
Am Ende war dem amtierenden Deutschen Meister dann doch zum Jubeln zumute: Der HSV Hamburg schob sich durch einen hart erkämpften 24:23 (12:14)-Sieg gegen Berlin bis auf einen Punkt in der Tabelle an die Füchse ran. Es war zudem das Debüt von Interimstrainer Jens Häusler, der sich nach dem Spiel selbstbewusst zeigte: "In der ersten Halbzeit hatten wir viele Lattentreffer. In der letzten Viertelstunde sind wir viel besser ins Spiel gekommen. Der HSV ist wieder da, und er bleibt auch da."
Von Beginn an war es die erwartet schwere Aufgabe für die Norddeutschen. Berlin ging schnell mit 7:3 in Führung und konnte bis weit in den zweiten Spielabschnitt hinein die Führung halten. Erstmals nach knapp 45 Minuten Spielzeit warf Domagoj Duvnjak Hamburg mit 19:18 in Front. Vor 11. 429 Zuschauern nahm dann das erste Bundesliga-Spiel des Jahres endgültig eine positive Wendung. Kurz vor Schluss wehrte Hamburgs Keeper Dan Beutler einen Wurf des Berliners Torsten Laen ab, während Star-Kreisläufer Igor Vori auf der Gegenseite den entscheidenden Wurf ins Tor setzte. Der HSV kletterte durch den Sieg bis auf einen Punkt in der Tabelle an die zweitplatzierten Berliner heran.
Traditionsreich ging es in der Unterfrankenhalle in Großwallstadt zu. Zu Gast war mit Gummersbach der alte Rivale, und beide Altmeister boten 3389 Fans spannenden Sport. Mit 33:32 sicherte sich dabei Gummersbach nach einem 16:16-Halbzeitstand die Punkte, die im Abstiegskampf so bitter gebraucht werden. Beste Werfer mit jeweils acht erfolgreichen Versuchen waren Stefan Kneer für die Gastgeber und Barna Putics sowie Adrian Pfahl für den VfL.
Kein Mittel gegen die Wurfgenauigkeit und Kraft von Uwe Gensheimer fand HBW Balingen-Weilstetten. Gleich dreizehnmal brachte der Nationalspieler das Spielgerät in des Gegners Tor unter und trug so den größten Teil zum überzeugenden 30:24 (16:15)-Auswärtserfolg der Rhein-Neckar Löwen bei.
In den weiteren Partien bezwang Magdeburg die Gäste aus Lübbecke mit 28:25 (15:13) und Wetzlar behauptete sich mit 26:25 (13:14) gegen Göppingen. Der souveräne Tabellenführer aus Kiel ist erst am Sonntag gegen Hüttenberg gefordert. Im einzigen Samstagsspiel holte der Bergische HC einen 35:31-Erfolg bei Hannover-Burgdorf und rückte, knapp über dem ominösen Strich stehend, bis auf zwei Zähler an die Niedersachsen heran. Matchwinner der Gäste war Alexander Oelze mit zwölf Toren.
HBW Balingen-Weilstetten: Gutbrod 6, Alvanos 4, Ilitsch 3, Schlinger 3, Wilke 3/3, Ettwein 2, Häfner 1, Keinath 1, Wessig 1
Rhein-Neckar Löwen: Gensheimer 13/6, Cupic 6, Schmid 5, Lijewski 3, Müller 2, Bielecki 1
Zuschauer: 2250
Strafminuten: 8 / 10
Tore für HSG Wetzlar: Valo 6, Harmandic 5/1, Schmidt 4/2, Hahn 3, Mraz 3, Kristjansson 2, Müller 2, Friedrich 1
Frisch Auf Göppingen: Mrvaljevic 6/2, Thiede 6, Horak 5, Schöne 3, Lobedank 1, Markez 1, Oprea 1, Rnic 1, Späth 1
Zuschauer: 3232
Strafminuten: 8 / 8
TV Großwallstadt: Kneer 8, Spatz 7/2, Wolff 5, Köhrmann 4, Weinhold 4, Tiedtke 2, Larsson 1, Liebald 1
VfL Gummersbach: Pfahl 8, Putics 8, Zrnic 7/4, Anic 4, Mahé 3, Lützelberger 2, Wiencek 1 Zuschauer: 3389
Strafminuten: 0 / 14
Disqualifikation: - / Rezar (5.)
SC Magdeburg: Weber 7, Pajovic 5, Natek 4, Tönnesen 4/1, Jurecki 3, Landsberg 2, Rojewski 2, Grafenhorst 1
TuS N-Lübbecke: Niemeyer 9, Remer 5, Tluczynski 3/3, Just 2/1, Kristian Svensson 2, Vukovic 2, Gustafsson 1, Verjans 1
Zuschauer: 5128
Strafminuten: 8 / 8
HSV Hamburg: Lijewski 6, Duvnjak 4, Lindberg 4/3, Bertrand Gille 2, Flohr 2, Hens 2, Lackovic 2, Vori 2
Füchse Berlin: Christophersen 6, Nincevic 6/1, Bult 3, Jaszka 3, Pewnow 2, Richwien 1, Romero 1, Sellin 1
Zuschauer: 11429
Strafminuten: 8 / 6
Tore für TSV Hannover-Burgdorf: Olsen 7/2, Svavarsson 7, Hallgrimsson 6, Jurdzs 5, Johannsen 3, Lehnhoff 2, Jonsson 1
Bergischer HC: Oelze 12/3, Nippes 5, Pekeler 5, Karason 4, Klev 4, Wöss 4, Böhm 1
Zuschauer: 2558
Strafminuten: 8 / 6
Disqualifikation: - / -
| Zeit | Sender | Sendung |
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