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11.10.2017, 21:51

Chile fährt nicht zur WM - Trainer Pizzi will aufhören

Vidals Zweideutigkeiten: "Das Ende von gar nichts"

Vieles kam am Mittwoch zusammen, sodass Copa-America-Champion Chile im kommenden Jahr nicht zur WM fährt. Trainer Juan Antonio Pizzi stellte umgehend sein Amt zur Verfügung - und steckte möglicherweise auch Arturo Vidal an, der sich aber auch schon wieder kämpferisch zeigte.

Hat im nächsten Sommer länger Pause: Chiles Arturo Vidal.
Hat im nächsten Sommer länger Pause: Chiles Arturo Vidal.
© imagoZoomansicht

Ohne Arturo Vidal und mit einem Punkt Vorsprung auf den sechsten Platz reiste Chiles Nationalmannschaft am Mittwochabend nach Sao Paulo. Gegen die schon lange qualifizierten Brasilianer benötigte "La Roja" einen Punkt, um zumindest die Play-offs sicher zu erreichen.

Und als wäre das 0:3 gegen die Seleção nicht schon bitter genug gewesen, teilten sich etwas weiter westlich Peru und Kolumbien (auf durchaus kuriose Weise) die Zähler und zogen beide - inklusive Argentinien - noch an Chile vorbei, das im kommenden Sommer nun zum Zusehen verdammt ist.

Damit fehlt neben dem Nordamerika- (USA) und Afrika- (Kamerun) auch der Südamerika-Meister in Russland.

Für Trainer Juan Antonio Pizzi, der bei sich die "maximale Verantwortung" sieht, ein schwer zu verkraftender Rückschlag. Der 49-jährige Argentinier bot umgehend seinen Rücktritt an, nachdem er noch im Vorjahr die Sonderausgabe der Copa America mit seiner Elf gewonnen hatte.

Der Triumph in den Vereinigten Staaten - wieder im Finale gegen Argentinien - bestätigte viele Chilenen, die in dieser Mannschaft, die schon 2015 als Sieger hervorgegangen war, eine "Goldene Generation" sahen.

Und das Aus in der WM-Qualifikation bestätigt nun wiederum diejenigen, die schon vom Ende jener Generation sprechen. Eine Generation, die so anders war als alle anderen. Die anstatt über fußballerische Kunst mit purem Kampf und Willen punktete. Die nicht nur in Südamerika Angst und Schrecken verbreitete.

Vidal sagt Danke - und adiós?

Fotos von den Triumphen der vergangenen Jahre gewannen am Folgetag des Scheiterns die Oberhand. Viele bedankten sich für "die tollen Jahre", die "vielen Erfolge" und die "schönen Momente".

Einer von ihnen war Arturo Vidal. Der Bayern-Akteur, der sich bereits vor dem Gruppenfinale aufgrund einer Gelbsperre tränenreich verabschiedet hatte, postete eine Notiz auf Twitter, in der er ebenfalls seinen Dank aussprach. Er habe in jedem Spiel sein Leben gelassen.

Gereicht hat es nur eben nicht. Und vielleicht leitet Vidal mit seinen Andeutungen über einen möglichen Rücktritt auch endgültig das Ende der Goldenen Generation ein, die wenigstens das erste Mal seit 2014 (WM, Copa, Copa, Confed-Cup) einen freien Sommer hat. Wenn es auch nur ein schwacher Trost ist.

Das ist das Ende von gar nichts. Nicht von unserer Generation, nicht dieses Teams und schon gar nicht ist es das Ende unserer Träume.

Dass Vidal tatsächlich der Auswahl Chiles den Rücken kehrt, ist allerdings noch eine offene Frage. Denn der Mittelfeld-Kämpfer stimmte sich verbal schon auf weitere "Kämpfe" ein, denn: "Das ist das Ende von gar nichts. Nicht von unserer Generation, nicht dieses Teams und schon gar nicht ist es das Ende unserer Träume." Und dann betonte er: "Auf geht's Chile, wir sehen uns im nächsten Kampf."

mkr

 
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WM-Qualifikation Südamerika - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Brasilien41:1141
 
2Uruguay32:2031
 
3Argentinien19:1628
 
4Kolumbien21:1927
 
5Peru27:2626
 
6Chile26:2726
 
7Paraguay19:2524
 
8Ecuador26:2920
 
9Bolivien16:3814
 
10Venezuela19:3512

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