Stochl war 2006 aus Frankreich nach Berlin gewechselt und stieg mit den Füchsen gleich aus der Zweiten Liga Nord in die Bundesliga auf. In den ersten beiden Jahren im Oberhaus war er bei den Hauptstädtern die unangefochtene Nummer eins zwischen den Pfosten. In der laufenden Saison sah er sich dann mit einer neuen Situation konfrontiert, weil er hinter Neuzugang Silvio Heinevetter, dem aus Magdeburg gekommenen deutschen Nationaltorhüter, deutlich weniger Einsatzzeit erhielt.
Stochl überzeugte weiterhin. Bei den wichtigen Heimsiegen gegen die Rhein-Neckar Löwen und den VfL Gummersbach stand er von Beginn an im Tor und avancierte prompt zum Matchwinner. "Petr Stochl ist eine Identifikationsfigur für die Mannschaft und das Umfeld, er übernimmt Verantwortung und ist mit Herz und Seele ein Fuchs", erklärte Hanning: "Eine Vertragsverlängerung um sechs Jahre ist im Handball ungewöhnlich, aber wir wollten gemeinsam mit Petr ein Zeichen setzen."
Für den Torhüter selbst war das Umfeld ein wichtiger Grund für die Verlängerung. "Ich habe von allen Seiten Unterstützung bekommen. Der Präsident, der Trainer und der Geschäftsführer, alle wollten, dass ich in Berlin bleibe", berichtet Stochl. Auch von Seiten der Fans habe es viel Zuspruch gegeben.
"Man weiß nie was passiert, aber ich gehe auf jeden Fall davon aus, dass ich meine Karriere in Berlin beende, das ist meine zweite Heimat", meint Stochl und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: "Das muss nicht zwingend schon in sechs Jahren sein." Im April wird Stochl 34 Jahre alt, bei Vertragsende wäre er 40.
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