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01.12.2017, 20:06

Keine Hammergruppe, Russlands berechtigte Hoffnungen

Warum Frankreich Weltmeister wird

Die WM-Auslosung für das Endturnier 2018 in Russland ist zu Ende. Die deutsche Auswahl hat mit Mexiko, Schweden und Südkorea eine normale Gruppe erwischt. Eine echte Hammergruppe gibt es nicht, Russland hat nach dem Eröffnungsspiel gegen Saudi-Arabien mit Ägypten und Uruguay eine Staffel erwischt, die dem Gastgeber das Achtelfinale durchaus bescheren könnte. Doch eine Statistik spricht eindeutig für Frankreich als Weltmeister.

Beerbt er den Titelverteidiger? Frankreichs Trainer Didier Deschamps mit Bundestrainer Joachim Löw.
Beerbt er den Titelverteidiger? Frankreichs Trainer Didier Deschamps mit Bundestrainer Joachim Löw.
© imago

Was für die deutsche Gruppe gilt, darf auch von den anderen sieben WM-Gruppen gesagt werden: es gibt keine absolute Hammergruppe, sondern es bietet sich ein ausgewogenes Bild, so dass es eine spannende Vorrunde werden dürfte.

Gruppe F: Ein Wunsch von Löw erfüllte sich schon

Die deutsche Nationalmannschaft ist in der Gruppe F am Start - ein Wunsch von Bundestrainer Joachim Löw ging damit in Erfüllung, denn nun könnte bei der Quartierwahl der Raum um Sotschi in Betracht gezogen werden, den der DFB-Tross auch während des erfolgreichen Confed Cup 2017 auswählte. In der Olympia-Stadt findet das zweite Duell der deutschen Mannschaft statt: Am 23. Juni geht es gegen den Italien-Bezwinger Schweden mit dem Leipziger Emil Forsberg und dem möglichen Comebacker Zlatan Ibrahimovic.

Zum Auftakt geht es für den Titelverteidiger gegen Mexiko, gegen die die Deutschen zuletzt bei einer WM 1998 in Frankreich spielten. Damals hieß es im Achtelfinale 2:1 für die damalige Vogts-Elf. Zum Abschluss wartet Südkorea, der mit 1:0 bezwungene Halbfinalgegner von 2002.

Gruppe B: Revanche für Ronaldo?

In der Gruppe B hat der Gruppenkopf Portugal mit dem Auftaktspiel gegen Spanien nicht nur ein Nachbarschaftsduell vor der Brust, sondern auch eine echte sportliche Herausforderung zu meistern. Bei der WM 2010 warf der spätere Weltmeister Spanien die Portugiesen im Achtelfinale mit 1:0 raus. Der amtierende Europameister, inklusive dem damals schwachen Ronaldo (kicker-Note 5), will dafür bestimmt Revanche nehmen. Der Iran verlor 2006 bei der WM in Deutschland gegen Portugal, das Duell Marokko gegen Portugal gab es bei der WM 1986 in Mexiko, das die Nordafrikaner 3:1 gewannen.

Gruppe A: Berechtigte Hoffnung für den Gastgeber

Das Besondere an der Gruppe A mit den Russen, den Saudis, Uruguay und Ägypten: Es gab erst zwei WM-Spiele zwischen diesen vier Teams, nämlich bei den Endturnieren 1962 und 1970, an denen die damalige Sowjetunion gegen Uruguay antrat.

In der Gruppe C bekommt es Frankreich mit den Dänen am 3. Spieltag zu tun, die in einem fulminanten Play-off-Rückspiel den Iren mit 5:1 das Nachsehen gaben. Schon bei den Weltmeisterschaften 1998 in Frankreich und 2002 in Japan/Südkorea standen sich die beiden Teams in der Gruppenphase gegenüber. Starten wird die Grande Nation allerdings gegen Australien, das in den Play-offs den Mittelamerika-Vierten Honduras ausstach. Mit Peru befindet sich in dieser Staffel ein weiteres Team, das über die Play-offs den Weg nach Russland fand. Der Südamerika-Fünfte setzte sich auch dank des Ex-Schalkers Farfan gegen Neuseeland durch. Das Duell zwischen den Südamerikanern und Australien feiert bei einer WM Premiere.

