
Viele dänische Fans unter den 8600 Zuschauern in der Jyske-Bank-Boxen-Arena dürften sich nach wenigen Minuten die Augen gerieben haben. Das deutsche Team, bei der EM gerade mal Achter, machte gegen den Europameister mächtig Dampf und führte nach acht Minuten mit 7:3. Dabei war der Matchwinner aus dem Polen-Spiel, Dominik Klein, gar nicht dabei. Er half bei der B-Mannschaft aus, die beim 26:24 (11:14) gegen die Dänen ihren ersten Sieg einfuhr. Der Kieler könnte nach seiner Roten Karte in der letzten EM-Partie für die WM-Qualifikationsspiele gegen Bosnien-Herzegowina im Juni gesperrt sein. Dafür bekam Melsungens Michael Allendorf im A-Team eine Chance. Ebenfalls mit dabei: Torhüter Silvio Heinevetter sowie die Rückraumspieler Sven-Sören Christophersen und Adrian Pfahl. Das Trio wurde gegen die Polen noch geschont.
Richtig heiß liefen aber nicht die Rückkehrer, sondern vor allem Linksaußen Uwe Gensheimer, einmal mehr ein sicherer Siebenmeterschütze (vier von vier), sowie Carsten Lichtlein. Der Lemgoer Keeper wehrte vor der Pause zehn Würfe ab, das DHB-Team ging mit einem satten 16:10-Vorsprung in die Kabine.
Erst in der zweiten Hälfte drehten die Dänen im ersten Auftritt nach dem Titelgewinn auf. Angetrieben von Flensburgs Kreisläufer Michael Knudsen kämpften sich die Gastgeber zurück in die Partie und konnten nach 44 Minuten erstmals wieder ausgleichen (20:20). Die Partie war nun offen, die Heuberger-Truppe blieb trotz vieler Wechsel in der Schlussphase dran. In der letzten Minute hatten beide Mannschaften noch einmal die Chance auf den Sieg, doch beide Angriffe verpufften in der Deckung.
"Wir haben viel gewechselt und viel versucht, und dabei hat vieles gegriffen", bilanzierte Heuberger nach der Begegnung. "Am Ende haben wir zwar Big Points liegen lassen, aber die Mannschaft hat eine hervorragende Moral gezeigt. Vor allem die erste Halbzeit war top. Besonders die Abwehr und ein sehr starker Carsten Lichtlein im Tor haben mir sehr gut gefallen." Das DHB-Team bleibt damit auch im dritten Spiel nach der verpassten Olympia-Qualifikation ungeschlagen.
Am Samstag (17.00 Uhr) steigt bereits das zweite Duell gegen Dänemark. Es ist der letzte Auftritt vor den WM-Play-offs.
Dänemark: Landin, Cleverly (n.e.); Mogensen (1), Boesen, Lauge Schmidt (1), Eggert (3/1), Spellerberg, Knudsen (7), Noddesbo (1), Svan Hansen (3), Lindberg (1), Sondergaard (2), Hansen (6), Nielsen
Deutschland: Heinevetter (ab 40.), Lichtlein (bis 40.), Gensheimer (6/4), Roggisch, Pfahl (3), Wiencek (2), Theuerkauf (n.e.), Glandorf (3), Christophersen (4), Allendorf, Sellin (1), Strobel (2), Richwien (1), Kaufmann, Weinhold (1), Kneer (2)
Schiedsrichter: Mindaugas/Vaidas (LTU)
Zuschauer: 8600
Zeitstrafen: 6:4
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| Zeit | Sender | Sendung |
|---|---|---|
| 22:30 | SKYS1 | Fußball: UEFA Champions League |
| 23:00 | N3 | Sportclub |
| 23:00 | SKYS1 | Fußball: UEFA Europa League |
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