
Viertes Spiel, erste Niederlage: Die Füchse Berlin haben in der Champions League gegen den Vorjahresfinalisten Atletico Madrid, vormals Ciudad Real, den Kürzeren gezogen. Nach gutem Beginn musste der Bundesligist mehr und mehr die Überlegenheit der Iberer anerkennen. Am Ende stand es 33:37 (15:17) an der Spree, die 8673 Zuschauer hatten ein attraktives Spiel gesehen.
Der Mazedonier Kiril Lazarov (6 Tore) war bester Schütze für die Gäste, bei den Hausherren traf Bartlomiej Jaszka gleich zehnmal, Sven-Sören Christophersen hatte am Ende die Hälfte dieser Ausbeute erzielt.
Mit einer offensiven 5:1-Deckung wollte Madrid von Beginn an Fehler der Berliner erzwingen und hatte mit diesem Rezept mehrfach Erfolg. Zahlreiche Gegenstöße liefen auf Füchse-Torwart Silvio Heinevetter, der jedoch einen glänzenden Tag erwischt hatte und schon in Halbzeit eins sieben Glanzparaden zeigte.
Gelungene Offensivaktionen gab es bei den Füchsen aber auch zu verzeichnen, es blieb also eng. Nach dem 15:17 zur Pause baute Atletico den Vorsprung aber systematisch auf sieben Treffer aus. Beim 28:31 keimte kurz noch einmal Hoffnung für die Füchse, doch die cleveren Gäste ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Beim Gastspiel in Spanien lag der THW, der zuletzt eine 23:24-Heimniederlage gegen Montpellier kassiert hatte, fast die gesamte Partie über in Führung. Mit einer offensiven Deckung schien Kiels Coach Alfred Gislason ein guter Schachzug gelungen zu sein. In der Anfangsphase verhinderte die Wurfschwäche der Kieler, dass sich der deutsche Rekordmeister absetzte. Als sich die Spanier jedoch zunehmend am Abwehrbollwerk des THW fest rannten, bauten die vom wurfstarken Jicha angeführten Kieler ihren Vorsprung aus - 15:12 hieß es zur Pause.
Nach dem Wechsel verloren die Zebras dann aber ein wenig den Faden und scheiterten zudem immer wieder am gegnerischen Torhüter Losert. Sekunden vor Schluss hatte der Bundesliga-Spitzenreiter den Sieg nach einem Siebenmeter von Jicha dann aber eigentlich schon vor Augen. Doch Ruesgas überwand die Kieler Abwehrmauer und Torhüter Omeyer nach der Schlusssirene mit einem Fallwurf aus ungünstigem Winkel und bescherte Leon noch einen unverhofften Punktgewinn.
Nur ganz knapp ist der HSV Hamburg in Slowenien an einer Blamage vorbeigeschrammt. Der deutsche Meister siegte bei Cimos Koper mit 24:23 (17:10) und führt die Tabelle der Gruppe C durch den vierten Sieg im vierten Spiel weiter souverän an.
Allerdings brachte sich das Team von Trainer Per Carlen in der slowenischen Küstenstadt fast selbst um die Früchte der Arbeit. Denn nach der klaren Pausenführung schalteten die Hanseaten in Hälfte zwei mindestens zwei Gänge zurück und wurden dafür von den Hausherren fast bestraft. Rund zehn Minuten vor Schluss konnte Koper zum 19:19 ausgleichen, bis dato erzielte der Bundesligist gerade mal zwei Tore! Am Ende war es der für den keinesfalls schwachen Johannes Bitter eingewechselte Beutler, der mit einem gehaltenen Siebenmeter sowie einer Parade wenige Sekunden vor dem Abpfiff seinem Team zwei Punkte rettete. Bester Hamburger Werfer war Blazenko Lackovic mit fünf Treffern.
Tore für Ademar León: Stranovsky 7/1, Andreu 6, Cutura 5, Montoro 3, Baena 3/1, Gonzalez 1, Goni 1, Ruesga 1, Ferrer 1
THW Kiel: Andersson 6, Ilic 6, Jicha 6/1, Ahlm 3, Lundström 2, Klein 2, Kubes 1, Zeitz 1, Narcisse 1
Zuschauer: 5500
Strafminuten: 2 / 8
Disqualifikationen: - / -
Tore Koper: Krivokapic 5/1, Skoko 4, Rapotec 4, Bombac 3, Poklar 2/1, Skube 2, Osmajic 1, Brumen 1, Dobelsek 1
Hamburg: Lackovic 5, Lindberg 4/3, Vugrinec 3, Jansen 3, Duvnjak 3, Flohr 2, Schröder 1, Bertrand Gille 1, Vori 1, Hens 1
Zuschauer: 3000
Strafminuten: 2 / 4
Disqualifikation: - / -
Tore Berlin: Jaszka (10), Christophersen (5), Petersson (4), Nincevic (4), Laen (3), Löffler (2), Stenbäcken (2), Spoljaric (1), Bult (1), Romero (1)
Madrid: Lazarov (6/1), Carnellas (5/1), Fernandez (5)
Zuschauer: 8682
| Heim | Gast | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
Chehovski Medve | - | Vive Kielce | 30:31 | |
Constanta | - | RK Cimos Koper | 25:27 | |
Kadetten Schaff | - | Osiguranje Zagreb | 27:28 | |
FC Barcelona | - | IK Sävehof | 36:24 | |
Pick Szeged | - | Reale Ademar | 31:35 | |
B. Sarajevo | - | Chambery S. | 18:25 | |
Atl. Madrid | - | MKB Veszprem KC | 37:28 | |
Bjerringbro-Silkeborg | - | Berlin | 25:30 | |
ORLEN Wisla Plock | - | St. Petersburg | 30:26 | |
Montpellier HB | - | Partizan Belgra | 36:27 | |
Hamburg | - | RK Metalurg Sko | 32:25 | |
Kiel | - | AG Kopenhagen | 28:26 | |