Gruppe C: Frankreich hat den Titel statistisch sicher

Eine statistische Besonderheit spricht 2018 für einen Weltmeister Frankreich. Denn bei den Endturnieren 2006, 2010 und 2014 wurde jeweils der gesetzte Gruppenkopf auch Weltmeister, der sich in der Staffel tummelte, die von allen WM-Gruppen den besten Wert in der FIFA-Weltrangliste ausgewiesen hatte. Im Falle der WM 2018 ist dies eben die Gruppe C, mit Frankreich (Position 9), Dänemark (11), Peru (12) und Australien (39).

Gruppe D: Argentiniens Serie gegen Nigeria

In der Gruppe D wurde Vizeweltmeister Argentinien gelost. Angesichts des Gruppengegners Nigeria kann die Auswahl um Lionel Messi schon mal einen festen Dreier einplanen, denn bei Weltmeisterschaften gewannen die Südamerikaner immer gegen die Westafrikaner: Nämliche in den Gruppenspielen 1994 in den USA, 2002 in Japan/Südkorea, 2010 in Südafrika und zuletzt auch in Brasilien 2014. Die weiteren Gegner Argentiniens in Russland: Zum Auftakt WM-Neuling Island und Kroatien. Gegen die Balkan-Elf siegte Argentinien 1998 mit 1:0.

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© Getty Images/picture alliance/imago

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Gruppe E: Platzhirsch Brasilien - Costa Rica wieder als Wundertüte?

In der Gruppe E befindet sich der zweite südamerikanische Gigant: Brasilien, das nach der Enttäuschung bei der Heim-WM durch die Qualifikation spazierte und als einziges Team nicht bis zum letzten Spieltag um das WM-Ticket zittern musste. Die Selecao startet gegen die Schweiz, bei einer WM gab es dieses Duell bisher nur 1950, als sich der spätere Vizeweltmeister mit einem 2:2 begnügen musste. Die Serben treten teilweise mit den Jahrgängen an, mit denen sie U-19-Europa- und U-20-Weltmeister wurden. Star der Serben ist Nemanja Matic von Manchester United. Die vierte Mannschaft ist Costa Rica, das bei der WM 2014 groß auftrumpfte und in der Vorrunde vor Uruguay und den gescheiterten Nationen aus Italien und England Platz eins ergattert hatten. Erst im Viertelfinale war damals Schluss für die Mittelamerikaner, die mit 3:4 im Elfmeterschießen an den Niederlanden "scheiterten".

Gruppe G: Viele alte Bekannte bei England vs. Belgien

In der Gruppe G treffen sich mit Belgien und England zwei starke europäische Nationen. Die großen Stars der Roten Teufel wie Kevin De Bruyne, Vincent Kompany (beide ManCity), Eden Hazard (Chelsea), Marouane Fellaini und Romelu Lukaku (beide ManUnited) spielen allesamt in der englischen Premier League. Zu den beiden Europäern gesellen sich WM-Neuling Panama und Tunesien. Für die Mittelamerikaner sind die drei Gruppenspiele durchweg Premieren - und das unabhängig vom Wettbewerb.

Gruppe H: Drei Premieren für Lewandowski & Co.

In der Gruppe H ist Polen als Gruppenkopf gesetzt gewesen. Die Mannschaft um Bayern-Stürmer Robert Lewandowski, mit 16 Toren der beste Goalgetter der gesamten WM-Qualifikation, trifft in einer bunten Gruppe auf den Senegal, Japan und Kolumbien. Bisher gab es nur ein WM-Spiel zwischen diesen vier Mannschaften: 2014 gewann Kolumbien klar mit 4:1 gegen Japan.

bst

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