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04.02.2010, 14:02

Bundestrainer: "Das ist schon harter Tobak"

Brand kontert Gislason

Heiner Brand hat mit Unverständnis auf die Kritik von THW-Coach Alfred Gislason an der geplanten USA-Reise der Nationalmannschaft reagiert. "Das ist schon starker Tobak. Da greift ein ausländischer Vereinstrainer in die Belange der Nationalmannschaft ein, und das geht eigentlich nicht", sagte der 57-Jährige der Tageszeitung "Die Welt" (Freitag-Ausgabe). Kiels isländischer Coach hatte sich am Mittwoch gegen ein für Juli geplantes Gastspiel der DHB-Auswahl in den USA ausgesprochen.

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Bundestrainer Heiner Brand
"Starker Tobak": Heiner Brand reagierte mit Unverständnis auf die Kritik an der USA-Reise.
© imago Zoomansicht

Er könne seinen Nationalspielern zwar nicht verbieten, in die USA zu fliegen. "Aber wenn sie zurückkommen, werden sie bei mir nicht mehr spielen", drohte Gislason, der sich am Termin für die Werbe-Partie stört: "Das ist die wichtigste Trainingszeit im Jahr." Mit den beiden Außen Christian Sprenger und Dominik Klein, den Brand allerdings nicht mit zur EM nach Österreich nahm, gehören zwei Kieler zum erweiterten Aufgebot.

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Brand reagierte überrascht auf Gislasons Aussagen. "Schließlich geht die Initiative dieser Reise von der Handball-Bundesliga und nicht vom Verband aus. Wir haben zugesagt, in Chicago zu spielen, weil wir glaubten, für den deutschen Handball etwas Positives bewirken zu können", meinte der Bundestrainer, der sich nach dem schlechtesten EM-Abschneiden einer DHB-Auswahl als Zehnter Rückhalt durch die Spitzenklubs erhofft hatte.

Die deutsche Nationalmannschaft wird am 17. Juli in Chicago eine Promotion-Partie gegen den EM-Vierten Polen bestreiten. Bereits eine Woche vorher möchte Bundestrainer Heiner Brand seine Mannschaft zu einem Lehrgang zusammenziehen. Der Termin im eigentlich handballfreien Juli kam auf Wunsch der Bundesliga zustande, die in Kooperation mit dem US-Handballverband ihren Sport in den Vereinigten Staaten populärer machen will.

Erste Länderspiele nach der EM gegen die Schweiz

Die ersten beiden Länderspiele nach dem enttäuschenden Abschneiden in Österreich bestreiten die deutschen Handballer gegen die Schweiz. Am 16. März sind die Eidgenossen in Aarau Gastgeber, einen Tag später treten beide Teams in Stuttgart erneut gegeneinander an. Für die Brand-Schützlinge sind es die ersten Vorbereitungsspiele auf die Play-offs zur WM 2011 in Schweden. "Wir sind froh, vor den Qualifikationsspielen zur Weltmeisterschaft gegen Griechenland im Juni noch zwei zusätzliche Länderspiele eingebaut zu haben", sagt DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier.

In den beiden Ausscheidungsspielen muss das DHB-Team am 12./13. und 19./20. Juni gegen Griechenland das Ticket für die WM 2011 (13. bis 30. Januar) einlösen.

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