Deutschland gewinnt Gruppenfinale gegen Schweden
Dank Heinevetter und Glandorf - DHB-Team ist weiter!
Es war ein regelrechtes Scheibenschießen, was sich Deutschland und Schweden vor 8200 Zuschauern in der erneut ausverkauften Innsbrucker Olympiahalle in der ersten Hälfte lieferten. Beide Teams schlossen so gut wie jeden Angriff erfolgreich ab. Glandorf traf bei seinen ersten vier Würfen auf deutscher Seite, bei den Schweden ragten der Kieler Kim Andersson, Dalibor Doder sowie Kreisläufer Robert Arrhenius heraus. In der 13. Minute brachte der ehemalige Nordhorner die Skandinavier sogar in Führung (9:8).
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Das schien das deutsche Team aber nun richtig anzustacheln. Mit Heinevetter für den glücklosen Bitter im Tor zog der Weltmeister von 2007 über 13:11 auf 15:12 davon - auch dank Michael Kraus. Der viel kritisierte Spielmacher leitete mit guten Ideen zahlreiche Treffer ein und glänzte selbst immer wieder mit erfolgreichen Abschlüssen. So auch kurz vor der Pause: der Lemgoer traf zum 21:18-Halbzeitstand.
Duell Mattias Andersson gegen Silvio Heinevetter
Doch selbst eine zwischenzeitliche Vier-Tore-Führung konnte das DHB-Team nicht verwalten. Schwedens für Dan Beutler ins Spiel gekommener Keeper Mattias Andersson zeigte zahlreiche gute Paraden, der Angriffsfluss des Brand-Teams war dahin - und so schmolz das Polster. Doch da auch Heinevetter kaum zu überwinden war, kam Schweden bis zu Brands Time-Out in der 46. Minute nicht zum Ausgleich - 24:23.
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Von Nervosität geprägt war die Schlussphase. Kaufmann wollte einige Male die Aktion erzwingen - und das Glück war auch nicht auf deutscher Seite. Der angeschlagene Kraus musste vorübergehend auf die Bank, zudem sah Abwehrchef Roggisch in der 52. Minute die Rote Karte (3. Zeitstrafe). Kurz darauf folgte trotz eines weiter überragend haltenden Heinevetter der 27:27-Ausgleich.
Es kam zum erwartenden Krimi von Innsbruck. Glandorfs achter Treffer sicherte einen 30:28-Vorsprung, die Schweden blieben jedoch dran. Doch mehr als ein Treffer gelang ihnen nicht mehr - ein missglücktes Kreisanspiel brachte die endgültige Entscheidung. Kurz zuvor hatte Heinevetter den letzten Wurf der Schweden von Linksaußen Källman pariert.
"Das geht schon sehr an die Nerven", sagte Bundestrainer Heiner Brand. "Dass die Mannschaft in die Hauptrunde eingezogen ist und dort jetzt Erfahrung sammeln kann, ist sehr schön. Mit dem Selbstvertrauen können wir den einen oder anderen Großen noch ärgern, und das ist noch schöner. Jetzt haben wir nur noch zu gewinnen."
DHB-Team gegen Frankreich, Spanien und Tschechien
Somit zieht Deutschland mit 1:3 Punkten in die Hauptrunde ein. Dort warten dann schwere Brocken auf das DHB-Team. Am Sonntag (16.30 Uhr) ist in Innsbruck zunächst Olympiasieger und Weltmeister Frankreich der Gegner, am Dienstag geht es gegen den Olympia-Dritten Spanien, und am Donnerstag steht Tschechien als Dritter der Gruppe D als Gegner bereit.
Deutschland - Schweden 30:29 (21:18)
Deutschland: Bitter (HSV Hamburg), Heinevetter (Füchse Berlin) -
Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), Roggisch (Rhein-Neckar Löwen) 1,
Müller (Rhein-Neckar Löwen) 1, Theuerkauf (SC Magdeburg) 2, Glandorf
(TBV Lemgo) 8, Christophersen (HSG Wetzlar), Jansen (HSV Hamburg)
7/3, Späth (Frisch Auf Göppingen), Kraus (TBV Lemgo) 6, Schöne
(Frisch Auf Göppingen), Sprenger (THW Kiel), Kaufmann (Frisch Auf
Göppingen) 3, Haaß (Frisch Auf Göppingen) 2
Schweden: Mattias Andersson, Beutler, Sjöstrand - Gustafsson, Kim
Andersson 7, Källman 1, Lukas Karlsson 2, Lennartsson, Ekberg 6/3,
Doder 5, Arrhenius 6, Carlen 1, Tobias Karlsson, Larsson, Petersen,
Ekdahl du Rietz 1
Schiedsrichter: Nikolic/Stojkovic (Serbien)
Zuschauer: 8200 (ausverkauft)
Strafminuten: 8 / 4
Disqualifikation: Roggisch (52./3. Zeitstrafe)
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