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Russland

Russland

0
:
1

Halbzeitstand
0:1
Deutschland

Deutschland


RUSSLAND
DEUTSCHLAND
15.
30.
45.


60.
75.
90.









Boatengs Debüt endet mit Gelb-Rot

Die Löw-Elf fliegt dank Adler und Klose ans Kap

Mit viel Disziplin siegte die deutsche Nationalelf in Moskau gegen Russland mit 1:0 und löste damit das Ticket nach Südafrika. Klose erzielte den Siegtreffer nach einer Traumkombination. Nach dem Wechsel stemmten sich Ballack & Co. in Unterzahl gegen die Angriffswogen der Russen, die immer wieder im überragenden Adler ihren Meister fanden.

Miro Klose
Mal wieder ein Tor-Salto: Miroslav Klose nach dem 1:0-Siegtreffer.
© picture-allianceZoomansicht

Nach dem 3:1-Auswärtserfolg in Cardiff gegen Wales veränderte Russlands Coach Guus Hiddink seine Startelf auf zwei Positionen: Zhirkov und Denisov spielten für Yanbaev und Semak.

Auf Seiten der DFB-Elf tauschte Bundestrainer Joachim Löw im Vergleich zum 4:0 gegen Aserbaidschan dreimal Personal aus: Debütant Jerome Boateng kam für Schäfer ins Team und rückte auf die Rechtsverteidigerposition, Lahm tauschte die Seite. Rolfes ersetzte im Mittelfeld Hitzlsperger und im Sturm durfte Klose für Gomez ran.

Sehr defensiv begann die deutsche Elf im Luzhniki-Stadion zu Moskau. Ab der Mittellinie erwarteten die Löw-Schützlinge die zunächst verhaltenen Angriffe der Russen, die durch Kerzhakov (6., 8.) erste kleine Warnschüsse abgaben.

Slideshow zum Thema

Der Triumph in Russland

Die taktische Ausrichtung verhinderte zunächst die gefürchteten Konter Russlands, auch weil Schweinsteiger den Vorwärtsdrang von Zhirkov ausbremste, das deutsche Team bei seinen Offensivbemühungen eher auf Einzelaktionen setzte und die Abwehr nicht entblößte.

Stimmen zum Spiel

Richtig brenzlige Situationen hatten Mertesacker & Co. so lange nicht zu überstehen, weil unnötige Ballverluste im Mittelfeld vermieden wurden und so das schnelle Umschalten des Gegners eingedämmt werden konnte. Und die DFB-Elf stand sogar vor der Führung, doch Ignashevich konnte Podolskis Knaller aus elf Metern nach toller Vorarbeit von Özil in letzter Sekunde abblocken (23.).

Das deutsche Team hatte sich gut auf den Kunstrasen eingestellt, der dem Ball unheimliches Tempo verlieh, wenn er einmal aufgesprungen war. Russland suchte die Lücke im gut gestaffelten deutschen Abwehrverbund, agierte dabei aber meist zu langsam. Erst ein Freistoß von Zhirkov knapp über den Balken (28.) weckte die Hiddink-Elf etwas auf. Nur eine Minute später gewann Arshavin im Mittelfeld ein Duell gegen Boateng und steckte klasse durch auf Kerzhakov, der frei vor Adler am deutschen Keeper scheiterte.

Die Löw-Schützlinge überstanden die kurze Drangphase des Gegners und schockten diesen mit einer Traumkombination: Podolski steckte beim Doppelpass mit Özil auf der linken Seite durch auf den startenden Bremer, der in halblinker Strafraumposition einen Schuss antäuschte, dann aber auf Klose zurücklegte, der vor Ignashevich aus acht Metern einnetzte (34.).

Die Gastgeber fanden ihre Linie auch bis zum Pausenpfiff nicht, ballsicherer wirkte die Nationalelf, die durch Podolski die letze Chance vor dem Kabinengang hatte (44.).

Mit Torbinsky für Denisov sollte es bei den Russen noch etwas offensiver werden, doch die ersten Aktionen Richtung gegnerisches Tor gehörten Deutschland.

Dann aber kamen Arshavin & Co. immer besser auf Touren. Der Superstar des FC Arsenal scheiterte von der Strafraumgrenze an Adler (53.). Spätestens jetzt hatte Russland Lunte gerochen und stand dicht vor dem Ausgleich: Adler parierte Arshavins Geschoss aus 14 Metern, doch Westermann misslang die Befreiung. Bystrovs Seitfallzieher segelte nach Flanke von Zyryanov aufs Tordach - Riesenglück für die Löw-Elf (55.).

