Am Sonntag stieg die Spannung noch einmal, denn die Frage nach der Herbstmeisterschaft musste noch geklärt werden - und die schnappte sich der HSV Hamburg! Die Kieler hatte Balingen in eigener Halle zuletzt noch überraschend bezwungen, doch beim HSV schaffte die Brack-Truppe keine weitere Überraschung. Die Schwaben enttäuschten aber keineswegs, hielten die Partie lange offen und schafften wiederholt den Ausgleich. Erst Mitte der zweiten Hälfte konnten sich die Hanseaten absetzen. "Jetzt müssen wir am Mittwoch noch den TV Großwallstadt schlagen und dann können wir auch als Erster in die EM-Pause gehen", sagte Hamburgs siebenfacher Torschütze Pascal Hens. Nur Krzysztof Lijewski (10 Tore) traf häufiger. Auf Balinger Seite war Strobel fünfmal erfolgreich.
Abgeschlossen wurde der Spieltag mit der Partie zwischen den Füchsen Berlin und Altmeister VfL Gummersbach. Die Oberbergischen hatten in der Hauptstadt kaum etwas zu melden, Berlin hatte beinahe über die gesamte Spielzeit ein bequemes Tore-Polster inne. Bereits am vergangenen Wochenende überzeugten die Füchse beim klaren Heimsieg über die Rhein-Neckar Löwen. Kubisztal (6 Tore) war der erfolgreichste Schütze der Berliner, ebenso oft traf Zrnic für den VfL.
In eigener Halle waren die Kieler gegen den TV Großwallstadt gefordert. Die Unterfranken hegten leise Hoffnungen auf eine Überraschung. In der ersten Viertelstunde konnte der TVG das Duell auch offen gestalten, doch dann legten die Kieler eine Schippe drauf, markierten vier Tore in Folge und setzten sich dadurch mit 14:9 ab.
Die Führung gab den Gastgebern Selbstvertrauen, das prompt in weitere Tore umgemünzt wurde. Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason spielte konzentriert weiter und sorgte bereits vor der Pause für die Vorentscheidung. Mit 20:13 ging es in die Halbzeit. Danach spulte der Meister die zweite Hälfte routiniert herunter, ging aber nicht mehr so zielstrebig zu Werke wie zuvor. Großwallstadt schaffte es gar, wieder etwas heranzukommen, den Spieß umdrehen konnte der TVG allerdings nicht mehr.

Bester Werfer in Reihen der Kieler war Momir Ilic, der Serbe war beim 31:26 (20:13)-Erfolg mit zehn Toren überragender Akteur auf dem Parkett. "Es war ganz wichtig, das Spiel vernünftig über die Bühne zu bringen. Es war ganz gut und wir hätten höher gewinnen können", sagte Gislason, der im letzten Spiel des Jahres am Mittwoch gegen Melsungen auf Marcus Ahlm wegen eines Muskelfaserrisses im linken Oberschenkel verzichten muss.
Die SG Flensburg-Handewitt hatte in der Hinrunde die meisten Erwartungen wohl übertroffen, Platz drei in der Tabelle war die Folge. Und die Norddeutschen wollten diesen nun auch verteidigen. Gegen Aufsteiger Burgdorf war die SG klar favorisiert und wurde der eigenen Rolle am Ende auch vollauf gerecht. Die Flensburger fuhren dank eines stark aufspielenden Anders Eggert, der mit zwölf Toren gefährlichster Werfer wurde, einen ungefährdeten 31:24 (14:10)-Sieg ein.

Spannung pur gab's im Tabellenkeller. So trafen in Düsseldorf die heimische HSG und Dormagen direkt aufeinander. Die Hausherren hatten sich kurz zuvor mit Bostjan Hribar verstärkt. Der 32-Jährige kam auch gleich zum Zuge und wusste voll zu überzeugen. Der Slowene steuerte beim 34:26 (13:13)-Triumph sieben Tore bei. Allerdings war er nicht gefährlichster Torjäger der Partie, diese Ehre wurde Frantisek Sulc, der zehnmal ins Schwarze traf, zu Teil. Die Düsseldorfer überholten dadurch Dormagen in der Tabelle und hievten sich zugleich auf den Relegationsplatz. Verlierer des Spieltags war ganz klar GWD Minden, das in Magdeburg eine knappe 26:27 (10:11)-Pleite kassierte und dadurch auf Rang 18 abrutschte.
Frisch Auf Göppingen und die Rhein-Neckar Löwen liefern sich auch weiterhin ein Fernduell um Platz vier - aber auch um den Anschluss an die Champions-League-Plätze. Die Schwaben legten zu Hause gegen den TBV Lemgo vor und gewannen mit 32:28 (14:15). Eine Schrecksekunde mussten die Schwaben allerdings überstehen, bereits nach zwei Minuten stürzte Göppingens Nationalspieler Christian Schöne nach einem Ellenbogenschlag an den Hals zu Boden, war offenbar kurz bewusstlos und musste nach minutenlanger Behandlungspause benommen vom Parkett geführt werden. Lemgos Daniel Kubes sah daraufhin sofort die Rote Karte. Alles ging aber glimpflich ab, denn der Rechtsaußen kehrte bereits in der ersten Halbzeit aufs Spielfeld zurück und erzielte gar noch fünf Tore.
Am Samstagabend legten die Löwen bei der HSG Wetzlar nach und behielten mit 34:26 (17:12) die Oberhand. In einem weiteren Spiel setzte sich die TuS-N-Lübbecke problemlos gegen Melsungen mit 32:23 (12:10).
| Zeit | Sender | Sendung |
|---|---|---|
| 19:00 | SKYS1 | X-treme |
| 19:00 | SKYBU | Fußball: Bundesliga |
| 19:30 | SKYS1 | Fußball: DFB Pokal |
| 19:30 | SKYS2 | Tennis: Wimbledon |
| 20:10 | SP1 | FIFA WM |