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02.03.2010, 21:52

VfL erobert die Color-Line-Arena

Gummersbach zerlegt den HSV

Der VfL Gummersbach hat in der Handball-Bundesliga am Dienstagabend für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Beim seit November in der Liga unbezwungenen Spitzenreiter HSV Hamburg gewannen die Oberbergischen auch in dieser Höhe verdient mit 39:31. Während der VfL auf Europacupkurs bleibt, mussten die Hanseaten im Titelrennen einer herben Rückschlag hinnehmen und hat nun einen Minuspunkt mehr auf dem Konto als der THW Kiel.

Drago Vukovic (VfL Gummersbach)
Verkehrte Welt in Hamburg: Drago Vukovic und der VfL Gummersbach siegten beim Tabellenführer.
© imagoZoomansicht

VfL-Coach Sead Hasanafendic ließ sein Team in Hamburg mit einer offensiven 3:3-Deckung agieren. Ein meisterhafter Schachzug, denn der HSV fand vor heimischer Kulisse nicht zu seinem Spiel und präsentierte sich ungewohnt verunsichert. Schon in der ersten Hälfte lag der Spitzenreiter zwischenzeitlich mit drei Toren hinten (10:13). In doppelter Überzahl glich der Favorit kurz vor der Pause aber wieder aus. Mit dem 17:17 waren die Hamburger gut bedient.

Handball-Bundesliga

Auch HSV-Coach Martin Schwalb versuchte sich nach dem Wechsel mit einem Griff in die taktische Trickkiste: Schon zu Beginn des zweiten Durchgangs agierte Pascal Hens auf Kosten des Torhüters als siebter Feldspieler. Eine Maßnahme, die komplett nach hinten los ging. Ein ums andere Mal verloren die Hamburger in der Offensive den Ball, und die Gummersbacher trafen ins leere Tor.

HSV in der zweiten Hälfte völlig von der Rolle

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Während die Hamburger mit zunehmender Spieldauer völlig den Faden verloren, gelang dem VfL gegen einen vor allem in der Defensive desolaten Spitzenreiter fast alles. Angeführt vom überragenden Vedran Zrnic (zwölf Treffer) setzten sich die Oberbergischen Tor für Tor ab. Die Zuschauer in der Color-Line-Arena trauten ihren Augen nicht. Sechs Minuten vor Schluss traf der starke VfL-Keeper Goran Stojanovic mit einem Wurf ins wieder einmal verwaiste HSV-Tor zum 33:25!

Neben Zrnic glänzten bei den Gummersbachern auch der Kroate Drago Vukovic mit sieben Treffern sowie Adrian Pfahl und Neuzugang Christoph Schindler (beide sechs). Beim HSV hielt Toptorjäger Hans Lindberg (11) vergeblich dagegen.

Gummersbach verbesserte sich durch das Husarenstück auf Platz sieben und hat weiterhin gute Aussichten auf einen Europacupplatz. Der HSV (39:5 Punkte) bleibt zwar trotz der Niederlage Tabellenführer, hat nun jedoch einen Minuspunkt mehr auf dem Konto als der THW Kiel (36:4), der zwei Spiele weniger absolviert hat. Die Kieler, die am Mittwoch Minden empfangen, müssen in acht Tagen in Gummersbach antreten, wo sie Anfang des Jahres im DHB-Pokal eine 28:35-Pleite kassiert hatten.


HSV Hamburg - VfL Gummersbach 31:39 (17:17)

Tore für HSV Hamburg: Lindberg 11/4, Krzysztof Lijewski 5, Vori 4, Duvnjak 3, Guillaume Gille 3, Hens 2, Flohr 1, Jansen 1, Marcin Lijewski 1
VfL Gummersbach: Zrnic 12/6, Vukovic 7, Pfahl 6, Schindler 6, Gunnarsson 4, Wagner 2, Stojanovic 1, Szilagy 1
Zuschauer: 8855
Strafminuten: 8 / 12

02.03.10
 
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