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01.06.2009, 16:54

CL-Finale: Wirbel rund um die Referees

EHF sorgt für Unverständnis

Der europäische Handball-Verband EHF hat im Zuge des Champions-League-Finals zwischen dem knappen Sieger Ciudad Real und dem THW Kiel mit einigen Entscheidungen für Aufsehen gesorgt. Für das Rückspiel hatte die EHF die Serben Slobodan Visekruna und Zoran Stanojevic nominiert. Im Zusammenhang mit den Manipulationsvorwürfen war auch dieses Gespann in den Fokus geraten - doch nicht nur das sorgte für Verwirrung.

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Slobodan Visekruna (li.) und Zoran Stanojevic
Ihr Einsatz sorgte für Aufsehen: Die Referees Slobodan Visekruna (li.) und Zoran Stanojevic.
© imago Zoomansicht

Die beiden Serben hatten bereits im Vorjahr das Final-Hinspiel der Kieler in Ciudad Real (29:27) gepfiffen, auch sie gerieten in Manipulationsverdacht. Außerdem hatten die Unparteiischen bereits das diesjährige Halbfinale des THW gegen die Rhein-Neckar Löwen in Mannheim (30:31) geleitet. Somit hätten sie für das Endspiel eigentlich nicht infrage kommen dürfen. "Im Bereich des Deutschen Handball-Bundes ist so eine Ansetzungspraxis nicht üblich", meinte auch Uwe Stemberg, Spielleiter der Handball-Bundesliga (HBL). "Aber ich weiß nicht, wie die Gremien der EHF das sehen."

Sie sahen es anders, wie sich herausstellte. "Warum sollten die beiden nicht pfeifen dürfen? Das hat mit Leistung, Neutralität und Verfügbarkeit der Schiedsrichter zu tun", erklärte EHF-Wettbewerbsmanager Markus Glaser der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Zudem reagierten viele mit Unverständnis darauf, warum Vertreter von Ciudad Real gemeinsam mit einem EHF-Betreuer die Schiedsrichter bei Ankunft in Spanien in Empfang genommen hatten. Als Präventionsmaßnahme im Kampf gegen Korruption hatte die EHF die Gastgeber-Betreuung vor wenigen Wochen untersagt.

Außerdem sollte die Ansetzung der Referees erst zwei Stunden vor Spielbeginn bekanntgegeben werden. Doch die Spanier waren schon lange in Kenntnis davon, wer die Partie leiten wird. "Die strengeren Maßnahmen galten nur für das Viertel- und Halbfinale im Europacup, nicht für das Finale", sagte Glaser jetzt. "Und wie nächste Saison in der Schiedsrichter-Frage verfahren wird, werden wir erst nach Auswertung aller Erfahrungen entscheiden."

01.06.09
 
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