
Die Mannschaft von Gastgeber Serbien hat als erstes Team das EM-Halbfinale erreicht. Gegen Schweden lagen die Serben zwar zunächst in Rückstand, drehten die Partie aber noch vor der Pause, in die sie mit einer 14:11-Führung gingen. Auch ein überragender Kim Ekdahl du Rietz, der mit acht Treffern bester Schütze bei den Schweden war, konnte die Skandinavier nicht zum Erfolg führen. Die serbische Auswahl siegte vor rund 18.000 Zuschauern in ihrem zweiten Hauptrundenspiel mit 24:21 und sicherte sich damit einen Platz in der Vorschlussrunde. Bei nun 7:1 Punkten ist der EM-Gastgeber nicht mehr von einem der beiden ersten Plätze in der Gruppe I zu verdrängen und wird erstmals seit dem dritten Platz bei der WM 2001 wieder bei einem großen Turnier um die Medaillen spielen.
Bereits am Nachmittag hatte Mazedonien, angeführt vom einmal mehr überragenden Kiril Lazarov, gegen Polen einen 27:25-Sieg gefeiert und damit seine Chance auf Olympia aufrecht erhalten.
Angefeuert von einem frenetischen Anhang legte Mazedonien die Grundlage zum Sieg bereits in der ersten Hälfte. 18:12 hieß es nach 30 Minuten, in denen neben Lazarov auch Torwart Borko Ristovski mit einer Reihe guter Paraden besonders positiv in Erscheinung trat. Die Polen kamen nach der Pause heran, verkürzten auf 20:17. Doch angeführt vom neunfachen Torschützen Lazarov hielt Mazedonien dagegen und zog zwischenzeitlich wieder auf einen Sechs-Tore-Abstand davon. In der 56. Minute wurde es beim Stand von 25:23 noch einmal eng, doch zwei verwandelte Siebenmeter sicherten den Vorsprung und am Ende den Erfolg.
Die Polen, bei denen Kreisläufer Bartosz Jurecki vom Bundesligisten SC Magdeburg mit fünf Treffern erfolgreichster Akteur war, bleibt damit in der Hauptrunde weiter sieglos. Mit nunmehr 3:5 Punkten ist das Team von Trainer Bogdan Wenta in der Tabelle hinter Mazedonien (3:5) zurückgefallen und hat nur noch geringe Chancen auf den Einzug ins Halbfinale.
Durch die Niederlage Polens hatte die deutsche Mannschaft in der zweiten Partie des Tages gegen Vize-Weltmeister Dänemark die Chance, vorzeitig in die Vorschlussrunde einzuziehen. Ein Unentschieden hätte genügt, um das Halbfinal-Ticket zu sichern, doch die DHB-Auswahl unterlag mit 26:28.
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