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05.06.2010, 16:22

Großwallstadt erreicht Europapokalplatz

Kiel ist Meister

Es sollte ein Jahr des Umbruchs werden, doch der ist dem THW Kiel perfekt gelungen. Der Champions-League-Sieger, dem beim TV Großwallstadt ein Punkt zum Titel gereicht hätte, sorgte beim 27: 24 (14:9) früh für klare Verhältnisse und schaffte als erster Verein das Kunststück, sechs Mal in Folge Meister zu werden. Während Hamburgs 35:25 (18:13)-Erfolg bei Balingen-Weilstetten bedeutungslos war, sicherte sich Großwallstadt dank der besseren Tordifferenz gegenüber Berlin den letzten Europacup-Platz.

Filip Jicha
Auch auf dem Weg zur deutschen Meisterschaft nicht zu halten: Kiels Filip Jicha.
© imagoZoomansicht

Den HSV geschlagen, Ciudad Real geschlagen, den FC Barcelona geschlagen - der THW Kiel hat in den vergangenen zwei Wochen die Creme de la Creme des europäischen Handballs bezwungen. Am letzten Spieltag hieß der Gegner also TV Großwallstadt. Doch die Hamburger Hoffnungen, die "Zebras" könnten den Gegner unterschätzen und die Meisterschaft doch noch verspielen, erwiesen sich schnell als unbegründet. Die Schützlinge von Coach Alfred Gislason ließen sich von einem 0:4-Fehlstart nicht verunsichern, traten konzentriert auf und hatten zur Pause bei fünf Toren Vorsprung (14:9) bereits mehr als nur eine Hand an der Schale.

Nach der Pause konnte Großwallstadt das Duell in der Aschaffenburger Frankenstolz-Arena zwar offener gestalten, die Meisterschaft geriet für den THW aber zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr.

Deutscher Meister: THW Kiel.
Der THW Kiel kommt aus dem Feiern nicht mehr heraus. Nach der Champions League gewannen die "Zebras" nun auch die Meisterschaft.
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"Das war ein sehr schweres Spiel. Dass wir das in dieser Saison noch umgebogen haben, ist unglaublich", sagte Nationalspieler Dominik Klein: "Wir haben eine unfassbare Saison gespielt. Ich kann es noch gar nicht glauben, dass wir vor einer Woche die Champions League und heute die Meisterschaft gewonnen haben", stimmte Filip Jicha ein.

Ein einziges Tor entscheidet Kampf um Platz acht

So rückte die geklärte Titelfrage mit zunehmender Spieldauer fast in den Hintergrund, um dem spannenden Fernduell zwischen dem TVG und den Füchsen Berlin um den zur EHF-Cup-Teilnahme berechtigenden Rang acht Platz zu machen. Weil der Hauptstadtklub in Gummersbach mit 27:29 (13:14) unterlag, rettete Großwallstadt den minimalen Vorsprung von einem Tor über die Ziellinie, verhinderte so Entscheidungsspiele und feierte nach dem Schlusspfiff mindestens so ausgelassen wie die siegreichen Kieler.

Auf dem Kieler Rathausplatz ist alles angerichtet

THW zum sechsten Mal in Folge Meister
Kiel macht das halbe Dutzend voll
Tiedtke gegen Narcisse
Die letzte Hürde

Noch ein Punkt brauchte der THW Kiel, um sich die sechste deutsche Meisterschaft in Folge zu sichern. Für die Zebras ging es nach Aschaffenburg zum TV Großwallstadt. Und die Mainfranken zeigten gehörigen Einsatz.
© imago

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Auf dem Rathausplatz in Kiel war bereits alles für die Feierlichkeiten eingerichtet. Knapp 20.000 THW-Fans hatten in Kiel bei der "Champions-Party 2010" die Live-Übertragung der Begegnung auf dem Rathausplatz verfolgt, ab 19 Uhr soll dann die große Double-Party steigen. Gegen 21.45 Uhr wird die Mannschaft mit einem Autokorso auf dem Rathausplatz eintreffen. "Wer die letzten fünf Jahre miterlebt hat, weiß, was auf uns zukommt", sagte Klein. Die Spieler waren drei Tage nach dem Champions-League-Triumph von Köln bereits beim 32:21 gegen Balingen am Mittwoch mit stehenden Ovationen empfangen worden.

