Für den THW und die Füchse, die sich am Mittwochabend in der Bundesliga im Topspiel gegenüberstehen, hätte es bei der Auslosung in Wien am Dienstag schlimmer kommen können. Der noch ungeschlagene Tabellenführer aus Kiel geht als Favorit in die Duelle mit dem kroatischen Serienmeister RK Zagreb, der Ende der 90er Jahre viermal im Endspiel der Königsklasse stand, jedoch jeweils am FC Barcelona scheiterte. 2009 standen sich Kiel und Zagreb schon einmal im Viertelfinale gegenüber, damals setzte sich der THW durch (28:28/31:27). Bei den Kroaten fand zuletzt jedoch ein Umbruch statt, mit jungen Talenten soll die Rückkehr in die europäische Spitze in Angriff genommen werden. Geführt werden sie derzeit vom einstigen Welthandballer Ivano Balic. Im Achtelfinale schaltete Zagreb den mazedonischen Vertreter Metalurg Skopje aus.
Die Füchse Berlin, die durch den Achtelfinal-Erfolg gegen den HSV Hamburg den größten Erfolg der Vereinsgeschichte perfekt machten, treffen auf Ademar Leon. Die Kastillier sind in Spanien die dritte Kraft hinter den Topteams aus Barcelona und Madrid. In der Runde der letzten 16 setzten die Iberer sich knapp gegen MKB Veszprem durch und zogen erstmals nach zehn Jahren wieder ins Viertelfinale ein.
"Es werden zwei schwere Spiele, ich denke aber, dass wir als Team besser sind und eine Chance auf den Halbfinaleinzug haben", meinte der spanische Füchse-Star Iker Romero. Auch Geschäftsführer Bob Hanning freut sich auf die Duelle: "Es gibt keine leichten Gegner im Viertelfinale, daher wird es auch gegen Leon als spanisches Topteam nicht leicht werden", so Hanning: "Es ist jedoch ein Vorteil für uns, dass wir zuerst in Spanien spielen."
Kiel und Berlin treten zwischen dem 18. und 24. April zunächst jeweils auswärts an, die Rückspiele finden zwischen dem 25. und 29. April statt. Das klangvollste Viertelfinalduell bestreiten AG Kopenhagen und Titelverteidiger FC Barcelona, zudem trifft Atletico Madrid auf den slowenischen Vertreter RK Cimos Koper. Die Sieger qualifizieren sich für das Final-Four-Turnier, das am 26. und 27. Mai zum dritten Mal in Köln ausgetragen wird.
Dass es im Halbfinale des EHF-Cup zu einem deutschen Duell kommen würde, war bei noch drei verbliebenen Bundesliga-Vertretern klar. Gezogen wurde das Baden-Württemberg-Derby zwischen den Rhein-Neckar Löwen und Frisch Auf Göppingen. Der SC Magdeburg nimmt es mit Dunkerque HB (Frankreich) auf und hat zunächst Heimrecht. Die Hinspiele finden am 21./22. April statt, die Entscheidung fällt am Wochenende darauf (28./29.4.).
"Unser Wunschgegner wäre Dünkirchen gewesen. Wir hätten gern einen internationalen Gegner zugelost bekommen, damit das Europapokal-Gefühl bei unseren Fans noch mehr zum Tragen gekommen wäre", kommentierte Göppingen Geschäftsführer Gerd Hofele die Auslosung: "So haben wir aus unserer Sicht das schwerste Los gezogen, aber auch einen sehr attraktiven Gegner bekommen. Jetzt hoffen wir auf eine brechend volle Halle." Die Löwen haben in dieser Saison beide Bundesligaduelle gegen die Schwaben gewonnen. "Das ist ein Derby und damit auch ein sehr interessantes Duell", sagte Löwen-Coach Gudmundur Gudmundsson.
Im Pokalsieger-Wettbewerb gehen sich die beiden deutschen Teams aus dem Weg. Der VfL Gummersbach trifft auf den slowenischen Topklub RK Celje, die letzte Hürde der SG Flensburg-Handewitt auf dem Weg ins Endspiel kommt aus Spanien und heißt BM Aragon. VfL-Manager Axel Geerken freute sich auf die Duelle zweier "absoluter Traditionsmannschaften": "Celje ist ein tolles Los. Ein Gegner, den wir ganz bestimmt schlagen können und der im Rückspiel zudem bei uns antreten muss. Das ist sehr schön für unsere Fans."
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| 21:30 | SKYBU | Fußball |
| 22:00 | SKYBU | Fußball: Bundesliga |
| 22:20 | SDTV | Fenerbahce Istanbul - Trabzonspor |
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