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07.12.2011, 23:27

Füchse Berlin ziehen an Hamburg vorbei

Kiel gewinnt das 69. Landesderby

Der THW Kiel bleibt die klare Nummer eins in der deutschen Handball-Bundesliga und untermauerte das am Mittwochabend im 69. Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt. In einem hitzigen Spiel setzten sich die "Zebras" mit 32:27 (14:12) durch und bauten zudem ihren Fabelrekord auf nunmehr 15 Siege in 15 Spielen weiter aus. Einen Patzer erlaubte sich indes der HSV Hamburg und musste daher die Füchse Berlin an sich vorbei ziehen lassen.

Kiels Daniel Narcisse
Jubelpose: Kiels Daniel Narcisse bejubelt einen Treffer.
© imagoZoomansicht

Der komplette 18. Spieltag der HBL wurde wegen der EM-Vorbereitung der Nationalelf vorverlegt, die Fans im hohen Norden kamen also schon am Mittwoch in den Genuss des Derbys. In dem es für Flensburg in der jüngeren Vergangenheit nicht allzu gut lief. Seit einem 37:32 am 22. September 2007 gelang kein Sieg mehr gegen den THW - und das sollte auch diesmal so bleiben. Vor 6334 Zuschauern ragte vor allem Filip Jicha mit elf Toren heraus und hatte ebenso wie der glänzend aufgelegte Thierry Omeyer im Tor maßgeblichen Anteil am Sieg. Für die SG traf Anders Eggert siebenmal und damit am häufigsten.

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Zunächst hatte das Spiel aus Flensburger Sicht gut begonnen, da sich die Kieler in den Anfangsminuten einige Unkonzentriertheiten erlaubten. Die SG nutzte dies und führte rasch mit 3:0, doch dann kämpften sich Gäste zurück. Auch weil der überragend agierende Torhüter Omeyer in der Campushalle einen Sahnetag erwischt hatte und mit zahlreichen Paraden glänzte. Kiel übernahm das Kommando und zog bis zur 18. Minute auf 9:5 davon. Flensburg bäumte sich zwar wieder auf, konnte die Niederlage letztlich dann aber nicht mehr abwenden.

Hamburg patzt, Berlin nicht - Löwen mühelos

Für die Kieler verlief der Abend ganz nach ihrem Geschmack, denn Meister HSV Hamburg patzte! Die Hanseaten verpatzten die Generalprobe vor dem Top-Dell gegen den THW am kommenden Sonntag beim TuS N-Lübbecke mit 31:32 (12:14) und haben nun bereits sechs Minuspunkte auf dem Konto - daran änderten auch zehn Tore von Blazenko Lackovic, der bester Werfer auf dem Parkett war, nichts. Bei den Gastgebern war Tomasz Tluczynski (7 Tore) am erfolgreichsten. "Wir wussten, dass es schwer wird. Aber wir hatten Lübbecke am Ende nichts entgegenzusetzen", sagte Hamburgs Matthias Flohr.

Wenig Mühe hatten hingegen die Rhein-Neckar Löwen beim klaren 30:23 (18:10)-Heimsieg gegen den TV Großwallstadt. Mann des Abends war Nationalspieler Uwe Gensheimer, dem elf Tore gelangen. Die Füchse Berlin schlugen die TSV Hannover-Burgdorf mit Mühe 28:25 (11:10) und zogen in der Tabelle mit nun 23 Punkten am HSV vorbei.

In weiteren Spielen unterlag der VfL Gummersbach HBW Balingen-Weilstetten mit 27:31 (11:15), Eintracht Hildesheim verlor gegen Wetzlar mit 23:24 (13:10) und der Bergische HC hatte gegen Lemgo mit 32:33 (18:13) das Nachsehen. Einen Heimsieg fuhr dagegen der TV Hüttenberg ein. Der Aufsteiger bezwang Melsungen mit 27:26 (14:15).

