Am Sonntag riss die SG Flensburg-Handewitt die Tür zum Endspiel im Pokalsiegerwettbewerb ganz weit auf. Der Bundesliga-Zweite besiegte im Halbfinal-Hinspiel BM Aragon aus Spanien klar mit 39:30 (19:13) und hat vor dem zweiten Aufeinandertreffen mit den Iberern am kommenden Samstag in Saragossa beste Karten auf der Hand.
Die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes verschlief vor 2750 Zuschauern in der heimischen Campushalle den Beginn und hatte mit den cleveren Spaniern ihre liebe Mühe. Aragon lag bis zur 16. Minute (9:8) meist knapp vorne, geriet dann aber ins Hintertreffen. Die SG hatte in Torhüter Mattias Andersson einen sicheren Rückhalt. Mit zahlreichen erstklassigen Paraden lief der Schlussmann heiß und peitschte sein Team damit an. Flensburg enteilte bis zur Pause auf 19:13 und hatte beim 29:18 (43.) erstmals elf Tore Abstand zu den Spaniern herausgeworfen.
Neben Andersson ragten in der Offensive vor allem Tamas Mocsai (8 Tore) und Petar Djordjic (7) bei der SG heraus, für die Gäste traf Antonio Carton neunmal und damit am häufigsten.
Eine schwere Auswärtsreise stand dem VfL Gummersbach bevor. Die Oberbergischen mussten zum slowenischen Spitzenklub Celje Pivovarna Lasko und hatten dort kaum einen Auftrag. Dem VfL wurden bereits im ersten Durchgang klar die Grenzen aufgezeigt, 21:13 betrug die Führung der Gastgeber nach den ersten 30 Minuten. Gummersbach steigerte sich zwar noch im zweiten Durchgang, musste sich letztlich aber mit 27:34 (13:21) geschlagen geben - eine schwere Hypothek für das Rückspiel am 28. April.
"Wir wollten hier ruhig und kompromisslos spielen. Davon haben wir nichts umgesetzt, sondern uns von der doch sehr aufgeheizten Stimmung anstecken lassen und kopflos agiert", sagte VfL-Trainer Emir Kurtagic, der dennoch halbwegs optimistisch blieb: "Die Ausgangslage vor dem Rückspiel ist alles andere als optimal, aber ich bin überzeugt, dass wir das noch drehen können."
Im EHF-Pokal rückte derweil das deutsch-deutsche Finale in weite Ferne. Dunkerque HB Grand Littoral könnte diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung machen. Die Franzosen gewannen das Hinspiel vor 4328 Zuschauern beim SC Magdeburg mit 30:25 (13:9). Die Mannschaft von Trainer Frank Carstens benötigt im Rückspiel jetzt eine enorme Leistungssteigerung, soll nach 2007 mal wieder ein Endspiel im Europapokal erreicht werden. Gefährlichster Werfer beim SCM war Andreas Rojewski mit acht Toren, bei Dunkerque, das vor allem mit seiner offensiven Deckung überzeugte, traf Sebastien Bosquet ebenso häufig.
Tore SG Flensburg-Handewitt: Mocsai 8, Djordjic 7, Knudsen 5, Eggert 5, Kaufmann 5, Svan Hansen 4, Mogensen 2, Heinl 2, Szilagyi 1
BM Arágon: Carton 9/3, Maqueda 7, Sorli 4, Humet 4, Vigo 2, Garcia 2, Postigo 1 Molina 1
Zuschauer: 2750
Strafminuten: 8 / 4
Disqualifikation: - / -
Tore HC Celje Pivovarna Lasko: Zvizej 7/2, Marguc 6, Metlicic 5, Zuran 5, Toskic 4, Mlaka 3, Razgor 2, Poklar 2
VfL Gummersbach: Zrnic 9/3, Mahé 5/1, Pfahl 4, Somic 3, Anic 2, Lützelberger 2, Putics 1, Sprem 1
Zuschauer: 1420
Strafminuten: 6 / 8
Disqualifikation: - / -
Tore SC Magdeburg: Rojewski 8, Grafenhorst 6, Tönnesen 2/2, Jurecki 1, Doborac 3, Pajovic 2, Philipp Weber 1, Hornke 1, Landsberg 1
Dünkirchen HB: Bosquet 8, Touati 5, Butto 5/4, Nagy 4, Lamon 2, Afgour 1, Siakom Kadji 2, Mokrani 2, Nilsson 1
Zuschauer: 4328
Strafminuten: 10 / 12
Disqualifikation: - / -
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| Zeit | Sender | Sendung |
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| 10:00 | SDTV | Columbus Crew - Montreal Impact |
| 10:00 | SKYBU | Fußball: Bundesliga |
| 10:00 | SKYS1 | Fußball: UEFA Champions League |
| 11:00 | SKYS2 | Wrestling: WWE |
| 11:15 | SKYBU | Fußball: Bundesliga |