Ein Treffen von Vereinsvertretern und dem vorläufigen Insolvenzverwalter Volkhard Frenzel brachte am Donnerstag das ernüchternde Ergebnis: Das finanzielle Loch ist zu groß, eine Fortführung des Profi-Handball-Sports in Delitzsch somit nicht mehr möglich. "Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Erfordernisse und des Insolvenzrechts ist mit dem vorgesehenen Kostenblock auch bei weiteren Einsparungen der Spielbetrieb auf dem erforderlichen Niveau nicht aufrecht zu erhalten", erklärte Frenzel in einer Pressemitteilung.
Inzwischen wird von Altverbindlichkeiten in Höhe von 800.000 Euro gesprochen. "Uns wurde gesagt, dass es aussichtslos ist, weil wir die nächste Saison nicht mehr abwickeln können", sagte Alexander Pietzsch der Nachrichtenagentur dpa.
Die Vorzeichen standen schon seit Wochen schlecht. Die Lizenz wurde erst nach mehreren Anläufen und mit strengen Auflagen erteilt. Am Mittwoch war Präsidentin Christine Borrmann nach massivem Druck der Mannschaft zurückgetreten. Die Spieler, die in der vergangenen Saison mit Platz fünf ein sportliches Achtungszeichen gesetzt hatten und nun die Qualifikation für die eingleisige 2. Bundesliga anpeilen wollten, warten noch immer auf die Gehälter von April, Mai und Juni. Für den Juli wurde ein Abschlag gezahlt.
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