
Kurt Klühspies, Handball-Weltmeister von 1978 und Rückraumlegende von TV Großwallstadt, wird am Samstag seinen 60. Geburtstag feiern. "Er gehört zu den größten Persönlichkeiten des deutschen Handballs der letzten Jahrzehnte", sagte Ulrich Strombach im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst. Mit dem TV Großwallstadt wurde er zwei Mal Europapokalsieger und gewann sechsmal den Meistertitel. "Wäre er nach seiner erfolgreichen Karriere als Spieler auch Trainer geworden, hätte er mit Sicherheit eine ähnliche Entwicklung genommen wie Brand", sagte Strombach. In 102 Länderspielen erzielte er 253 Tore, für den TVG traf er zwischen 1970 und 1993 in 456 Partien 1532 Mal. Bei den Mainfranken ist der Hobby-Golfer immer noch bei fast jedem Heimspiel dabei, noch immer ist er Beiratsmitglied beim Bundesligisten.
An Klühspies' Geburtstag werden sich zudem die besten Handballer der HBL mit dem DHB-Team zum All-Star-Game messen. Auf Hans Lindberg werden die Zuschauer in Leipzig jedoch verzichten müssen. Der frischgebackene Europameister mit Dänemark sagte wegen Rückenproblemen ab. "Schade, dass es nichts wird. Das Allstar-Game ist immer ein großer Spaß, weil man dort alle Leute wieder trifft", sagte Lindberg, der im Hinblick auf das Heimspiel gegen die Füchse Berlin am kommenden Mittwoch, 8. Februar, pausiert und in Hamburg behandelt wird.
Mit dabei beim Spektakel werden unter anderem auch Filip Jicha und Thierry Omeyer sein. Die beiden Kieler sind auch für die Wahl zum Welt-Handballer 2011 nominiert. Harte Konkurrenz droht in Person von Europameister Mikkel Hansen (Kopenhagen), auch die beiden Franzosen Nikola Karabatic (Montpellier) und Luc Abalo (Atletico Madrid) rechnen sich Chancen aus. Omeyer (2008) und Jicha (2010) wurde die Ehre schon einmal zuteil.
Quotenregelung für Ausländer in der Bundesliga - das Thema wird immer mal wieder aufbereitet. Bundestrainer Martin Heuberger sprach sich dagegen aus. "Von einem solchen Zwang halte ich gar nichts. Man kommt nicht weiter, indem man den Klubs diese Bürde auferlegt", glaubt er. Zuletzt hatten Experten, unter anderem Verbandspräsident Ulrich Strombach, immer wieder eine solche Regelung gefordert, um die Nationalmannschaft zu stärken. "Wir beim DHB sind gefordert, unsere Nachwuchsarbeit zu verbessern", sagte hingegen Heuberger. Wenn das geschehe, werde die Liga nicht drumherum kommen, die jungen deutschen Talente auch einzusetzen.
Handball-Bundesligist TBV Lemgo hat sich für die kommende Saison die Dienste von Max Höning gesichert. Der 18-jährige Rückraumspieler erhält beim TBV einen Vierjahresvertrag bis Sommer 2016. Höning wechselt vom ASV Senden aus der A-Jugend-Bundesliga in die HBL. "Max Höning ist ein interessanter Spieler, dem wir das Potenzial zutrauen, den Sprung in die Bundesliga zu schaffen", so Geschäftsführer Volker Zerbe. Der Ex-Meister hatte vor Höning bereits die drei Junioren-Nationalspieler Hendrik Pekeler, Patrick Zieker und Torhüter Dennis Doden verpflichtet.
| Zeit | Sender | Sendung |
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