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25.01.2012, 21:46

Deutscher Olympia-Traum endgültig geplatzt

Dänen komplettieren das Halbfinale

Durch die Niederlage gegen Polen rückten aus deutscher Sicht nahezu alle anderen Spiele des letzten Hauptrundenspieltages ins Rampenlicht. Vor allem die Partien Spanien gegen Slowenien, Kroatien gegen Ungarn und Serbien gegen Mazedonien.

Dänen jubeln
Dänemark: Nach verkorkster Vorrunde schafften die Dänen doch noch den Einzug ins Halbfinale.
© Getty ImagesZoomansicht

In Gruppe I nutzte Dänemark, das mit 0:4 Punkten in die Hauptrunde gegangen war, den deutschen Patzer und hievte sich nach dem dritten Sieg in Folge hinter Spitzenreiter Serbien auf Platz zwei der Tabelle und ins Halbfinale. Der Vize-Weltmeister siegte im skandinavischen Derby gegen Schweden souverän mit 31:24 (18:11) und meldete sich damit wieder eindrucksvoll im Turnier zurück. Nur weil die Dänen in der zweiten Hälfte ein wenig locker ließen, konnte Schweden die Niederlage halbwegs erträglich gestalten.

Am Abend benötigte Deutschland einen Sieg von Gastgeber Serbien gegen Mazedonien. Die Serben gingen jedoch nicht mit letzter Konsequenz ins Duell mit dem Nachbarland - außerdem wurden auch einige Leistungsträger geschont. Mazedonien wusste das zu nutzen, legte stark los, konnte sich aber dennoch nicht entscheidend absetzen, durfte am Ende aber doch jubeln - auch weil die Serben zahlreiche erstklassige Chancen vergaben. Mazedonien siegte mit 22:19 (11:10), sprang dadurch auf Rang drei in der Endabrechnung der Hauptrundengruppe I und darf nun seinerseits von einer Olympia-Teilnahme träumen.

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Frankreich sagt mit einem Remis adieu - Spanien bleibt ungeschlagen

Das einzige tatsächlich unwichtige Spiel fand in Gruppe II zwischen Frankreich und Island statt, da Island sein Ticket für ein olympisches Qualifikationsturnier bereits gelöst hatte und die Franzosen als Weltmeister in London bereits sicher dabei sein werden. Frankreich, dessen EM-Aus bereits am Dienstag besiegelt war, verabschiedeten sich mit halbwegs erhobenem Haupt, da sie das Spiel gegen die Isländer nicht herschenkten und dank einer Aufholjagd im zweiten Durchgang ein 29:29 (12:15)-Remis holten.

Spanische Handballer
Ungeschlagen im Halbfinale: Spanische Handball-Nationalspieler.
© Getty Images

Im zweiten Spiel der Staffel hatten es die Spanier mit Slowenien zu tun. Vor allem für die Slowenen ging es noch um etwas, da sie noch kein Ticket für eines der vorolympischen Qualifikationsturniere hatten - Spanien stand bereits schon im Halbfinale und konnte die Begegnung daher eher ruhiger angehen. Das spielte dem Außenseiter in die Karten, die Slowenen spielten keck auf und lagen daher lange Zeit in Führung. Zu einem Sieg sollte es dann doch nicht reichen, da sich die Iberer im zweiten Durchgang fingen und gegen Ende ernst machten. Die Folge: Spanien siegte mit 35:32 (15:15) und bekommt es nun am Freitag im Semifinale als einzige ungeschlagene Mannschaft mit Dänemark zu tun.

Kroatien punktet und beraubt den DHB aller Hoffnungen

Das Schicksal der Slowenen und der Deutschen hing nun von Nachbar Kroatien ab, das am Abend auf Ungarn traf. Die Slowenen benötigen einen Sieg der Kroaten, für die es um rein gar nichts mehr ging, da Platz eins nicht mehr zu holen war. Durch einen Sieg hätten die Magyaren, die ebenfalls für ein olympisches Qualifikationsturnier qualifiziert waren, noch Platz drei in der Gruppe und damit das Spiel um Platz fünf erreicht.

Und die Ungarn erwischten einen tollen Start, führten rasch mit 4:1 und machten den couragierten Eindruck. Das änderte sich jedoch nach der ersten Auszeit des kroatischen Trainers Slavko Goluza, der seine Schützlinge lautstark zusammenstauchte. Die Kroaten steigerten sich in der Folge und agierten nun vor allem in der Deckung aggressiver - mit Erfolg. Auch wenn sie weiterhin nicht alle Stars einsetzten, so rückten die Kroaten doch näher. Es entwickelte sich ein offenes Spiel, das keinen Sieger haben sollte. 24:24 (13:12) lautete das Endergebnis, das letztlich für viel Freude in Slowenien gesorgt hat und große Trauer beim DHB, der damit sämtliche Hoffnungen auf die olympischen Spiele begraben musste.

25.01.12
 
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