Hamburg hofft vergeblich auf das Wunder

Die Hamburger, die ihre Hausaufgaben in Balingen problemlos erfüllten und glatt mit 35:25 (18:13) gewannen , hofften vergeblich auf ein Wunder. Doch daran glaubten die Hanseaten, die die Tabellenspitze durch die 31:33-Niederlage im direkten Duell mit dem THW vor zwei Wochen verloren hatten, schon im Vorfeld nicht wirklich. "Ich gehe nicht davon aus, dass sich Kiel das noch nehmen lässt", sagten HSV-Präsident Andreas Rudolph und Kapitän Guillaume Gille unisono vor dem letzten Spieltag. Sie sollten Recht behalten.

"Das war eine spannende Saison mit vielen Highlights", erklärte der Hamburger Trainer Martin Schwalb: "Wir können auf unsere Leistung stolz sein. Das war die beste Saison in der Geschichte des HSV, aber wenn man vier Monate Tabellenführer ist, will man auch deutscher Meister werden." Nationalspieler Torsten Jansen trug den zweiten Platz mit Fassung. "Darauf waren wir vorbereitet", sagte er. "Am Ende haben wir die Meisterschaft in Heimspiel gegen Kiel verspielt", meinte Nationaltorhüter Johannes Bitter, gab aber zu: "Ich bin schon ein wenig traurig."

Der HSV musste kurz vor dem finalen Showdown zudem weitere Rückschläge hinnehmen. Rechtsaußen Stefan Schröder erlitt im letzten Heimspiel gegen Hannover-Burgdorf einen Kreuzbandriss und fällt mindestens vier Monate aus. Zudem scheint es Probleme bei der Verpflichtung von Nationalspieler Michi Kraus zu geben, dessen Wechsel vom TBV Lemgo nach Hamburg eigentlich am Donnerstag verkündet werden sollte. Immerhin konnten die Hanseaten die Vertragsverlängerung von Pascal Hens bis 2015 vermelden.

Stefan Schröder (HSV Hamburg)
Vom Pech verfolgt: Stefan Schröder zog sich einen Kreuzbandriss zu.
© picture alliance

Löwen krallen sich Platz vier

Eine letzte Entscheidung fiel im Kampf um Platz vier, der zur Teilnahme am Wildcard-Turnier zur Champions League berechtigt. Frisch Auf Göppingen verspielte seine hervorragende Ausgangsposition vor dem abschließenden Spiel in Lemgo mit der 22:32-Pleite in Gummersbach. So saßen die Rhein-Neckar Löwen am längeren Hebel und packten die Chance beim Schopf. Die Badener schlugen die HSG Wetzlar glatt mit 36:27 (17:17) und hielten sich Gummersbach so erfolgreich vom Leib.

Im Tabellenkeller waren die Verhältnisse schon vor dem letzten Spieltag geklärt. Düsseldorf, das 35:32 (16:14) in Dormagen gewann, und Minden (25:32 gegen Magdeburg) steigen ab, Dormagen kämpft in der Relegation um den Klassenerhalt.

 

Livescores

Beginn Heim   Gast Erg.
18.12. 18:00 - -:-
 
18.12. 19:00 - -:-
 
19.12. 19:00 - -:-
 
20.12. 19:00 - -:-
 
- -:-
 
- -:-
 
- -:-
 
21.12. 19:15 - -:-
 
21.12. 20:00 - -:-
 
22.12. 19:00 - -:-
 

Schlagzeilen

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