Video zum Thema
kicker.tv Analyse- 12.10., 10:29 Uhr
Der Sieg von Moskau in 3D
Nach einem schönen Doppelpass zwischen Podolski und Özil erzielte Miroslav Klose das Tor, das Deutschland die WM-Qualifikation sicherte. Bundestrainer Joachim Löw und Kapitän Michael Ballack zeigten sich nach dem Spiel mit der Leistung der DFB-Elf absolut zufrieden.
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Die Nationalelf konnte sich nun nur noch selten befreien, hatte aber dennoch durch Özils Fernschuss an die Latte eine gute Gelegenheit (58.). DIe Löw-Schützlinge standen immer tiefer, Zhirkovs Hereingabe fand keinen Abnehmer (63.). Wenig später musste Boateng vom Feld: Der Hamburger grätschte vor dem Strafraum gegen Bystrov, war zu spät dran und sah folgerichtig - da bereits verwarnt - die Ampelkarte (69.).

Friedrich kam für Özil und besetzte die vakante rechte Abwehrseite (72.). Der Druck der Russen, mittlerweile mit frischen Offensivkräften ausgestattet, wurde immer stärker, die Situationen immer enger: Semshov drang halbrechts in den Strafraum ein und zog ab. Adler tauchte ab und lenkte das Leder glücklich knapp neben den Pfosten zur Ecke (73.).

Auf der Gegenseite nickte Ballack nach einem Freistoß knapp daneben (74.).

In der Schlussphase erlahmten die Kräfte der Hiddink-Schützlinge. Die deutsche Abwehr stand gut, hielt den Gegner auf Distanz. Bis auf eine Ausnahme: Friedrich holte Bystrov vor den Augen von Massimo Busacca im Strafraum klar von den Beinen, doch die Pfeife des Referees blieb zum Glück für das DFB-Team stumm (88.).

Nach drei Minuten Nachspielzeit war es dann soweit: Ballack & Co. rissen die Arme hoch, das Ticket nach Südafrika war nach einem glücklichen Erfolg mit dem feststehenden Gruppensieg gelöst!

Am kommenden Mittwoch empfängt Deutschland in Hamburg das Team aus Finnland, Russland reist zum Qualifikationsfinale nach Aserbaidschan.

10.10.09
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Russland
Aufstellung:
Akinfeev (3) - 
Anyukov (3) , 
Ignashevich (4,5) , 
Zhirkov (3,5)    
Denisov (3,5)    
Bystrov (2) , 
Zyryanov (2,5) , 
Semshov (3)        
Arshavin (1,5)    
A. Kerzhakov (3)    

Einwechslungen:
46. Torbinskiy (2,5) für Denisov
54. Pavlyuchenko (4) für A. Kerzhakov
77. Pogrebnyak für Semshov

Trainer:
Hiddink
Deutschland
Aufstellung:
Adler (1) - 
J. Boateng (5)    
Mertesacker (3) , 
Westermann (3,5) , 
Lahm (2) - 
Ballack (2)    
Rolfes (3,5) - 
Özil (2,5)    
Podolski (3,5)    
Klose (2)        

Einwechslungen:
72. A. Friedrich für Özil
86. Trochowski für Podolski
89. Gomez für Klose

Trainer:
Löw

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Klose (34., Linksschuss, Özil)
Gelb-Rote Karten
Russland:
-
Deutschland:
J. Boateng
(69.)

Gelbe Karten
Russland:
Zhirkov
(1. Gelbe Karte)
,
Semshov
(1.)
Deutschland:
-

Spielinfo

Anstoß:
10.10.2009 17:00 Uhr
Stadion:
Luzhniki, Moskau
Zuschauer:
72100
Spielnote:  2
vor der Pause taktisch auf hohem Niveau, in der zweiten Halbzeit mit hohem Tempo, spielerischer Klasse seitens der Russen und leidenschaftlichem Engagement der Gäste. Dabei spannend bis zur letzten Sekunde.
Chancenverhältnis:
6:3
Eckenverhältnis:
6:2
Schiedsrichter:
Massimo Busacca (Schweiz)   Note 4,5
völlig korrekt der Platzverweis von Boateng, ebenfalls richtig, bei Ballacks Zweikampf mit Arshavin nicht auf Strafstoß zu entscheiden (86.). Verweigerte aber nach Friedrichs Foul an Bystrov den Russen einen glasklaren Elfmeter (88.) und trübte so seine ansonsten solide Leistung.
Spieler des Spiels:
René Adler
Ließ sich überhaupt nicht anstecken von der angespannten Atmosphäre, blieb stattdessen der große Ruhepol, der reaktionsschnell und stellungssicher alle russischen Chancen zunichte machte.