Schwenker erklärte die Zahlung in Höhe von 92.000 Euro an Volarevic mit der Arbeitsweise des THW bei Transfers: "Es gab ein sehr engmaschiges Netz aus ehemaligen Spielern, Handballinsidern und auch Spielerberatern." Laut Kieler Nachrichten erfolgten die Zahlungen zeitnah zum unter Manipulationsverdacht stehenden Champions-League-Finale, das die Kieler vor zwei Jahren gegen die SG Flensburg-Handewitt gewannen.
Schwenker erklärte, den Kontakt zu Volarevic, einem erstklassigen Kenner der Handball-Szene auf dem Balkan, habe in erster Linie Noka Serdarusic gepflegt. "Insgesamt betrachte ich die Zusammenarbeit mit Nenad Volarevic als durchaus erfolgreich. Diese Einschätzung wurde von unseren Gesellschaftern immer geteilt", sagte Schwenker weiter.
Die 60.000 Euro, die Schwenker an Serdurasic gezahlt habe, habe dieser wegen seines hohen Lebensstandards benötigt, den die Familie Serdarusic gepflegt habe. "Noka berichtete von einem finanziellen Engpass und benötigte Bargeld", so Schwenker. Jegliche Geldzuwendungen zum Zwecke der Schiedsrichterbestechung stritt Schwenker ab. "Eine Zahlung im Zusammenhang mit einer Spielmanipulation nach einem verlorenen Finalrückspiel war und ist für mich völlig abwegig."
Die Staatsanwaltschaft Kiel erklärte am Dienstag, Schwenkers Aussagen genauestens überprüfen zu wollen. "Die Aussagen bedürfen der Überprüfung. Wir werden das so nicht hinnehmen", sagte Oberstaatsanwalt Manfred Schulze-Ziffer dem SID. Mit einem Ende des Ermittlungsverfahrens noch in diesem Jahr sei deshalb "überhaupt nicht zu rechnen". Gegen Schwenker wird wegen des Verdachts der Untreue und des Betrugs ermittelt.
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