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20.10.2012, 20:43

Dortmund: Trainer vergreift sich beim System

Klopp: "Das geht auf meine Kappe"

Die Schalker jubelten in der Dortmunder Arena, die Borussen schlichen geknickt vom Feld. Nur sechs BVB-Profis trauten sich mit gesenkten Köpfen zum Abschied vor die Südtribüne, die Pleite im 141. Revierderby traf den Meister bis ins Mark. Das 1:2 gegen den Erzrivalen schmerzte ebenso wie der anschließende Blick auf die Tabelle, die derzeit einen Zwölf-Punkte-Rückstand auf Bayern München dokumentiert.

Dortmudns Trainer Jürgen Klopp nahm die Schuld für die Derby-Pleite gegen Schalke auf sich.
Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nahm die Schuld für die Derby-Pleite gegen Schalke auf sich.
© Getty ImagesZoomansicht

"Dass jetzt alles abgeschenkt ist und Langeweile aufkommt, schließe ich aus", meinte BVB-Präsident Reinhard Rauball. "Im letzten Jahr lagen die Bayern ähnlich weit vorn, dann haben wir Punkte geholt wie keine Mannschaft vorher." Das klingt bereits nach Durchhalteparolen nach der wohl schwächsten Vorstellung des Double-Siegers in der laufenden Saison.

"Am Mittwoch gegen Real werden wir ein ganz anderes Gesicht zeigen", versprach Mats Hummels trotzig. Die Stimmung sei momentan schlecht, doch ab Sonntag werde sich der BVB auf das Gruppenspiel in der Champions League am kommenden Mittwoch vorbereiten. "Zum Glück geht es in den englischen Wochen Schlag auf Schlag."

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Angesichts der Personalnot beim BVB überraschte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp die 72.000 BVB-Fans unter den 80.645 Zuschauern in der ausverkauften Arena mit einem ungewohnten System, unter anderem mit einer Dreier-Abwehrkette - und offenbar auch seine Mannschaft. "Ich habe einige Spieler auf Positionen spielen lassen, die zumindest ihrem Naturell entsprechen", erklärte Klopp.

Zwar korrigierte er schon nach einer halben Stunde, als seine Truppe durch den Treffer von Afellay (14.) in Rückstand geraten war, doch nach dem Abpfiff und dem weiteren Tor von Marco Höger (48.) gab der Stratege unverblümt zu: "Die Niederlage geht auf meine Kappe. Ich wollte mit der Systemumstellungder Mannschaft nur helfen."

Zwar wirkte der BVB stabiler, weckte mit dem Anschlusstor durch Lewandowski (55.) noch einmal Hoffnung, den Rhythmus und Faden fand er aber nie. "Wir haben zu wenig Fußball gespielt, zu viele Fehler gemacht", resümierte Klopp, der Lob nur für die Fans fand. "Dank an jeden einzelnen Zuschauer, der da war und gesehen hat, was für ein Spiel wir abgeliefert haben. Es tut mir leid für jeden, der sich etwas anderes gewünscht hat", ergänzte er sichtlich geknickt.

Den bisherigen Saisonverlauf will er sich jedoch nicht schlecht reden lassen. "Wir haben in den letzten Wochen schon richtig guten Fußball gespielt, teilweise besser als in der letzten Saison. Wir lassen uns durch die Tabellensituation nicht zusätzlich Druck machen", ergänzte der 45-Jährige und skizzierte die Unwägbarkeiten des Fußball. In der letzten Saison habe man auf Schalke auch nicht viel besser gespielt, aber 2:1 gewonnen.

Eindrücke vom Revierderby
Schalker Glücksmomente & Dortmunder Enttäuschungen
Dortmunder Fans
Derby-Zeit

Natürlich ausverkauft! Der Signal-Iduna-Park platzte aus allen Nähten, 80.645 Zuschauer fieberten live mit beim Revierderby. Und es war klar, was sich die Schwarz-Gelben von ihrer Elf wünschten...
© Picture Alliance

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20.10.12
 

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Vorname:Mats
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Geboren am:16.12.1988

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