV | Legia Warschau - Lech Posen |
| 13:00 | SKYS1 | Fußball: UEFA Champions League |
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