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27.05.2012, 20:15

CL, Final Four: Kopenhagen wird Dritter

Triple perfekt: Kiel gewinnt die Champions League!

Meister, Pokalsieger - und nun auch der Titel in der Champions League! Dem THW Kiel konnte in dieser Saison keine Mannschaft das Wasser reichen, auch Atletico Madrid im Finale der Königsklasse nicht. Der Nachfolgeverein von Ciudad Real unterlag in Köln vor 20.000 Zuschauern gegen resolute Zebras mit 21:26 (10:13) - einmal mehr war Thierry Omeyer einer der Sieggaranten. Im Spiel um Rang drei unterlagen die Füchse Berlin gegen AG Kopenhagen.

Die Handball-Könige von Europa: Der THW Kiel ist zum dritten Mal Champions-League-Sieger.
Die Handball-Könige von Europa: Der THW Kiel ist zum dritten Mal Champions-League-Sieger.
© picture alliance

In der Neuauflage des Finals von 2009 (Atletico ist der Nachfolgeverein von Ciudad Real) gelang es zunächst keiner Mannschaft, sich entscheidend abzusetzen. Etwas konzentrierter wirkte zunächst Atletico mit einem starken Kiril Lazarov in den Reihen, während Kiel beinahe ausschließlich auf die Karte Kim Andersson setzen musste - fünf der ersten sieben Tore der Zebras warf der Schwede, der sich allerdings auch einige technische Fehler leistete. Zwischenstand nach 20 Minuten: 7:7.

Die Qualität aller Kieler kam dann bei einer doppelten Unterzahl - Andersson und Zeitz mussten raus - zum Tragen. Thierry Omeyer zeigte klasse Paraden, Spielmacher Aron Palmarsson nahm in der Offensive das Heft in die Hand. Und so münzte der THW einen 8:9-Rückstand in eine 10:9-Führung um (24.).

Und es kam noch besser für die nun hochkonzentriert wirkenden Kieler. Beim Stand von 12:9 (28.) nahm Atletico-Trainer Talant Dujshebaev eine Auszeit, kurz zuvor hatte er schon den glücklosen Torhüter Arpad Sterbik für José Hombrados ausgetauscht. Mit einer 13:10-Führung für die Zebras und einer weiteren Zeitstrafe für Klein ging es schließlich in die Pause.

Omeyer bringt Atletico zur Verzweiflung

Auch nach Wiederanpfiff machte sich Kiel das Leben mit weiteren Zeitstrafen selber schwer. Nur gut, dass Omeyer nun endgültig heißgelaufen war und mit seinen unzähligen Reflexen die Halle zum Beben brachte. In der 37. Minute erzielte Ilic mit viel Glück das erste Kieler Tor in der zweiten Hälfte (14:11). Die Spanier nahmen bei eigenen Angriffen nun immer wieder den Torhüter heraus, um mit einem Feldspieler mehr agieren zu können. Meist vergeblich gegen die starke und knallharte THW-Abwehr: Wegen einer angeblichen Schauspieleinlage sah Parrondo zudem seine dritte Zeitstrafe, es war nur eine von vielen umstrittenen Entscheidungen des serbischen Schiedsrichtergespanns.

Kiel verteidigte den Vorsprung bis in die Schlussphase, baute ihn in der 47. Minute erstmals sogar auf fünf Tore aus (18:13). Zuviel für die in der Schlussphase selbst durch Zeitstrafen geschwächten Rojiblancos: Mit dem 21:15 von Jicha in doppelter Überzahl (54.) war die Entscheidung so gut wie gefallen. Kiel ließ nichts mehr anbrennen, auch wenn die Madrilenen noch einmal auf 19:22 (57.) herankamen. Narcisse traf jedoch nach einer Auszeit von Trainer Alfred Gislason - das reichte endgültig. Letztlich gingen die Zebras mit 26:21 als verdienter Gewinner vom Platz, setzten sich nach 2007 und 2010 zum dritten Mal Europas Handball-Krone auf und sicherten sich zum zweiten Mal nach 2007 das Triple!

"Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es war ein knackiges Spiel mit wenigen Toren, aber wir haben um diesen Sieg gekämpft. Das ist unglaublich schön, hier jetzt als Sieger stehen zu dürfen", sagte Andersson, mit sieben Toren bester Schütze des Finals.

Kopenhagen schnappt sich Rang drei

Zuvor hatten die unterlegenen Halbfinalisten Rang drei ausgespielt. Die Füchse Berlin mussten sich letztlich deutlich gegen Kopenhagen mit 21:26 (9:13) geschlagen geben. Am Vortag hatte das Team von Trainer Dagur Sigurdsson bereits im Halbfinale gegen den THW Kiel mit 24:25 den Kürzeren gezogen.

Berlin fand zunächst überhaupt nicht in die Partie und lag in der 9. Minute bereits mit 0:4 zurück - um nur sieben Minuten später auf einmal mit 5:4 in Front zu liegen. Das hatte offenbar zu viele Kräfte gekostet, der Champions-League-Neuling geriet erst mit 8:13 (28.) und später mit 12:18 (41.) in Rückstand, auch weil Keeper Kasper Hvidt zur Höchstleistung auflief.

Vor 20 000 Zuschauern warf Evgeni Pevnov fünf Tore für die Berliner. Bei den Dänen waren Welthandballer Mikkel Hansen, Niclas Ekberg, Henrik Toft Hansen und Mads Larsen jeweils viermal erfolgreich.


THW Kiel - Atletico Madrid 26:21 (13:10)

Tore THW Kiel: Andersson 7, Jicha 6/2, Ilic 3/2, Klein 3, Palmarsson 3, Ahlm 2, Narcisse 2

Atletico Madrid: Lazarov 5/2, Abalo 4, Aguinagalde 3, Källman 3, Canellas 3, Rodriguez 1, Markussen 1, Roura 1

Zuschauer: 20 000 (ausverkauft)

Strafminuten: 14 / 16

Disqualifikation: - / Garcia (41.) 3. Zeitstrafe

Füchse Berlin - AG Kopenhagen 21:26 (9:13)

Tore Füchse Berlin: Pevnov 5, Romero 4/1, Petersson 4, Richwien 2, Bult 2/2, Christophersen 2, Löffler 1, Nincevic 1

AG Kopenhagen: Hansen 4, Larsen 4, Ekberg 4/2, Henrik Toft Hansen 4, Atlason 3, Stefansson 3, Sigurdsson 2, Hundstrup 2

Zuschauer: 20 000 (ausverkauft)

Strafminuten: 6 / 8

Der Champions-League-Sieg des THW in Bildern
Kiel schnappt sich Europas Krone
THW Kiel
Europas Beste!

Es ist vollbracht! Der THW Kiel ist zum dritten Mal Champions-League-Sieger, machte mit dem Erfolg in der Königsklasse das Triple perfekt. Ehe Kapitän Marcus Ahlm das Objekt der Begierde in den Händen halten durfte, war allerdings Schwerstarbeit angesagt.
© getty images

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