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17.08.2010, 12:00

Entscheidung soll in den nächsten zwei Wochen fallen

Kommt es zu einem Prozess gegen Schwenker?

Zuletzt war es ruhig geworden um Uwe Schwenker und den angeblichen Manipulationsskandal. Nun kommt aber anscheinend wieder Bewegung in die laufenden Strafverfahren gegen ihn und den ehemaligen THW-Coach Noka Serdarusic. Laut Serdarusics Rechtsanwalt Erich Samson dürfte das Landgericht Kiel in den nächsten zwei Wochen darüber befinden, ob es zu einem Prozess gegen den ehemaligen Manager und den ehemaligen Trainer des THW Kiel kommt.

Uwe Schwenker
Wartet auf neue Entscheidungen des Landgerichts: Uwe Schwenker.
© imagoZoomansicht

"Ich rechne damit, dass das Gericht noch im August eine Entscheidung trifft, aber sicher ist das nicht", sagte Samson gegenüber der dpa. Am 29. Januar 2010 waren beide von der Staatsanwaltschaft Kiel wegen Untreue bzw. Beihilfe zur Untreue angeklagt worden. Schwenker steht zudem unter dem Verdacht, die Bilanz der THW Kiel Verwaltungsgesellschaft mbH nicht korrekt erstellt zu haben. Sein Anwalt Harald Riettiens wollte dazu keine Stellung beziehen. "Wir warten auf eine Entscheidung des Landgerichts", erklärte er.

Im Februar hatte Riettiens erklärt, die Anklage der Staatsanwaltschaft enthalte keine Substanz. Das Landgericht Kiel ließ sich ebenfalls nicht in die Karten schauen. "Eine Entscheidung über die Eröffnung eines Verfahrens ist noch nicht gefallen", sagte Sprecherin Susanne Bracker.

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Am 28. Februar 2009 waren massive Manipulationsvorwürfe öffentlich geworden. Dabei ging es im wesentlichen um das Finalrückspiel in der Champions League des Jahres 2007, das der THW gegen die SG Flensburg-Handewitt mit 29:27 gewann. Schwenker und Serdarusic sollen damals über den kroatischen Spielervermittler Nenad Volarevic rund 90 000 Euro an die polnischen Schiedsrichter Miroslav Baum/Marek Goralczyk zwecks Manipulation gezahlt haben. Auch andere Spiele des THW Kiel in der Champions League sollen durch Schiedsrichterbestechung manipuliert worden sein.

Sowohl Schwenker als auch Serdarusic haben die Vorwürfe seit jeher bestritten. Publik gemacht wurden die Vorwürfe, nachdem der THW Serdarusic im Juni 2008 vorzeitig freigestellt hatte. Der Coach wollte anschließend zum Ligakonkurrent Rhein-Neckar Löwen wechseln. Dort soll er aber den Funktionären zahlreiche Details über die Manipulationen verraten haben. Serdarusic wurde nicht verpflichtet. Das jedenfalls sagten Löwen-Manager Thorsten Storm und Löwen-Gesellschafter Jesper Nielsen als Zeugen bei der Staatsanwaltschaft aus. Bereits im Sommer 2007 soll sich Schwenker auf der Finca des HSV-Präsidenten Andreas Rudolph mit den Manipulationen gebrüstet haben, wie weitere Zeugen bestätigten, andere Zeugen indes verneinten.

17.08.10
 
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