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24.01.2012, 22:20

Kroatien nimmt Revanche - Ungarn verpasst letzte Chance

Aus für Titelverteidiger Frankreich!

Frankreich muss bei der Europameisterschaft seine Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung frühzeitig begraben. Der Olympiasieger und Weltmeister verlor am Dienstag in Novi Sad gegen Kroatien klar mit 22:29 (11:12). Die Kroaten schafften damit den Einzug in die Runde der letzten Vier, die Spanien und Gastgeber Serbien zuvor bereits erreicht hatten.

Daniel Narcisse (Frankreich, li.) und Karabatic gegen Kroatiens Bicanic
Aller Einsatz war umsonst: Daniel Narcisse (Frankreich, li.) und Nikola Karabatic standen gegen Kroatien und Damir Bicanic auf verlorenem Posten.
© Getty ImagesZoomansicht

Frankreich, das in Jérôme Fernandez und Xavier Barachet seine besten Torschützen hatte, konnte das Spiel gegen die Kroaten nur bis zur Pause (11:12) offen gestalten. Nach dem Wechsel aber geriet der Weltmeister Zug um Zug ins Hintertreffen - bis zur 53. Minute zog Kroatien, angeführt von den jeweils sieben Mal erfolgreichen Ivan Cupic und Marko Kopljar, mit 24:19 davon.

Vor zwei Jahren hatte Kroatien das EM-Finale gegen Frankreich verloren, diesmal aber ließ es sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und transportierte den Vorsprung in der Schlussphase zu einem 29:22-Erfolg - der Sieg war am Ende des Tages gleichbedeutend mit dem Halbfinaleinzug.

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Ungarn scheitert an Gajics Wurfqualitäten

Denn am Abend setzte sich Slowenien 32:30 (14:13) gegen Ungarn durch und machte damit Kroatiens Halbfinal-Einzug perfekt. Die Slowenen können nun zwar noch mit den Kroaten nach Punkten gleich-, aufgrund der 29:31-Niederlage im direkten Duell aber nicht mehr vorbeiziehen. Ungarn dagegen wird sich mächtig ärgern: Denn schon bei einem Unentschieden hätte es noch die Chance gegeben, am letzten Spieltag mit einem Sieg über Kroatien Platz zwei zu erreichen.

Überragender Spieler der Slowenien war Dragan Gajic von Frankreichs Serienmeister Montpellier mit 13 Treffern.

Spanien überzeugt und ist weiter

Handball-EM in Serbien

Spanien hatte zuvor mit 31:26 (17:13) gegen das nunmehr ebenfalls ausgeschiedene Island gewonnen. Die Isländer hatten nur mit einem Sieg gegen Spanien noch realistische Möglichkeiten auf den Halbfinaleinzug, doch der Olympia-Zweite von 2008 musste gegen die Iberer schon früh abreißen lassen. 4:1, 7:2, 10:3 - der Vorsprung der Spanier wuchs in der ersten Viertelstunde unaufhaltsam an. Erst nun besann sich Island vor allem in der bis dato schwachen Offensive auf seine Stärken und verkürzte bis zur Pause immerhin auf 13:17.

Doch so recht kamen die Nordeuropäer nicht heran, obwohl Olafsson und Sigurdsson der Abwehr der Iberer gehörige Probleme bereiteten. Spanien verteidigte stets einen Vier-Tore-Vorsprung - und zog 15 Minuten vor Schluss wieder auf 26:19 (Siebenmeter Garcia) davon.

Die Vorentscheidung in Novi Sad: Das ungeschlagene Spanien brachte den Sieg über die Zeit, obwohl die Isländer auch in der Schlussphase die Köpfe nicht hängen ließen. Ein Treffer von Cañellas (56., 30:25) besiegelte die letzten Hoffnungen der Truppe von Coach Gudmundur Gudmundsson, die sich letztlich mit 26:31 geschlagen geben musste.

24.01.12
 
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