"Der Supercup ist die erste richtige Standortbestimmung nach der Vorbereitung", sagt HSV-Trainer Martin Schwalb, der in Nürnberg allerdings auf Pascal Hens (Fersen-Operation) und den Langzeitverletzten Bertrand Gille (Teilabriss Achillessehne) verzichten muss. Auch der Einsatz von Guillaume Gille (Oberschenkelprellung) und Blazenko Lackovic (Schulterprobleme) ist noch fraglich. Dafür sollen die kroatischen Neuzugänge Igor Vori und Domagoj Duvnjak erste Impulse setzen.
Bei der offiziellen Saisoneröffnung in der Sporthalle Hamburg feierte Duvnjak beim 31:24 gegen den Schweizer Vize-Meister Kadetten Schaffhausen am Samstag sein Debüt im HSV-Trikot. Das 21-jährige kroatische Supertalent war nach einigem Hin und Her von Croatia Zagreb nach Hamburg gewechselt.
Für den HSV sollen in dieser Saison endlich Titel her. Der Weg zur Meisterschaft führt aber erneut nur über den THW Kiel, der mit Lövgren, Karabatic und Kavticnik drei absolute Leistungsträger verlor, mit dem französischen Olympiasieger und Weltmeister Daniel Narcisse unlängst aber einen ganz dicken Fisch an Land zog. Die Generalprobe für die 16. Auflage des Supercups bestanden die Zebras, die den traditionellen "Unser Norden"-Cup in der heimischen Sparkassen-Arena für sich entschieden.
Das Finale gewannen die Kieler mit 27:25 gegen den französischen Meister Montpellier HB, der mit seinen Neuzugängen Karabatic und Kavticnik antrat. Insbesondere Torhüter Thierry Omeyer präsentierte sich schon in glänzender Form. Neuzugang Narcisse war begeistert: "Mit Gummersbach habe ich hier schon einmal gewonnen, jetzt möchte ich hier nie wieder verlieren. Diese Halle ist unglaublich, die Stimmung ist unglaublich", sagte der Rückraumspieler mit Spitznamen "Air France".
In Nürnberg kommt es am Dienstagabend nun zu einer Neuauflage der Vorjahresbegegnung. Damals siegte der THW in München mit 33:28 und sicherte sich den Supercup zum fünften Mal. Der HSV konnte sich 2004 und 2006 in die Siegerliste eintragen. Dass sich diesmal Meister Kiel und Vize-Meister HSV gegenüberstehen, ist einer Regeländerung zu verdanken. Hatte ein Klub Meisterschaft und Pokal gewonnen, sprang bislang der Pokalfinalist als Herausforderer im Supercup ein.
Ab diesem Jahr kommt im Fall eines Doubles nun aber der Meisterschaftszweite zum Zug. Pokalfinalist VfL Gummersbach durfte die Reise nach Franken damit nicht antreten.
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