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20.12.2009, 19:30

Kiel und Hamburg trennen sich 29:29 - Bitter in der Schlussphase ganz stark

Topspiel findet keinen Sieger

In einem spannenden Topspiel, das den hohen Erwartungen auf ganzer Linie gerecht wurde, trennten sich der THW Kiel und Verfolger HSV Hamburg 29:29. Die Hanseaten erwischten den besseren Start und führten vor der Pause bereits mit vier Toren. Nach dem Wechsel kamen die Kieler besser ins Spiel und zogen ihrerseits kurzfristig davon. Am Ende stand jedoch eine gerechte Punkteteilung, auch weil Bitter im HSV-Tor zu Höchstform auflief.

Momir Ilic (THW Kiel) gegen Domagoj Duvnjak (HSV Hamburg)
Duell auf Augenhöhe: Kiels Momir Ilic (l.)gegen Hamburgs Domagoj Duvnjak.
© imagoZoomansicht

"Es war ein tolles Handballspiel mit viel Tempo und viel Kampf", befand THW-Kreisläufer Marcus Ahlm. Widersprechen wollte ihm keiner. Der HSV erwischte in der mit 10.250 Zuschauern wie gewohnt ausverkauften Kieler Sparkassen-Arena den besseren Start, erlaubte sich in der Offensive kaum Fehlwürfe und zwang den THW durch starke Abwehrarbeit seinerseits zu Versuchen aus ungünstigen Positionen. Mit der offensiven 3-2-1-Deckung der Hamburger hatten die Kieler zunächst ihre liebe Mühe. Nachdem der starke Hens, mit sechs Toren insgesamt bester HSV-Schütze, die Gäste nach einer Viertelstunde erstmals mit drei Toren in Führung gebracht hatte (9:6), nahm THW-Coach Alfred Gislason früh eine Auszeit. Wenig später lag sein Team nach Voris Treffer zum 12:8 (19.) gar mit vier Treffern zurück.

THW erst nach dem Wechsel stärker

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Die Hamburger waren in dieser Phase einfach wacher, als die Kieler, die zwar kurzzeitig bis auf ein Tor rankamen, in Überzahl dann jedoch prompt zwei Treffer kassierten. Auch der Vergleich der Torhüter ging an den HSV. Sandström, der zunächst für den an einer Ellenbogen-Verletzung laborierenden Bitter zwischen den Pfosten begann, war besser im Spiel als Welthandballer Omeyer, der kurz vor der Pause für Gentzel vom Feld genommen wurde. Doch die Hamburger wurden in den letzten Minuten der ersten Hälfte etwas nachlässig. Durch drei Treffer in Folge verkürzte der THW auf 16:17, damit ging es in die Kabinen.

In einem Topspiel, das den hohen Erwartungen vollauf gerecht wurde, steigerte sich der deutsche Meister nach dem Wechsel und ging durch Jicha nach 35 Minuten erstmals in Führung (19:18), wenig später lagen die Zebras nach einem weiteren Treffer des Tschechen gar mit drei vorne. HSV-Coach Martin Schwalb reagierte: Vori, auf den sich die Kieler mittlerweile besser eingestellt hatten, wurde am Kreise durch den lange verletzten Bertrand Gille ersetzt, Lackovic kam im Rückraum erstmals zum Einsatz und der angeschlagene Bitter rückte für Sandström zwischen die Pfosten.

Bitter in der Schlussphase kaum zu überwinden

Vor allem der letzte Wechsel zahlte sich aus. Bitter war sofort drin im Spiel, parierte mehrfach stark und entschärfte zudem einen Siebenmeter von Jicha. Auf der anderen Seite war Omeyer an diesem Abend hingegen überhaupt kein Faktor, auch Routinier Gentzel, der Mitte der zweiten Hälfte erneut eingewechselt wurde, erhielt keine Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. So kam der HSV zurück, die Partie war vollkommen offen und stand in einer dramatischen Schlussphase auf des Messers Schneide.

Igor Vori (HSV Hamburg)
Instanz am Kreis: Erst in Hälfte zwei bekam der THW Igor Vori besser in den Griff.
© imago

Nachdem Klein beim Tempogegenstoß erneut am überragenden Bitter gescheitert war, der mehr als 50 Prozent der Würfe auf sein Tor hielt, traf Guillaume Gille auf der Gegenseite zum 29:28 für den HSV. Doch Jicha hatte die richtige Antwort parat. Am Ende hatte der THW sogar noch die Chance zum Sieg, konnte in den letzten 17 Sekunden jedoch keinen Abschluss mehr finden.

So hielt zwar die Serie der Kieler, die zuhause in der Liga zum 35. Mal in Folge ungeschlagen blieben. Doch die Hamburger, die dem THW am 6. November 2007 die letzte Heimniederlage zugefügt hatten, durften sich über einen Punkt beim Spitzenreiter freuen - auch wenn für das Schwalb-Team sogar mehr drin gewesen wäre.


THW Kiel - HSV Hamburg 29:29 (16:17)

Tore für THW Kiel: Ilic 9/3, Jicha 8/2, Ahlm 5, Andersson 5, Klein 1, Zeitz 1

HSV Hamburg: Hens 6, Jansen 5, Vori 5, Lackovic 3, Lindberg 3/2, Krzysztof Lijewski 2, Marcin Lijewski 2, Bertrand Gille 1, Duvnjak 1, Guillaume Gille 1

Zuschauer: 10.250 (ausverkauft)
Strafminuten: 4 / 8
Disqualifikation: - / -

20.12.09
 
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