Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

20.01.2012, 18:36

Serbien nominiert zwei Neue nach

Roggisch beißt mit krummer Nase auf die Zähne

"Deutschland, Turniermannschaft. Erstes Spiel Katastrophe, zweites Spiel besser, drittes Spiel schon richtig gut." So fasste Oliver Roggisch die Leistungen des DHB-Teams vor der Reise mit dem Bus nach Belgrad kurz und bündig zusammen. Auch eine gebrochene Nase wird den Abwehrchef nicht an einem Einsatz am Samstag gegen Gastgeber Serbien (20.15 Uhr) hindern.

Oliver Roggisch
Riechkolben verschoben: Oliver Roggisch präsentiert seine Verletzung mit einem gewissen Stolz.
© picture allianceZoomansicht

Roggisch ist nicht gerade als zimperlicher Spieler bekannt, der Abwehrspezialist von den Rhein-Neckar Löwen trat nach dem Abgang von Klaus-Dieter Petersen beinahe nahtlos in dessen Fußstapfen. Die ein oder andere Rote Karte gilt als Regel, zuletzt erhielt er gegen Mazedonien seine dritte Zeitstrafe. Austeilen kann er also - aber offensichtlich auch gut einstecken. Beim Spiel gegen Schweden (29:24) brach sich "The Rogg" die Nase, er wird dennoch gegen Serbien (Samstag, 20.15 Uhr) auflaufen. "Die Nase ist an einer Stelle gebrochen, wo sie schon mal gebrochen war. Sie ist jetzt noch ein bisschen krummer, als sie eh schon war", nahm es Roggisch mit Humor.

- Anzeige -

Die gute Laune ist seit Donnerstag ohnehin endgültig zurück. Nach dem Tschechien-Spiel drohte schon das frühe Koffer packen, nun reist der Weltmeister von 2007 nach Belgrad - und vielleicht auch nach London. Mit 4:0 Punkten dank der Siege gegen Mazedonien (24:23) und Schweden ist die Ausgangslage jedenfalls optimal. "Wir müssen das abspeichern, was wir vollbracht haben mit Disziplin und Spielintelligenz. Das ist überragend, wenn wir so weiterspielen", so Linksaußen Dominik Klein.

Hexenkessel Belgrad - 20.000 Fans in der Halle!

In Belgrad wird der Empfang nicht sonderlich freundlich ausfallen. 20.000 Fans werden in der riesigen Arena ihre Serben zum Sieg peitschen wollen. Mit heißblütigen Fans hat das DHB-Team zwar seit der Partie gegen Mazedonien schon Erfahrung - doch da waren es "nur" 4.000. "Das wird ganz schwer. Serbien ist ein Kandidat fürs Halbfinale", glaubt Holger Glandorf.

Auch die Serben gehen mit vier Zählern in die Runde - und auch die Serben kämpfen noch ums Olympia-Ticket. Der zweite Kontrahent Dänemark ist als Vizeweltmeister für das Qualifikationsturnier schon qualifiziert, nicht so Gegner Nummer drei, Polen. So gilt weiterhin: Jeder Punkt kann zählen, denn nur eine noch nicht qualifizierte Mannschaft darf sich am Ende vor dem DHB-Team einreihen. "Wir haben das Ziel, und das werden wir nicht aus den Augen verlieren", versprach Bundestrainer Martin Heuberger, warnte aber vor übersteigerten Erwartungen: "Wir brauchen jetzt nicht ans Halbfinale zu denken oder sonstwas. Der Anspruch ist nicht, Europameister zu werden. Wir müssen kleinere Brötchen backen."

Heuberger verzichtet auf Nachnominierungen - Vukovic nicht

Auf Nachnominierungen wird Heuberger vor der Hauptrunde verzichten. Martin Strobel bleibt damit in der Rolle des Ersatzmannes. "Wir haben nur zwei Torhüter und wollen uns im Falle einer Verletzung alle Möglichkeiten offen halten", sagte Heuberger auf einer Pressekonferenz in Belgrad am Freitagnachmittag. Das Reglement sieht vor, dass er zwei Spieler vor der am Samstag beginnenden Hauptrunde austauschen könnte. Ein weiterer Akteur könnte nach den drei Spielen gegen Serbien, Dänemark und Polen nachnominiert werden.

Im Gegensatz zu Heuberger nominierte Serbiens Trainer Veselin Vukovic zwei neue Spieler nach. Rückraumspieler Momir Rnic vom Bundesligisten Frisch Auf Göppingen sowie Spielmacher Petar Nenadic (Team Twis Holstebro) wurden für den verletzten Nenad Vuckovic sowie Rechtsaußen Milos Kostadinovic (Partizan Belgrad) nachnominiert. Vukovic hofft aber noch auf eine Rückkehr von Vuckovic, der in einem möglichen Halbfinale voraussichtlich wieder spielen könnte.

DHB-Team rettet die Olympia-Perspektive
Nach Stotterstart wird der Turbo gezündet
DHB-Jubel
Riesenfreude

Unfassbar groß war die Freude der deutschen Handball-Nationalmannschaft nach dem abschließenden Gruppenspiel in Nis gegen Schweden. Hatte man soeben den Rekordeuropameister mit 29:24 (15:10) bezwungen und sich trotz des verkorsten Starts in die EM 2012 für die Hauptrunde qualifiziert.
© picture-alliance

vorheriges Bild nächstes Bild
20.01.12
 
- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -