Auch wenn Hens bisher noch nicht ins Turnier gefunden und in vier Spielen erst einen Treffer markiert hat, ist sich Heuberger über den Wert seines Kapitäns für die Mannschaft bewusst. "Wir brauchen Pommes gegen Dänemark", sagte Heuberger am Sonntagmittag: "Ich hoffe, dass er rechtzeitig wieder auf die Beine kommt." Auch gegen Serbien kam der Hamburger nur zu wenig Einsatzzeit. Letztlich war es sein Pendant Sven-Sören Christophersen, der den Punkt gegen Serbien sicherte.
Grundsätzlich war Heuberger mit dem Ergebnis zufrieden. "Offensichtlich sind wir in diesem Turnier ein Stück weit gereift. Die Mannschaft hat im Gegensatz zur Auftakt-Niederlage gegen Tschechien trotz der vergebenen Möglichkeiten die Ruhe bewahrt und zum Schluss natürlich auch das Glück des Tüchtigen gehabt. Außerdem war die Leistung von Silvio Heinevetter unbeschreiblich gut. Mich freut der Sieg vor allem für die Jungs." Kritik äußerte er über die Leistungen im Überzahlspiel, das sei "schon das ganze Turnier über unser Manko. Aber so lange es nur dabei bleibt, und vor allem die Abwehr weiter so gut funktioniert, dann dürfen wir auch mal eine schlechte Überzahl spielen."
Im entscheidenden Moment aber klappte das Überzahlspiel. Acht Sekunden vor Spielende erhielt der Kieler Momir Ilic beim Stand von 20:21 eine Zeitstrafe, und da Christophersen als zusätzlicher Feldspieler in die Partie kam, hatte das deutsche Team sogar zwei Mann mehr auf dem Parkett. Der Rest ist bekannt. "Dass Smöre' das Ding zum Schluss noch macht, ist natürlich mehr als geil", so Heinevetter zu dem Treffer seines Berliner Mannschaftskollegen.
Als nächstes wartet nun Vizeweltmeister Dänemark auf das deutsche Team - das weiß inzwischen auch Heuberger. "Ich muss gestehen, dass ich bis nach dem Serbien-Spiel nicht einmal wusste, dass unser nächster Gegner Dänemark heißt. Ich hatte mich nur mit Serbien beschäftigt", bekannte der Nationaltrainer. Dank des knappen Siegs gegen Mazedonien (33:32) haben die Dänen nunmehr zwei Punkte auf dem Konto.