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15.03.2010, 12:29

Länderspiele gegen Schweiz mit Preiß und Hens

Brand verzichtet auf den Umbruch

Das schlechte Abschneiden der deutschen Handball-Nationalmannschaft in Österreich steckt wohl allen Beteiligten noch in den Köpfen. Doch nach der EM ist nun mal eben auch vor der WM - und viel Zeit bleibt nicht mehr, um sich auf die Qualifikationsspiele gegen Griechenland vorzubereiten. Die ersten Tests für das Team des keinesfalls amtsmüden Bundestrainers Heiner Brand stehen am Dienstag und Mittwoch gegen die Schweiz an.

Heiner Brand
Das Grübeln hat ein Ende: Heiner Brand tritt als Bundestrainer wieder in Aktion.
© imagoZoomansicht

Der Weltmeister von 2007 ist zunächst bei den Eidgenossen in Aarau (20 Uhr) gefragt, einen Tag später treffen dieselben Mannschaften in Stuttgart (20.15 Uhr) erneut aufeinander. Vergessen soll sie dann sein, die "Schmach von Innsbruck". Noch nie war eine deutsche Mannschaft bei einer EM schlechter platziert, letztlich stand Platz zehn zu Buche. "Für mich ist der Reiz durch das schlechte Abschneiden noch größer geworden, diese Mannschaft auf ihrem Weg zu Olympia 2012 in London weiterhin zu formen und zu fördern", sagte Brand: "Mir macht die Arbeit immer noch sehr viel Spaß, denn diese Jungs sind sehr motiviert."

Hoffentlich auch am 12. und 19. Juni, wenn es gegen Griechenland in die WM-Play-offs geht. "Das wird kein Selbstläufer", sagt Brand. "Das Gute an der EM war, dass alle gesehen haben, dass wir uns auch über Siege gegen die vermeintlich Kleinen freuen müssen."

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Personeller Rundumschlag bleibt aus

Vom 16-köpfigen EM-Kader sind für die Spiele gegen die Schweiz nur neun Mann übrig geblieben - ein Neuanfang? Mitnichten. Für Brand ist das schlechte Abschneiden beim Kontinentalturnier kein Grund, einen personellen Rundumschlag auszuführen. "Die Spieler, die jetzt fehlen, gehören weiterhin zu unserem Kader. Ich möchte bei dieser Gelegenheit auch mal andere Spieler testen. In der Entwicklung einer Mannschaft ist es ganz normal, nach Alternativen zu suchen", sagte Brand. Einen allzu großen Umbruch werde es bis Olympia ohnehin nicht mehr geben.

Hens und Preiß sind zurück

Wieder mit von der Partie sind Pascal Hens und Sebastian Preiß, die in Österreich fehlten. "Man hat dort gesehen, wie wichtig sie für uns sind", sagte Abwehrchef Oliver Roggisch von den Rhein-Neckar Löwen. Ganz knapp verpasste Matthias Flohr den Sprung auf den EM-Zug, der Hamburger erhält genauso eine Chance wie Jacob Heinl (Flensburg) und Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen). Fehlen wird der während der EM kritisierte Michael Kraus, der sich erst kürzlich wieder fit meldete und geschont wird. "Ich habe absolut keinen Grund, mir über seine Führungsrolle oder über sein Kapitänsamt Gedanken zu machen", sagte der Bundestrainer dem Reutlinger General-Anzeiger.

Alle Spieler im Porträt
Der deutsche EM-Kader
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft
Sie sollen's richten!

Vom 19. bis zum 31. Januar findet die Handball-Europameisterschaft in Österreich statt. Beim letzten Kontinentalwettbewerb 2008 in Norwegen scheiterte das DHB-Team erst im Halbfinale am späteren Titelträger Dänemark (25:26). Nach der deutlichen 26:36-Niederlage gegen Frankreich erreichte das Brand-Team letztlich Platz vier. Machen's diese Jungs es besser? kicker online stellt den EM-Kader vor. (Länderspiele, Stand: 14. Januar 2009)
© picture alliance

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Bevor es gegen die Hellenen ernst wird, wird das DHB-Team beim Vier-Nationen-Cup in Norwegen (15. bis 17. April) weiter testen. Dort startet neben der A-Auswahl auch eine ganz junge deutsche B-Nationalmannschaft. Brand: "Es ist schon lange unser Wunsch, uns breiter aufzustellen und den Auswahlkandidaten möglichst früh viel internationale Spielpraxis zu ermöglichen."


Das deutsche Aufgebot:

Tor: Johannes Bitter (HSV Hamburg, 126/2), Silvio Heinevetter (Füchse Berlin, 34/-), Carsten Lichtlein (TBV Lemgo, 118/1)

Feld: Pascal Hens (HSV Hamburg, 164/488), Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen, 33/106), Dominik Klein (THW Kiel, 105/207), Martin Strobel (TBV Lemgo, 43/59), Sebastian Preiß (TBV Lemgo, 120/303), Jacob Heinl (SG Flensburg-Handewitt, 1/3), Matthias Flohr (HSV Hamburg, 5/6), Holger Glandorf (TBV Lemgo, 119/424), Steffen Weinhold (TV Grosswallstadt, 9/13), Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen, 4/8), Christian Sprenger (THW Kiel, 59/120), Lars Kaufmann (FA Göppingen, 91/230), Michael Haaß (FA Göppingen, 53/62)

15.03.10
 
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