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21.01.2012, 19:47

Dänemark zieht sich aus der Bredouille

Unfassbare Aufholjagd der Polen

Aus deutscher Sicht verlief der Auftakt der Hauptrunde durchaus wünschenswert. Vor allem das Duell zwischen Schweden und Polen, in dem die Skandinavier einen Elf-Tore-Vorsprung aus der Hand gaben. Im zweiten Spiel der Gruppe I schnupperte Mazedonien gegen Vizeweltmeister Dänemark lange Zeit an einer Sensation, verpasste diese höchst unglücklich.

am Wisniewski (2.v.re.) trifft zum 29:29
Glücksmoment: Adam Wisniewski (2.v.re.) trifft zum 29:29.
© Getty ImagesZoomansicht

Schweden führte nach einer starken ersten Halbzeit, in der vor allem Kiels Kim Andersson mit zahlreichen guten Anspielen glänzte, bereits mit 20:9 (!) und musste sich am Ende dann doch nur mit einem Punkt begnügen. Kurz nach dem Seitenwechsel sendeten die Polen, die in der ersten halben Stunde oft an Andreas Palicka im schwedischen Kasten gescheitert waren, erste Lebenszeichen. Vier Tore in Folge gelangen dem Vize-Weltmeister von 2007. 20 Minuten vor Schluss führten die Schweden noch mit 24:17, doch Polen gab nicht auf und hatte sich festgebissen. Der Vorsprung der Nordeuropäer, die inzwischen vor allem in der Offensive einen Offenbarungseid leisteten, schmolz dahin. In den Schlusssekunden sorgte Adam Wisniewski für frenetischen Jubel im polnischen Lager, als er zum Entsetzen der Schweden zum 29:29-Endstand traf.

Bartlomiej Jaszka von den Füchsen Berlin war mit acht Toren treffsicherster Spieler auf dem Feld, Niclas Ekberg netzte für die Schweden siebenmal und damit am häufigsten. Mit jetzt 3:3 Punkten liegt Polen in der Tabelle weiterhin vor Schweden (2:4) und bleibt weiter im Rennen ums Halbfinale.

Mazedonien avanciert endgültig zur Überraschungsmannschaft der EM

Mikkel Hansen
Er drehte das Spiel zugunsten der Dänen: Mikkel Hansen.
© Getty ImagesZoomansicht

Im zweiten Spiel des Tages kreuzten Dänemark und Mazedonien die Klingen. Vor allem für die Dänen, die mit 0:4 Punkten in die Hauptrunde starten mussten, war es ein Spiel um Alles oder Nichts. Nur ein Sieg hätte die Skandinavier im Turnier gehalten. Der Start in der nicht ganz ausverkauften Belgrader Arena verlief jedoch alles andere als nach dem Geschmack von Mikkel Hansen & Co. Mazedonien drehte mächtig auf und zog zwischenzeitlich auf 15:10 davon. Der Vize-Weltmeister agierte in dieser Phase jedoch viel zu nervös und schloss eigene Angriffe zu überhastet ab. Das änderten die Dänen allerdings gegen Ende der ersten Hälfte und verkürzten den Rückstand auf 16:19 zur Pause.

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Der zweite Durchgang war eine ausgeglichene und ziemlich spannende Angelegenheit. Die Mazedonier wehrten sich mit Händen und Füßen, doch Dänemark agierte nun viel konzentrierter und kam in der 40. Minute durch Hans Lindberg erstmals auf ein Tor heran (21:22). Kurz darauf glich René Toft Hansen zum 23:23 aus (44.). Alles war nun offen, eines aber bereits sicher: Mazedonien überzeugte erneut und kann daher als die Überraschungsmannschaft des Turniers betrachtet werden - ungeachtet des Ausgangs dieser Partie. Mit 32:32 ging es in die letzte Minute, in der die Mazedonier die Uhr bis auf wenige Sekunden herunter gespielt hatten. Doch dann verloren sie den Ball, Mikkel Hansen, der mittlerweile aufgeblüht war, passte schnell auf Lindberg, der fast mit der Schlusssirene doch noch den 33:32 (16:19)-Sieg sicherte.

Dieser Erfolg hält das Team von Trainer Ulrik Wilbek weiter im Geschäft und ist schlecht für Deutschland, das am 2. Spieltag der Gruppe I auf die Dänen trifft, die gewiss neue Hoffnung geschöpft haben. Dänemark hat nun 2:4 Punkte auf dem Konto, Mazedonien 1:5.

21.01.12
 
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