
Alle Krisensitzungen unter der Woche halfen nicht: Der VfL Gummersbach befindet sich in desolater Verfassung und zählt nach dem 25:40-Debakel bei N-Lübbecke zu den Abstiegskandidaten der Handball-Bundesliga. 2:12 Punkte stehen auf dem Konto des Altmeisters, während der TuS den dritten Saisonsieg feiern durfte. Schon in der Vorbereitungsphase hatte Gummersbach zweimal gegen den Kontrahenten den Kürzeren gezogen. Am Samstag lief es von Beginn an nicht besser. Mit sage und schreibe 11:0 zog Lübbecke bis zur 16. Minute davon! "Das war eine Katastrophe. Ich kann mich nicht erinnern, schon einmal mit 0:11 in eine Partie gestartet zu sein. Dafür kann man sich nur entschuldigen", so VfL-Akteur Kentin Mahe.
Bis zur Pause beim Stand von 10:21 aus Sicht der Bergischen sahen die Zuschauer in der Kreissporthalle zwar etwas Gegenwehr der Gäste, doch die Sache war gelaufen. Nicky Verjans war mit elf Volltreffern bester Akteur auf dem Feld. "Wir haben gespielt wie ein Junioren-Team, sogar schlechter", schimpfte TRainer Hasanefendic.
Mit Frisch Auf Göppingen war ein weiterer Traditionsklub alles andere als optimal gestartet. Eine Woche nach der katastrophalen Vorstellung in Hildesheim zitterten sich die Schwaben gegen Schlusslicht Hüttenberg zu einem 26:25-Erfolg. Eine positive Überraschung ist bislang die MT Melsungen, die ihren guten Lauf auch im Heimspiel gegen Neuling Bergischer HC fortsetzte und ein 33:29 einfuhr.
Vor 6419 Zuschauern in Magdeburg warfen Robert Weber (6) und Jure Natek (5) am Freitagabend die meisten Tore für den Gastgeber. Für die Löwen trafen Nationalspieler Uwe Gensheimer (9/3) und der ehemalige Magdeburger Karol Bielecki (7) am besten.
"Das Ergebnis spiegelt nicht den wahren Spielverlauf wider", sagte SCM-Manager Marc-Henrik Schmedt enttäuscht. Der SC Magdeburg musste zeitig einem Rückstand hinterherlaufen und erkämpfte sich erst beim 4:3 (7.) eine Führung. Die aber ging wieder verloren, beim 8:10 (19.) lag der Gastgeber erstmals mit zwei Toren im Hintertreffen.
Als die Löwen kurz vor der Pause mit fünf Treffern hintereinander auf 16:11 davonzogen, bahnte die Niederlage sich bereits an. 22 Fehlwürfe und 13 technische Fehler in 60 Minuten waren die Ursache für die deutliche Schlappe. "Wir haben ganz leichte Bälle im Angriff weggeworfen", monierte Kapitän Fabian van Olphen. Beim 15:23 (43.) durch Bielecki war die Partie gegen die Magdeburger entschieden.
Der TBV Lemgo war erst am Sonntag gefordert und zog erfolgreich nach. Dem Team von Trainer Dirk Beuchler setzte sich gegen den TSV Hannover-Burgdorf mit 37:34 (17:17) durch. Die Ostwestfalen legten nach der Pause vor 4212 Zuschauern in der Lipperlandhalle im zweiten Abschnitt eine Schippe drauf. Der diesmal im Rückraum eingesetzte etatmäßige Außen Florian Kehrmann und Avishay Smoler (beide 8 Tore) sorgten für den fünften Saisonsieg. Für die Gäste erzielten Morten Olsen (7) und Lars Lehnhoff (6) die meisten Tore.
