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21.03.2010, 19:40

Überblick: Gummersbach siegt ganz knapp

Bitter hält nach großer Hektik

Ein Fernduell zieht die geballte Aufmerksamkeit in der Handball-Bundesliga auf sich: HSV Hamburg gegen THW Kiel - der Spitzenkampf geht in die nächste Runde. Die Hanseaten hielten sich in einer hektischen Partie gegen Lemgo dank eines 32:31 schadlos. Die "Zebras" sind am Wochenende spielfrei. Zum Spieltagsauftakt verlor Düsseldorf gegen Berlin. Am Sonntag gewann Gummersbach ein spannendes Altmeisterduell beim TV Großwallstadt.

Hamburgs Torhüter Johannes Bitter
Kühlen Kopf bewahrt: Hamburgs Torhüter Johannes Bitter hielt dem Druck nach den Time-Out-Diskussionen stand.
© imagoZoomansicht

Beinahe wäre der TBV Lemgo auch für den HSV Hamburg zum Stolperstein geworden. Vor 13.171 Zuschauern in der ausverkauften Color-Line-Arena - darunter auch die Fußballer des FC Schalke 04 - gewannen die Hanseaten nur denkbar knapp mit 32:31 (17:10). Die Ostwestfalen, die zuletzt den THW Kiel 32:30 geschlagen hatten, verschliefen die erste Hälfte komplett, fanden aber zurück ins Spiel und gestalteten die Partie bis zum Schlusspfiff offen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit verkürzte Lemgo zunächst auf 14:17 (34.), dann folgten drei Tore von Domagoj Duvnjak - 20:14 (36.). In der Endphase war Lemgo wieder hellwach, eine umstrittene Entscheidung führte jedoch die Schwalb-Truppe in der entscheidenden Phase auf die Siegerstraße. Krzysztof Lijewski traf wenige Sekunden vor Schluss, TBV-Trainer Volker Mudrow hatte die grüne Karte zur Auszeit zu spät geworfen. Die Schiedsrichter Lars Schaller und Sebastian Wutzler erkannten das HSV-Tor nach Rücksprache mit dem Kampfgericht an. Mann des Abends wurde dann HSV-Keeper Johannes Bitter, der in der letzten Sekunde gegen Rolf Hermann parierte. Beste Werfer waren Hans Lindberg (6/3) und Blazenko Lackovic (6) für den HSV sowie Jens Bechtloff (8) für Lemgo.

Die "Zebras" aus Kiel kämpfen erst am kommenden Mittwoch zum Auftakt der 25. Runde bei Frisch Auf Göppingen wieder um Punkte.

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Göppingen zieht an Flensburg vorbei

An der SG Flensburg-Handewitt vorbei auf Platz drei schob sich Frisch Auf Göppingen, das sich beim 36:34 bei TuS N-Lübbecke allerdings sehr schwer tat. Balingen verließ durch das 29:21 gegen Schlusslicht Minden die Abstiegsränge. Leidtragender war Dormagen, das in Melsungen mit 31:36 unterlag und nun auf dem Relegationsplatz steht.

Düsseldorf verliert weiter

Es wurde nichts aus dem Düsseldorfer Befreiungsschlag. Die HSG musste gegen die Füchse aus Berlin die fünfte Niederlage in Folge quittieren. Zum Auftakt des 24. Spieltags verlor das Suton-Team mit 22:29 (9:12). Die Entscheidung fiel kurz nach Wiederanpfiff. Die Füchse setzten sich auf 16:10 ab, Düsseldorf war nicht mehr in der Lage zu kontern. Bester Werfer der Berliner war Mark Bult mit zehn Toren. Mit 9:39 Punkten liegt Düsseldorf weiter auf dem 17. Tabellenplatz, Berlin (26:24) liegt im Mittelfeld.

Die HSG Wetzlar setzte sich indes 21:19 (8:8) gegen den SC Magdeburg durch. Die Hessen lagen acht Minuten vor Schluss mit vier Toren vorne, doch die Gäste kamen noch einmal auf 19:20 heran. Für die Entscheidung sorgte Wetzlars bester Werfer Sven-Sören Christophersen (9) mit dem Tor zum Endstand.

Sonntag: Gunnarsson zeigt seine Klasse

Zum Abschluss des Bundesliga-Wochenendes wurde noch zweimal am Sonntag gespielt. Dabei hatten zunächst die Rhein-Neckar Löwen gegen die bisher so auswärtsschwache TSV Burgdorf mehr Probleme als erwartet, mit Glück wurde trotz Pausenrückstands (16:18) noch ein ganz knapper 27:26-Heimsieg daraus.

Zu guter Letzt gewann Gummersbach das Altmeisterduell beim TV Großwallstadt mit 26:25 (14:14). In einem ganz engen Spiel zeigte Robert Gunnarsson, der den VfL zum Saisonende in Richtung Rhein-Neckar Löwen verlassen wird, noch einmal seine Klasse, indem er mit drei Toren eine spannende Schlussphase entschied. Es ging 60 Minuten lang eng zu, zu keinem Zeitpunkt führte ein Team mit mehr als zwei Toren Vorsprung. Die Gastgeber hatten in Michael Spatz zwar den erfolgreichsten Werfer der Partie (acht Tore), standen aber am Ende mit leeren Händen da und mussten die Gummersbacher in der Tabelle vorbeiziehen lassen.

21.03.10
 
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