Nach der Pflichtübung beim 4:0 gegen Liechtenstein stand der deutschen Nationalmannschaft nun der Auswärtsgang gegen Wales bevor. Bundestrainer Joachim Löw änderte an der Startelf seiner Mannschaft nur eine Personalie. Der Hamburger Jansen fiel erkrankt aus (Grippe), für ihn begann Rolfes, der zusammen mit Hitzlsperger das defensive Mittelfeld besetzte. Davor agierte eine Dreierkette mit Podolski, Schweinsteiger und Ballack hinter der einzigen Spitze Gomez.
Löws Pendant auf walisischer Seite, John Toshack, musste auf seinen Starspieler Bellamy verzichten und versuchte mit seiner jungen Elf, aus einer defensiven Grundhaltung dem Favoriten ein Bein zu stellen und damit vielleicht doch noch auf den WM-Zug aufzuspringen.
Der Gast aus Deutschland konnte sich vom Start weg Feldvorteile erspielen, in der Anfangsphase zeigte sich Wales jedoch diszipliniert und verteidigte geschickt gegen den Ball, Lücken für die Angreifer taten sich so nur selten auf. Kapitän Ballack war es dann vorbehalten, mit einem deutlichen Machtwort ein Zeichen zu setzen. Aus großer Distanz nahm der Mittelfeldmann vom FC Chelsea Maß und hämmerte das Spielgerät am machtlosen walisischen Keeper Hennessey vorbei in die Maschen (11.).
Die DFB-Elf verpasste es in der Folge trotz deutlich besserer Spielanlage in einem temporeichen Spiel erfolgreich auf den zweiten Treffer zu spielen - und die Waliser fassten nun Mut, hielten allmählich gut dagegen. Der bis dahin fast beschäftigungslose DFB-Schlussmann Robert Enke im deutschen Tor musste mit einer Glanztat einen Versuch Vokes entschärfen (21.), dann hatte Tasci viel Glück, als bei einem deutlichen Foulspiel an Ledley der norwegische Referee Terje Hauge nicht auf Strafstoß entschied (27.).
Einige gute Szenen der deutschen Nationalmannschaft zwangen die Heimelf dann wieder in die Defensive. Erst setzte Hitzlsperger einen Freistoß gefährlich an (30.), Gomez verzog im Anschluss nur knapp (32.), ehe Podolski mit dem Außenrist an Hennessey scheiterte (33.). Bis zur Pause hatten die Gäste dann noch zwei heikle Szenen durch Collins (35.) und Earnshaw (44.) zu überstehen, es ging schließlich mit dem knappen Vorsprung in die Kabinen.
Durchgang zwei begann mit einem Paukenschlag. Gomez sorgte mit einer Einzelaktion auf der rechten Seite für Wirbel, gab dann zwar scharf, aber unplatziert in die Mitte ab. Dort war Williams anscheinend überrascht und schaufelte den Ball unglücklich ins eigene Tor (48.)
Mit der nun komfortablen Führung im Rücken kontrollierte die DFB-Elf das Geschehen und ließ nur vereinzelt Chancen auf einen Gegentreffer zu. Die Beste vereitelte Enke mit seiner zweiten tollen Szene. Nachdem Tasci Earnshaw nicht halten konnte lenkte der Schlussmann von Hannover 96 den Ball souverän zur Seite ab (57.).
Eigene Bemühungen um einen höheren Sieg wurden aber nicht mit Nachdruck verfolgt. Vor dem Tor agierte die Nationalmannschaft nun viel zu harmlos, einzig Schweinsteiger fasste sich einmal aus der Distanz ein Herz (67.).
Die Zeit der Wechsel strich vorbei, die Schlussminuten verstrichen, ohne dass sich auf dem Feld noch nennenswertes abspielte. Wales fügte sich in sein Schicksal und die Niederlage, scheitert wohl wieder einmal in einer WM-Qualifikation. Deutschland nimmt dagegen immer klarer Kurs auf Südafrika auf.
Ab dem 26. Mai ist die Nationalelf wieder im Einsatz, nach der Bundesliga-Saison geht es auf eine abschließende Asienreise. Die WM-Quali wird im August mit der Partie in Aserbaidschan fortgesetzt.
| Wales |
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| Deutschland |
![]() ![]() Aufstellung: Enke (2) - Beck (4,5) , Mertesacker (3) , Tasci (5,5) , Lahm (3,5) - Hitzlsperger (4) - Schweinsteiger (4) , Ballack (2) , Podolski (4,5) - Gomez (4) Trainer:
Löw |
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0:1
Ballack (11., Rechtsschuss, Hitzlsperger)
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Gelbe Karten |
