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Frankreich

Frankreich

1
:
1

nach Verlängerung
0:1 (0:1)
Hinspiel: 1:0
Nach Hin- & Rückspiel: 2:1
Irland

Irland


FRANKREICH
IRLAND
15.
30.
45.


60.
75.
90.








105.


120.

Irland verpasst vierte WM-Teilnahme

Frankreich schafft's - aber nicht aus eigener Kraft

Ein höchst irregulärer Treffer in der Verlängerung hat den ehemaligen Weltmeister Frankreich vor einer Blamage bewahrt und der Equipe Tricolore erstmals vier WM-Endrundenteilnahmen in Folge beschert. Zuvor hatte Irland nicht nur aufopferungsvoll gekämpft, sondern phasenweise auch spielerisch überzeugt und das Hinspielergebnis nicht unverdient egalisiert. Am Ende war es schlicht Pech, dass die Elf von der grünen Insel ihre vierte Weltmeisterschaftsqualifikation verpasste.

Frankreichs Trainer Raymond Domenech wechselte nach dem 1:0-Auswärtssieg der Franzosen in Dublin einmal. Escudé verteidigte anstelle von Abidal. Irlands Coach Giovanni Trapattoni sah trotz der Hinspielniederlage keinen Grund, seine Startelf zu verändern.

Mit der knappen Führung aus dem Hinspiel im Rücken begannen die Franzosen zurückhaltend und überließen den Iren zunächst weite Teile der neutralen Zone. Keane bot sich so früh die Kopfballmöglichkeit, der Angreifer von den Tottenham Hotspurs zielte aber zu hoch (4.). Es entwickelte sich ein kampfbetontes Duell, in dem eine gewisse Nervosität auf Seiten des Weltmeisters von 1998 nicht zu übersehen war. Die Equipe Tricolore leistete sich viele Ungenauigkeiten im Passspiel.

Nur zwischenzeitlich schien es, als sollte Frankreich die Partie in den Griff bekommen. Mehr als einige mäßig gefährliche Distanzversuche brachten die Domenech-Schützlinge aber nicht zustande. Anders die Iren, die mutig auftraten, an ihre Chance glaubten und offensiv zulegen konnten. Nachdem Lawrence im Strafraum abgelegt hatte, konnte Lloris in höchster Not gerade noch vor Keane klären (24.). Zwei Minuten später war Doyle nach einer Lawrence Hereingabe zur Stelle, setzte die Kugel aber mit dem Kopf vorbei (26.).

Frankreich bewegte sich defensiv auf immer dünner werdendem Eis und brach schließlich ein. Nach einer sehenswerten Kombination über die linke Seite legte Duff mit viel Übersicht zurück zu Keane, der Lloris mit einem platzierten Schuss keine Abwehrchance ließ - 0:1 (33.). Es war gleichzeitig der Halbzeitstand, weil die sich gegen Ende des ersten Abschnitts etwas steigernden Hausherren bei Schüssen durch Anelka (39., 45.) Given kaum in Bedrängnis bringen konnten.

Kurz nach Wiederanpfiff hätte Irland beinahe auf 2:0 erhöht, O'Shea verzog vier Meter vor dem Tor allerdings aus spitzem Winkel (47.). Angetrieben von ihrem auffäligsten Akteur, Nicolas Anelka, gestalteten die Franzosen das Match ausgeglichen, agierten offensiv jedoch nicht zwingend genug und verspielten vielversprechende Kontergelegenheiten leichtfertig.

Nach einer guten Stunde stand das Duell binnen weniger Sekunden auf beiden Seiten vor der Vorentscheidung. Erst war Duff ganz alleine durch und fand frei vor Lloris im französischen Keeper seinen Meister (61.), dann blieb Henry im direkten Gegenzug kurz vor dem Tor an Given hängen (62.). Die Equipe Tricolore erhöhte langsam den Druck und bereitete den Mannen von der grünen Insel zunehmend Probleme, die Elf von Giovanni Trapattoni verteidigte aber leidenschaftlich und blockte nahezu jeden Schuss der Hausherren.

Die ganz große Möglichkeit hatten dann aber wieder die Iren. Lawrence steckte für Keane durch, der Lloris ausspielte, die Kugel aber nicht mehr vor der Grundlinie auf das leere Tor brachte (73.). Die Großchance der Gäste brachte den Franzosen die Angst zurück. Der Schwung in der Offensive der Hausherren war mit einem Schlag weg. Der Versuch, das Match in der regulären Spielzeit zu entscheiden, schien Frankreich nun wieder zu riskant. Dennoch mussten die Hausherren noch einmal das Glück beanspruchen, als Keane nach einem Fehlpass der Franzosen im Spielaufbau auf dem Weg zum 0:2 war, aus 16 Metern aber drüber schoss (90.).

In der Verlängerung legte die Domenech-Elf wieder eine Schippe drauf und erarbeitete sich klare Vorteile. Anelka verzog knapp (98.), ehe er gegen Given abhob, den Strafstoß aber nicht erzwingen konnte (98.). Kurz nachdem einem Govou-Treffer wegen Abseits die Anerkennung verweigert worden war (102.), klappte es schließlich für die Gastgeber. Irregulärer hätte der Ausgleich allerdings kaum fallen können. Nach einem weiten Freistoß aus dem Mittelfeld legte sich Henry das Spielgerät absichtlich in Basketballmanier per Hand vor, ehe er die Kugel zu Gallas weiterleitete, der aus kurzer Distanz einköpfte (103.).

Irland protestierte wild, konnte die Wut letztlich aber nicht mehr in positive Energie umwandeln. Bemüht, aber ohne durchschlagskraft hatten die Gäste nun nichts mehr zuzusetzen und zogen auf bittere Art den Kürzeren.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Frankreich
Aufstellung:
Lloris
Sagna
Escudé    
Gallas    
Evra
Diarra
Gourcuff    
Anelka
Gignac    
Henry    

Einwechslungen:
9. Squillaci     für Escudé
57. Govou     für Gignac
87. Malouda     für Gourcuff

Trainer:
Domenech
Irland
Aufstellung:
Given
O'Shea    
Dunne
Kilbane    
Whelan    
Lawrence    
Duff    
Doyle
Keane        

Einwechslungen:
63. D. Gibson für Whelan
67. McShane     für O'Shea
107. McGeady für Lawrence

Trainer:
Trapattoni

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Keane (33.)
1:1
Gallas (103., Kopfball)
Gelbe Karten
Frankreich:
Squillaci
(1. Gelbe Karte)
,
Malouda
(1.)
,
Govou
(1.)
Irland:
Kilbane
(1. Gelbe Karte)
,
McShane
(1.)
,
Duff
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
18.11.2009 21:00 Uhr
Stadion:
Stade de France, Paris St. Denis
Zuschauer:
79145 (ausverkauft)
Schiedsrichter:
Martin Hansson (Schweden)

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