Statistik zu den Spielen

Bergischer HC - TBV Lemgo 32:33 (18:13)

Tore für Bergischer HC: Knudsen 7, Oelze 6/5, Klev 5, Pekeler 4, Vitek 4, Nippes 2, Reinarz 2, Moen 1, Wöss 1
TBV Lemgo: Theuerkauf 7/4, Hermann 6, Strobel 6, Haenen 5, Bechtloff 4, Dietrich 2, Patrail 2, Schneider 1
Zuschauer: 2550
Strafminuten: 8 / 4
Disqualifikation: - / -

TuS N-Lübbecke - HSV Hamburg 32:31 (14:12)

Tore für TuS N-Lübbecke: Tluczynski 7/5, Daniel Svensson 6, Gustafsson 4, Løke 4, Vukovic 4, Kristian Svensson 3, Niemeyer 3, Verjans 1
HSV Hamburg: Lackovic 10, Lindberg 6/3, Lijewski 5, Duvnjak 4, Flohr 3, Vori 3
Zuschauer: 2526
Strafminuten: 8 / 4
Disqualifikation: - / -

Eintracht Hildesheim - HSG Wetzlar 23:24 (13:10)

Tore für Eintracht Hildesheim: Hoffmann 4, Quist 4, Stojanovic 4, Hribar 3, Tzimourtos 3, Jahns 2/1, Slundt 2, Ivakno 1
HSG Wetzlar: Friedrich 10/7, Fäth 3, Schmidt 3, Hahn 2, Müller 2, Salzer 2, Harmandic 1, Kristjansson 1
Zuschauer: 1763
Strafminuten: 8 / 2
Disqualifikation: Hribar (57./3. Zeitstrafe) / -

Füchse Berlin - TSV Hannover-Burgdorf 28:25 (11:10)

Tore für Füchse Berlin: Nincevic 7/1, Christophersen 5, Jaszka 4/1, Laen 4, Petersson 4, Sellin 2, Bult 1, Stenbäcken 1
TSV Hannover-Burgdorf: Olsen 7/3, Hallgrimsson 4, Jurdzs 4, Johannsen 3, Svavarsson 3, Clößner 2, Jonsson 2
Zuschauer: 5603
Strafminuten: 6 / 10
Disqualifikation: - / -

SG Flensburg-Handewitt - THW Kiel 27:32 (12:14)

Tore für SG Flensburg-Handewitt: Eggert 7/5, Svan Hansen 5, Knudsen 4, Glandorf 3, Kaufmann 3, Mogensen 2, Szilagy 2, Mocsai 1
THW Kiel: Jicha 12/4, Narcisse 5, Klein 4, Andersson 3, Ilic 3/1, Sprenger 3, Kubes 1, Palmarsson 1
Zuschauer: 6334
Strafminuten: 10 / 10
Disqualifikation: - / Ahlm (35./3. Zeitstrafe)

VfL Gummersbach - HBW Balingen-Weilstetten 27:31 (11:15)

Tore für VfL Gummersbach: Mahé 9, Pfahl 4, Krause 3, Zrnic 3, Lützelberger 2, Wiencek 2, Anic 1, Putics 1, Schindler 1, Sprem 1/1
HBW Balingen-Weilstetten: Herth 7/4, Häfner 6, Gutbrod 4, König 4, Wilke 3/1, Ilitsch 2, Keinath 2, Alvanos 1, Ettwein 1, Wessig 1
Zuschauer: 1824
Strafminuten: 4 / 4
Disqualifikation: - / -

Rhein-Neckar Löwen - TV Großwallstadt 30:23 (18:10)

Tore für Rhein-Neckar Löwen: Gensheimer 12/5, Myrhol 4, Cupic 3, Sesum 3, Müller 2, Schmid 2, Bielecki 1, Lijewski 1, Lund 1, Ruß 1/1
TV Großwallstadt: Spatz 5/1, Holst 4/2, Schäpsmeier 4, Kneer 3, Liebald 3, Köhrmann 2/2, Maas 1, Weinhold 1
Zuschauer: 4848
Strafminuten: 6 / 10
Disqualifikation: - / -

TV Hüttenberg - MT Melsungen 27:26 (14:15)

Tore für TV Hüttenberg: Schneider 14/8, Laudt 4, Stefan Lex 3, Weber 2, Billek 1, Gerlich 1/1, Scholz 1, Stock 1
MT Melsungen: Karipidis 7/2, Vuckovic 7, Vasilakis 4, Månsson 3, Fahlgren 2, Allendorf 1, Sanikis 1, Schöngarth 1
Zuschauer: 1450
Strafminuten: 6 / 12
Disqualifikation: - / -

07.12.11
 
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