Tore für TBV Lemgo: Kehrmann 8, Smoler 8, Schneider 7, Liniger 3/1, Patrail 3, Strobel 3, Theuerkauf 3, Bechtloff 2
TSV Hannover-Burgdorf: Olsen 7, Lehnhoff 6/1, Hallgrimsson 5, Jurdzs 5, Clößner 4, Svavarsson 3, Johannsen 2, Przybecki 1, Szücs 1
Zuschauer: 4212
Strafminuten: 6 / 12
Tore für SC Magdeburg: Weber 6, Natek 5, Tönnesen 3/2, van Olphen 3, Grafenhorst 2, Jurecki 2, Rojewski 2, Pajovic 1
Tore für Rhein-Neckar Löwen: Gensheimer 9/3, Bielecki 7, Groetzki 5, Lijewski 5, Gunnarsson 2, Schmid 1
Zuschauer: 6419
Strafminuten: 12 / 10
Disqualifikation: - / -
Tore für HSG Wetzlar: Friedrich 5/2, Harmandic 4/2, Müller 4, Valo 3, Jungwirth 2, Schmidt 2, Chalkidis 1, Kristjansson 1, Salzer 1
Tore für HBW Balingen-Weilstetten: Bürkle 5, König 5, Schlinger 4, Herth 3/1, Alvanos 2/1, Häfner 2, Ettwein 1, Wilke 1
Zuschauer: 3662
Strafminuten: 10 / 16
Disqualifikation: - / Häfner (60.)
Tore für TuS N-Lübbecke: Verjans 11, Tluczynski 6/2, Vukovic 6, Daniel Svensson 5, Niemeyer 5, Kristian Svensson 3, Løke 2, Remer 2
VfL Gummersbach: Zrnic 7/2, Pfahl 6, Mahé 3, Putics 3, Wiencek 3, Anic 2, Lützelberger 1
Zuschauer: 1817
Strafminuten: 10 / 8
Disqualifikation: - / -
Tore für MT Melsungen: Vasilakis 9, Karipidis 7, Allendorf 5/2, Månsson 5, Sanikis 4, Fahlgren 2, Hildebrand 1
Bergischer HC: Knudsen 8, Klev 5, Nippes 4, Pekeler 4, Reinarz 3/1, Wöss 3, Karason 1, Oelze 1
Zuschauer: 2122
Strafminuten: 10 / 10
Disqualifikation: - / -
Tore für Frisch Auf Göppingen: Haaß 5/1, Lobedank 5, Rnic 5, Mrvaljevic 4/2, Schöne 4, Oprea 1, Späth 1, Thiede 1
TV Hüttenberg: Billek 6, Weber 6, Gerlich 3, Laudt 3, Stefan Lex 2, Andreas Lex 1, Pausch 1, Roth 1, Scholz 1, Stock 1
Zuschauer: 4300
Strafminuten: 4 / 4
Disqualifikation: - / -
| Heim | Gast | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
Hamburg | - | Flensburg | 27:19 | |
Großwallstadt | - | Kiel | 25:32 | |
Hildesheim | - | Berlin | 27:31 | |
Wetzlar | - | Balingen | 23:23 | |
Magdeburg | - | Rhein-Neckar | 24:29 | |
N-Lübbecke | - | Gummersbach | 40:25 | |
Melsungen | - | Bergischer HC | 33:29 | |
Göppingen | - | Hüttenberg | 26:25 | |
Lemgo | - | Hannover | 37:34 | |
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | THW Kiel | 262:171 | 16:0 |
| 2 | ![]() | Füchse Berlin | 199:182 | 12:2 |
| 3 | ![]() | HSV Hamburg | 239:210 | 12:4 |
| 4 | ![]() | MT Melsungen | 213:188 | 11:3 |
| 5 | ![]() | Rhein-Neckar Löwen | 233:217 | 11:5 |
| 6 | ![]() | SC Magdeburg | 205:180 | 10:4 |
| 7 | ![]() | TBV Lemgo | 210:195 | 10:4 |
| 8 | ![]() | SG Flensburg-Handewitt | 182:186 | 10:4 |
| 9 | ![]() | HSG Wetzlar | 194:192 | 7:7 |
| 10 | ![]() | TuS-N-Lübbecke | 203:200 | 6:8 |
| 11 | ![]() | Frisch Auf Göppingen | 202:215 | 6:10 |
| 12 | ![]() | HBW Balingen-Weilstetten | 177:194 | 5:9 |
| 13 | ![]() | TSV Hannover-Burgdorf | 205:222 | 4:10 |
| 14 | ![]() | TV Großwallstadt | 181:198 | 4:10 |
| 15 | ![]() | Eintracht Hildesheim | 200:220 | 2:12 |
| 16 | ![]() | Bergischer HC | 182:220 | 2:12 |
| 17 | ![]() | VfL Gummersbach | 195:236 | 2:12 |
| 18 | ![]() | TV Hüttenberg | 161:217 | 0:14 |