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25.01.2010, 16:28

DHB-Team am Dienstag gegen Spanien

Viel Frust und neue Ziele

Der Abendtisch bekam die Wut des DHB-Teams zu spüren. Trotz einer rasanten Aufholjagd in der zweiten Hälfte reichte es nicht zum Sieg gegen Weltmeister Frankreich und dem damit verbundenen Hoffnungsschimmer aufs EM-Halbfinale. Neue Ziele sind gefragt: "Jetzt sind wir bei diesem Turnier und wollen Platz fünf erreichen. Dafür lohnt es sich, jeden Morgen aufzustehen", so Torhüter Johannes Bitter.

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DHB-Team
In einer Reihe vor der Nordkette: Das DHB-Team auf der Hotelterrasse in Innsbruck.
© imago

Das klappt aber nur, wenn das Brand-Team die letzten zwei Gruppenspiele gewinnt - und das ist alles andere als utopisch. Die stark in die EM gestarteten Spanier mussten sich zum Gruppenauftakt gegen Polen klar mit 26:32 geschlagen geben, auch Tschechien ist trotz der Präsenz von Kiels Rückraum-Star Filip Jicha - er war zwölffacher Torschütze beim 37:35-Erfolg gegen Slowenien - eine lösbare Aufgabe. Brand stellte jedenfalls schon mal klar, dass die Partien nicht auf die leichte Schulter genommen werden. "Es besteht kein Grund, nachzulassen. Ich gehe davon aus, dass die Mannschaft mit der gleichen Einstellung, dem gleichen Engagement an die nächste Aufgabe geht. Wer das nicht macht, hat in der Nationalmannschaft nichts zu suchen", sagte der Bundestrainer.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 25.01., 11:40 Uhr
Brand-Team stößt an die Grenzen
Es hat nicht sollen sein gegen Frankreich. Trotz einer engagierten Leistung verlor das Team von Bundestrainer Heiner Brand mit 22:24 gegen den amtierenden Weltmeister uid Olympiasieger. Die Gründe sind Brand bewusst, und auch die Spieler wissen, woran es haperte. Das Fernziel für das junge Team ist nun die WM in Schweden im kommenden Jahr.
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Gegen Spanien (Dienstag, 18.15 Uhr) wird er erneut seine Topmannschaft ins Rennen schicken, auch wenn Reservisten wie beispielsweise Sven-Sören Christophersen vermehrt zum Zuge kommen sollen. "Da erwartet uns eine unangenehme Spielweise. Aber wir haben gegen den Weltmeister und gegen den WM-Dritten Polen gut mitgehalten. Vielleicht können wir da jetzt noch einen draufsetzen", sagte Brand.

Dazu gilt es allerdings, die Niederlage gegen Frankreich aus den Köpfen zu kriegen. Der Stachel saß auch einen Tag nach dem 22:24 tief, wie Michael Kraus erklärte: "Wir haben abends beim Essen zusammengesessen und vor Ärger immer wieder mit der Hand auf den Tisch gehauen. So leicht wie diesmal hätten wir die Franzosen noch nie schlagen können", meinte der Spielmacher. In der Tat zeigte der Topfavorit Nerven, hätte beinahe einen 22:15-Vorsprung verspielt. "Wir hatten die Chance, für die Sensation zu sorgen. Es macht sich ein bisschen Frust breit, weil wir rackern, kämpfen und alles geben und es nicht schaffen, die Spiele über die Runden zu kriegen. Es wäre viel mehr drin gewesen", haderte Bitter.

Bilder zu den Spielen
Handball-EM in Österreich
Frankreich feiert den EM-Titel
Olympiasieger, Weltmeister, Europameister!

Was für eine Serie! Durch das 25:21 gegen Kroatien im EM-Finale von Wien gewann Frankreich seinen dritten großen Titel binnen 18 Monaten. Das war zuvor noch keinem anderen Team gelungen.
© picture alliance

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Ärger ja, Enttäuschung nein - zumindest beim Bundestrainer. Generell hatte Heiner Brand eh nicht unbedingt mit einem Halbfinaleinzug gerechnet. "Das war für mich nie ein Thema", stellte er klar, erklärte aber trotzig: "Die Franzosen haben von uns die Grenzen aufgezeigt bekommen."

25.01.10
 
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