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10.02.2010, 22:47

Göppingen patzt in Hannover

Kiel wieder in der Spur

Was für eine Pleite! Beim 28:35 in Gummersbach wurde der THW Kiel im Pokal-Viertelfinale phasenweise vorgeführt. Erstmals seit sieben Jahren findet das Final Four in Hamburg ohne die Zebras statt. In der Bundesliga wartete am Mittwochabend bei den Rhein-Neckar Löwen die nächste schwere Aufgabe, die jedoch gut gemeistert wurde. In einem weiteren Spiel leistete sich Frisch Auf Göppingen dagegen in Hannover einen Ausrutscher.

Filip Jicha setzt gegen Siarhei Harbok zum Wurf an.
Nicht zu halten: Kiels Filip Jicha setzt gegen Siarhei Harbok zum Wurf an.
© imagoZoomansicht

Drei Tage nach der unterirdischen Vorstellung von Gummersbach zeigte sich der THW Kiel im Topspiel in Mannheim gut erholt. Das Team von Trainer Alfred Gislason gewann bei den Rhein-Neckar Löwen knapp mit 23:22 (9:11) und verdrängte damit Dauerrivale HSV Hamburg vorerst auf den zweiten Platz.

Vor 13.200 Zuschauern in Mannheim lieferten sich der THW und die Löwen ein spannendes, wenn auch nur selten hochklassiges Duell, in dem sich keine der beiden Mannschaften absetzen konnte. In einer zerfahrenen Partie, in der den Löwen in den ersten elf Minuten kein Treffer gelang, waren beide Teams vorwiegend auf Einzelaktionen ihrer Stars angewiesen. Eine starke Vorstellung lieferte der Ex-Kieler Henning Fritz im Tor der Löwen ab. Von fünf Siebenmetern ließ er nur einen passieren. Der war dann jedoch entscheidend. 27 Sekunden vor dem Ende brachte Momir Ilic die Zebras per Strafwurf mit 23:22 in Führung und verhinderte damit einen weiteren Rückschlag. Denn die Löwen vergaben mit dem letzten Angriff die Chance zum Ausgleich. Harbok schloss zu überhastet ab und warf nur in den Block, auch einen direkten Freiwurf brachte er nicht im Tor unter.

Bester Werfer auf Seiten der Kieler war "Handballes des Jahres" Filip Jicha mit sieben Toren, bei den Gastgebern traf Uwe Gensheimer achtmal. "Die Enttäuschung ist natürlich groß, Kiel war absolut schlagbar, aber uns fehlen dann immer diese paar Prozent, um erfolgreich zu sein", meinte Fritz nach dem Spiel.

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Hannover-Burgdorf überrascht Göppingen

Im zweiten Spiel des Abends überraschte Aufsteiger TSV Hannover-Burgdorf Frisch Auf Göppingen und setzt sich mit 30:29 (14:17) durch. In Hannover reichten dem Tabellendritten aus Göppingen dabei auch zehn Tore von Nationalspieler Lars Kaufmann nicht zum Erfolg. Der Aufsteiger bot vor allem nach der Pause eine starke Vorstellung, insbesondere sorgte Torhüter Nenad Puljezevic für einige Glanzmomente. Winterzugang Torge Johannsen war mit acht Toren bester Werfer der Niedersachsen.


Statistik zu den Spielen

Rhein-Neckar Löwen - THW Kiel 22:23 (11:9)

Tore für Rhein-Neckar Löwen: Gensheimer 8/6, Stefansson 6, Grötzki 2, Harbok 2, Bielecki 1, Gudjonsson 1, Klimovets 1, Manojlovic 1
THW Kiel: Jicha 7, Andersson 3/1, Ilic 3/1, Sprenger 3, Ahlm 2, Zeitz 2, Klein 1, Lundström 1, Palmarsson 1
Zuschauer: 13200
Strafminuten: 4 / 4

TSV Hannover-Burgdorf - Frisch Auf Göppingen 30:29 (14:17)

Tore für TSV Hannover-Burgdorf: Johannsen 8, Friedrich 5, Bedzikowski 4, Jurdzs 4, Lehnhoff 3, Stelmokas 3, Brack 1, Habbe 1, Jonsson 1
Frisch Auf Göppingen: Kaufmann 10, Thiede 8, Haaß 4/1, Oprea 3, Schöne 3, Schweikardt 1
Zuschauer: 2625
Strafminuten: 6 / 8

10.02.10
 
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