Wiencek hatte sich laut THW-Manager Uli Derad per Handschlag auf einen Wechsel zur Saison 2012 geeinigt, vorher allerdings nicht mit dem VfL gesprochen. Daraufhin strich ihn Hasanefendic aus dem Kader. Besonders auf seinen Vorgänger auf der Trainerbank des VfL ist er nicht gut zu sprechen. "Gerade von Alfred Gislason bin ich enttäuscht. Er war ja auch mal beim VfL und weiß, was so ein junger Spieler für einen Verein wie unseren bedeutet."
Wiencek sitzt nun zwischen den Stühlen - und in der ersten Mannschaft nicht einmal mehr auf der Bank. Aktuell muss der hoch veranlagte 21-Jährige in der Oberligamannschaft ran, ihm droht nun diese Art der Unterforderung als permanenter Zustand. "Sollten wir uns mit dem THW auch im Sommer nicht einigen, wird er bis 2012 nur noch auf der Tribüne sitzen oder für die zweite Mannschaft auflaufen", stellte Hasanefendic klar.
Wenn Wiencek den Verein bereits im Sommer verlässt, könnte der VfL noch eine Ablösesumme erhalten. In Kiel ist man jedoch selbstbewusst. "Wir müssen nicht um die Erlaubnis des anderen Vereins betteln, ob wir mit dem Spieler über dessen Zukunft danach sprechen dürfen", hatte Derad den "Kieler Nachrichten" (Dienstag-Ausgabe) gesagt. Das letzte Wort im "Fall" Wiencek ist noch lange nicht gesprochen.
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