So richtig glatt ging die Partie für den HSV gegen Handbold Kopenhagen zunächst nicht über die Bühne. Die Hanseaten, ohne die verletzten Außenspieler Torsten Jansen (Muskelfaserriss) und Stefan Schröder (Mittelhandbruch), starteten mit Anlaufschwierigkeiten in ihr vorletztes Gruppenspiel, zur Pause lagen sie sogar mit 14:15 gegen die Dänen zurück. "Die erste Halbzeit war in der Palette an Dingen, die wir gezeigt haben, nicht optimal. In der Abwehr haben wir Kreuzungen und zu viele leichte Anspiele zugelassen", so Trainer Martin Schwalb.
Dem Tabellenführer der HBL gelang es jedoch, sich zu steigern. Bis Mitte der zweiten Hälfte hatte sich die Schwalb-Truppe einen 26:22-Vorsprung erarbeitet (49.), zog drei Minuten später dank des starken Rückraums um Marcin Lijewski und Pascal Hens sogar auf 29:22 davon. Kopenhagen, mit dem dänischen Weltklassekeeper Kasper Hvidt im Tor, war geschlagen, mit 33:25 (14:15) behielt der Bundesligist die Oberhand.
Hamburgs Schlussmann Per Sandström überzeugte im HSV-Tor, auch Jansen-Vertreter Matthias Flohr (sechs Tore) erwischte einen guten Tag. Bei Kopenhagen gefiel der frühere Flensburger Erlend Mamelund mit sieben Treffern. Im abschließenden Gruppenspiel muss der HSV (14:4 Punkte) am 7. März (18.00 Uhr) zum Tabellen-Dritten Croatia Zagreb (12:4) reisen und seinen zweiten Platz verteidigen. BM Ciudad Real (16:0 Punkte) ist nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.
Die 10.250 Zuschauer in der Sparkassen-Arena sahen eine einseitige Partie. Sie werden es verschmerzt haben, waren doch die Zebras deutlich dominierend. Das Team des ehemaligen schwedischen Nationaltrainers Ingemar Linnell fand kein Mittel gegen die engagierten Zebras, bereits nach der ersten Hälfte stand es 20:10 für die Hausherren, wobei Christian Zeitz, Dominik Klein und Christian Sprenger herausragten. Trainer Alfred Gislason wechselte nach der Pause kräftig durch, der Sieg geriet dennoch zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.
Konkurrent Barcelona gewann am Sonntag bei Reale Ademar mit 37:27 (20:12) und ist in der Tabhelle damit wieder an Kiel vorbeigezogen. Am letzten Gruppenspieltag geht es für die Katalanen nach Kolding.
Kiel tritt in seiner letzten Begegnung am 7. März (15.45 Uhr) gegen den mazedonischen Vertreter HC Vardar PRO Skopje an. Da die Zebras den zweiten Platz bereits sicher haben, ist ihnen das Heimrecht im Achtelfinal-Rückspiel nicht mehr zu nehmen.
Tore HSV Hamburg: Flohr 6/2, Marcin Lijewski 5, Lindberg 5/3, Krzysztof Lijewski 4, Vori 3, Hens 3, Duvnjak 3, Guillaume Gille 3, Lackovic 1
FC Kopenhagen: Mamelund 7, Boquist 5, Rajkovic 3, Atterhäll 3/2, Lindahl 2, Christensen 2, Koren 2, Overby 1
Zuschauer: 3742
Strafminuten: 10 / 8
Tore THW Kiel: Ilic 9/4, Anic 5, Andersson 4, Zeitz 4, Sprenger 3, Klein 3, Palmarsson 3, Jicha 3/1, Lund 2, Ahlm 2
Kolding IF: Karlsson 5/2, Spellerberg 4, Sarup 4, Hansen 4, Jensen 2, Pedersen 2, Nielsen 1, Mikkelsen 1
Zuschauer: 10 250 (ausverkauft)
Strafminuten: 6 / 8
| Zeit | Sender | Sendung |
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