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15.11.2009, 18:59

Champions League: THW schlägt Zürich klar

Sprenger und Jicha drehen auf

Sieben der letzten acht Spiele hatte der THW Kiel auswärts absolviert. Beim ersten Heimspiel seit drei Wochen wurde der deutscher Meister in der Champions League gegen den Schweizer Titelträger Amicitia Zürich am Sonntag vollauf gerecht. Der Außenseiter hielt nur zu Beginn mit, vor allem in der zweiten Hälfte wurde ein Klassenunterschied deutlich. Am Ende hieß es 42:24 für die Kieler, die dadurch in der Gruppe D wieder Erster sind.

Filip Jicha (THW Kiel)
Spielte nur eine Hälfte und machte trotzdem acht Tore: Kiels Filip Jicha.
© imagoZoomansicht

Im fünften Vorrundenspiel durfte Zeitz im Rückraum neben Narcisse und Ilic von Beginn an ran, im Tor erhielt Welthandballer Omeyer eine Verschnaufpause. Routinier Gentzel (40) stand zwischen den Pfosten. Beim in finanzielle Schieflage geratenen Schweizer Meister liefen im Rückraum mit Heiko Grimm und Jan-Henrik Behrends zwei ehemalige deutsche Nationalspieler auf.

In der Anfangsphase hielt der Schweizer Meister überraschend gut mit. Das lag allerdings auch daran, dass der THW zunächst etwas nachlässig agierte. Fast 20 Minuten blieben die Gäste dran, durch zwei Tore des gut aufgelegten Sprenger zogen die Kieler in Überzahl erstmals auf mehr als zwei Tore davon (12:8/19.). Der Rechtsaußen war es auch, der den Pausenstand von 18:12 herstellte. Ohne den starken Vaskevicius im Tor hätten die Schweizer schon weitaus höher zurückgelegen.

THW-Coach Alfred Gislason wechselte in der Pause fast komplett durch. Jicha, Andersson und der junge Palmarsson agierten nun im Rückraum, Lundström kam auf Linksaußen für Klein und Omeyer nahm seinen angestammten Platz zwischen den Pfosten ein und ersetzte Gentzel.

Die Kieler hatten sich nun warm geworfen. Jicha führte sich mit zwei Treffern gleich bestens ein, und auch Omeyer entschärfte im Kasten einige Würfe. Die Schweizer liefen Gefahr, völlig unter die Räder zu geraten. Vor allem der überragende Sprenger drehte mächtig auf - nach seinem neunten Treffer war die Partie für den völlig ausgepumpten Ex-Magdeburger beendet.

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Für seine Teamkollegen war der Rest ein besseres Trainingsspiel. Gegen die in allen Belangen unterlegenen Gäste, die in der Abwehr kaum noch Gegenwehr leisteten und sich in ihr Schicksal ergaben, knackten die Kieler noch die 40-Tore-Marke, siegten 42:24 und rücken wieder vor den FC Barcelona an die Spitze der Gruppe D. Jicha gelangen im zweiten Durchgang acht Treffer.


THW Kiel - Amicitia Zürich 42:24 (18:12)

Tore für THW Kiel: Sprenger 9, Jicha 8/2, Klein 6, Anic 5, Ilic 3, Narcisse 3, Zeitz 3, Lundström 3, Palmarsson 1, Ahlm 1
Amicitia Zürich: Basic 8/2, Behrends 7, Kristjansson 4, Hess 2, Vukelic 2, Grimm 1
Zuschauer: 10.250 (ausverkauft)
Strafminuten: 2/6

15.11.09
 
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