Die Rekordjäger aus Kiel wollten eigentlich Revanche nehmen für die Vorjahresniederlage, doch der große Nordrivale legte in München los wie die Feuerwehr und ließ lange Zeit nichts anbrennen. Schnell lagen die Hamburger 4:0 in Führung und ließen sich auch in der Folge nicht mehr den Schneid abkaufen. Die "Zebras" fanden erst spät zu ihrem Spiel.
"Ein Supergefühl, den Supercup gewonnen zu haben. Es ist immer toll, Kiel zu schlagen. Wir hatten die Überraschungsmomente auf unserer Seite", meinte Michael Kraus, spektakulärer Neuzugang des HSV. Kiels Torjäger Christian Zeitz stellte fest: "Unsere schlechte Torausbeute wurde bestraft." Für die Hamburger traf Hans Lindberg neun Mal. Für Kiel waren Filip Jicha (7) und Christian Zeitz (6) am erfolgreichsten.
Die 34. Bundesliga-Saison wird am Mittwoch mit der Begegnung zwischen HSG Wetzlar und der SG Flensburg-Handewitt offiziell eröffnet. Der HSV Hamburg greift erst am Samstag bei FA Göppingen ins Geschehen ein. Auf Kiel wartet am Sonntag die Pflichtaufgabe gegen Aufsteiger TSG Friesenheim.
Die beiden Supercup-Finalisten werden sich auch in der Liga wieder jagen. Verbal bringen sich die beiden Lager schon in Position. "Die Titelvergabe darf nur über den HSV gehen", sagt Hamburgs Trainer Martin Schwalb. Klare Worte fand auch Kiels Trainer Alfred Gislason: "Keine Bange, wir werden noch deutlich besser. Es muss immer unser Anspruch sein, um alle Titel mitzuspielen", sagt der Isländer.
Tore THW Kiel: Jicha 7/3, Zeitz 6, Reichmann 5, Palmarsson 3, Ilic 2/2, Ahlm 1, Klein 1, Lundström 1
HSV Hamburg: Lindberg 9/3, Vori 4, Bertrand Gille 3, Hens 3, Flohr 2, Kraus 2, Lackovic 2, Guillaume Gille 1, Marcin Lijewski 1
Zuschauer: 8000
Strafminuten: 8 / 4