"Für die 1. Liga kann ich Entwarnung geben. "Alle drei Vereine haben gute Arbeit geleistet und die Auflagen nachträglich erfüllt. Wir werden in voller Zahl in die nächste Saison gehen", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann am Rande des All-Star-Games. Die drei Erstligisten hatten am 20. Mai die Lizenz nur unter Vorbehalt bekommen und mussten bis Donnerstag Bedingungen erfüllen. Wie am Montag bekannt wurde, erhält auch Erstliga-Absteiger HSG Nordhorn sowie die Zweitligisten Concordia Delitzsch und ThSV Eisenach die Lizenz. Einzig Bundesliga-Absteiger Stralsunder HV wurde die Spielgenehmigung für die neue Saison verweigert.
"Wir haben die Probleme abgearbeitet. Das ist kein Geschenk, das vom Himmel gefallen ist", bekannte Magdeburgs Noch-Manager Holger Kaiser. Die Magdeburger hatten nach eigenen Angaben eine Finanzlücke von 600.000 Euro schließen müssen. Geschätzte 250.000 Euro davon wurden durch den Wechsel von Nationalspieler Christian Sprenger zum deutschen Meister THW Kiel gedeckt. Für die restliche Summe hatte laut Sportdirektor Stefan Kretzschmar der Aufsichtsrat Bürgschaften abgegeben. Die Spielgenehmigung wurde nun unter Auflagen erteilt.
"Wir müssen wie viele andere auch Liquidität nachweisen. Und wir haben die zusätzliche Auflage, dass wir regelmäßig Bericht erstatten müssen. Aber es ist normal, dass, wenn man ein Sanierungsfall ist, und daran müssen wir weiterarbeiten, dass man dann Transparenz zeigen muss", sagte Kaiser.
Erleichterung herrschte auch beim EHF-Pokalsieger Gummersbach. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und deshalb auch nicht um die Lizenz gezittert. Jetzt sind wir froh, dass wir auch im nächsten Jahr in der Bundesliga spielen", erklärte Geschäftsführer Francois-Xavier Houlet. Die Oberbergischen hatten in den Monaten März, April und Mai 25 Prozent der Spielergehälter eingefroren, um eine Zahlungsunfähigkeit abzuwenden. Zudem spülte der serbische Rückraumspieler Momir Ilic durch seinen Wechsel nach Kiel geschätzte 500.000 Euro Ablösesumme in die leere Kasse.
Beim HSV Hamburg fehlte angeblich in den ersten Unterlagen ein Testat über den vorgelegten Wirtschaftsplan. "Es handelte sich um eine Formalie", sagte Vize-Präsident Dierk Schmäschke.
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