Der HSV Hamburg bleibt in der Champions League weiter auf Kurs in Richtung Achtelfinale. Die Hanseaten kamen am Donnerstag im Gruppenspiel gegen den Tabellenletzten der Gruppe C Fyllingen Handball (Norwegen) zu einem klaren 37:21 (17:13)-Sieg. Spielerisch überzeugen konnte der HSV trotz des klaren Resultats lange nicht. Den Hamburgern gelang der Triumph dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang.
In der ersten Halbzeit häuften sich bei den Gastgebern unnötige Fehler sowie zahlreiche Unkonzentriertheiten, was dazu führte, dass die international höchstens zweitklassigen Norweger das Match ausgeglichen gestalten konnten. Nach der Pause änderte sich das jedoch, und der HSV fuhr einen standesgemäßen Sieg ein. Vor 2466 Zuschauen waren in der Sporthalle Hamburg HSV-Linksaußen Hans Lindberg (11/3) sowie Svend Magnus Pettersen (10/3) für die Norweger am effektivsten.
Dabei hatten die Norddeutschen nach der Galavorstellung beim 48:17-Hinspielerfolg, dem höchsten Sieg in der Vereinsgeschichte, sogar mit einem neuen Torrekord geliebäugelt. Am Ende dürfte Trainer Martin Schwalb wohl nur mit der Punktausbeute zufrieden gewesen sein.
Die SG Flensburg-Handewitt besiegte im Achtelfinal-Hinspiel des EHF-Cups in der Campushalle Istres Quest Provence HB aus Frankreich mit 34:23 (16:12). Bester Werfer dabei war Anders Eggert mit neun Treffern, für die Südfranzosen waren gleich drei Spieler je viermal erfolgreich. Das Rückspiel geht am 21. Februar in Frankreich über die Bühne.
Gegen den Tabellen-Achten der französischen Liga kam die SG vor rund 2500 Zuschauern zunächst nur schwer in Tritt und geriet schließlich mit 1:3 in Rückstand, doch dann fingen sich die Gastgeber und kamen ins Rollen. Nach zehn Minuten waren sie dann klar tonangebend, vor allem die mittlerweile starke Defensive des Bundesligisten brachte die Franzosen ein ums andere Mal zur Verzweiflung. Kurz vor der Halbzeit klappte es darüber hinaus in der Offensive, so dass sich die SG zur Pause mit 16:12 absetzte.

Nach dem Seitenwechsel legte das Team von SG-Trainer Per Carlén eine Schippe drauf und zog auf 21:12 davon. Istres konnte dem Tempo der Flensburger inzwischen nicht mehr folgen, ferner machte SG-Torhüter Johan Sjöstrand viele Chancen der Franzosen zunichte.
Nach 51 Minuten gab schließlich der 19 Jahre alte Neuzugang Petar Djordjic, der in der Europameisterschafts-Pause vom Ligakonkurrenten HSG Wetzlar nach Flensburg gekommen war, sein Debüt. In dieser Phase tat der Bundesligist aber nicht mehr als notwendig und brachte den Erfolg clever in trockene Tücher.
HSV Hamburg: Lindberg 11/3, Flohr 4, Vori 4, Krzysztof Lijewski 3, Duvnjak 2, Jansen 2, Lackovic 2, Schulze 2, Marcin Lijewski 2, Hens 2, Schliedermann 2, Guillaume Gille 1
Fyllingen HB: Pettersen 10/3, Tangen 4, Pettersson 3, Gjeltrem 2, Rykkje 1, Rasmussen 1
Zuschauer: 2466
Strafminuten: 4 / 8
Tore für SG Flensburg-Handewitt: Eggert 9/2, Carlén 8, Petersson 4, Mogensen 4, Fahlgren 3, Boesen 3, Karlsson 2, Heinl 1
Istres HB: Cismondo 4, Diaw 4, Di Salvo 4, Derbier 3, Tourraton 2, Tablon 2, Keller 1, Loutoufi 1, Gomis 1, Alouini 1
Zuschauer: 2500
Strafminuten: 4 / 8
Disqualifikation: - / -
| Zeit | Sender | Sendung |
|---|---|---|
| 19:00 | SKYS1 | X-treme |
| 19:00 | SKYBU | Fußball: Bundesliga |
| 19:30 | SKYS1 | Fußball: DFB Pokal |
| 19:30 | SKYS2 | Tennis: Wimbledon |
| 20:10 | SP1 | FIFA WM |