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09.10.2017, 14:48

Abschluss in Südamerika: Chile droht abzurutschen

Sampaolis Durchhalteparolen: Springt Argentinien noch auf den WM-Zug?

Showdown in den Eliminatorias! In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (1.30 Uhr MESZ) fällt in Südamerika die Entscheidung darüber, welche Nationen das Ticket zur WM 2018 in Russland buchen dürfen. Brasilien ist schon längst durch, Uruguay hat es so gut wie geschafft. Doch dahinter rangelt sich ein Quintett um zwei bis drei weitere Plätze - darunter mit Argentinien auch eine kriselnde Großmacht.

Lionel Messi
Jetzt gilt's! Lionel Messi und die Albiceleste wollen nach Russland.
© picture-allianceZoomansicht

Für Argentinien und Lionel Messi gilt es, in Ecuador die historische Schmach zu vermeiden. Doch nach den jüngsten Ergebnissen überwiegt am Rio de la Plata Pessimismus. Der Vize-Weltmeister von 2014 blickt in den Abgrund.

Die Tabellensituation darf die Albiceleste weiter hoffen lassen. Die Lage mag nach dem 0:0 zu Hause gegen Peru in der erstmals seit 20 Jahren wieder für ein Qualifikationsspiel genutzten Bombonera dramatisch sein. Klar ist aber auch, dass es Argentinien in der Höhenluft von Ecuador aus eigener Kraft schaffen kann. Ein Sieg auf 2850 Metern Höhe - und Messi und Co. wären doch noch im siebten Himmel bzw. zumindest in den Play-offs.

1970 verpasste Argentinien bislang letztmals eine WM. Damals reichte es beim 2:2 in der Bombonera nicht zum Sieg gegen Peru, auch diesmal half die Stimmung im Hexenkessel nichts. Bleibt das andere Datum: 2001 schaffte es Argentinien mit einem Sieg in Ecuador zur WM 2002 - dort setzte es aber ein, kaum minder historisches, Aus in der Gruppenphase. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Argentinien wird die Geister, die es mit einer miserablen Qualifikation rief, (noch) nicht los.

Miserable Torausbeute - Sampaoli wird schon angezählt

16 Tore in 17 Begegnungen legen ein mittelmäßiges Zeugnis ab. Die beiden einzigen Pflichtspieltore im Jahr 2017 resultierten aus einem Eigentor Venezuelas beim 1:1 und einem fragwürdigen Elfmeter, den Messi zum 1:0-Sieg gegen Chile verwandelte. Dabei verfügt die Albiceleste neben dem Kapitän über weitere Offensivstars, doch weshalb ein Paulo Dybala oder ein Mauro Icardi gegen Peru im letzten Heimspiel nicht eine Minute randurften, bleibt das Geheimnis des bereits jetzt kritisierten Jorge Sampaoli. 0:0 in Uruguay, 1:1 gegen Venezuela, 0:0 gegen Peru: Nach nur drei Pflichtspielen wird der neue Coach, nach Gerardo Martino und Edgardo Bauza bereits der dritte in dieser Qualifikation, angezählt.

Während die Spieler die Medien boykottieren, helfen Sampaoli auch Durchhalteparolen wie "Wir brauchen Geduld" wenig. Die Medien hinterfragen, warum kein Psychologe dem Team angehöre, immerhin habe Argentinien neben dem WM-Finale auch die Endspiele 2015 und 2016 der Copa America gegen Chile verloren. Dass angesichts der Konstellation, mit einem Sieg zumindest die Play-offs zu erreichen, "Enthusiasmus" herrsche, wird Sampaoli als Pfeifen im Walde ausgelegt.

Chile steht ohne Vidal vor dem Aus

Neben Argentinien (25 Punkte) müssen Chile, Kolumbien (beide 26), Peru (25) und Paraguay (24) noch zittern. Der Dritte und Vierte fahren mit nach Russland, der Fünfte kann sich über die Play-offs gegen Außenseiter Neuseeland qualifizieren. Für Kolumbien soll es Bayern-Star James richten, in Peru. Mal wieder. Im Juni 2012 sicherte der Offensivmann in seinem fünften Länderspiel mit seinem ersten Treffer Kolumbien den 1:0-Sieg in Lima. Gleiches käme den Gästen nun in der Nacht auf Mittwoch zupass, nachdem sich die Cafeteros zuletzt zu Hause in den Schlussminuten von Paraguay übertölpeln ließen. Trotz des 1:0 durch Falcao stand am Ende statt der geglückten Qualifikation ein 1:2. Zittern ist nun angesagt, und Kolumbien hat sich hinter dem Motto "Mit intaktem Glauben" versammelt. Gewinnt man, ist man durch, vielleicht sogar bei einem Remis. Nur ein Stammspieler ist gesperrt: Milans Cristian Zapata.

Ein Remis braucht auch Chile, um zumindest die Play-offs zu erreichen. Der Haken: Der Südamerikameister muss nach Brasilien, das in der Quali nie zu Hause verlor. Zudem fehlt Chile Arturo Vidal, der gegen Ecuador Gelb sah und bereits abreiste. "Das ist eine große Schwächung", sagt Kapitän Claudio Bravo. Vidal wird so in der Endphase erneut zur negativen Schlüsselfigur, hatte er doch im September beim 0:3 gegen Paraguay ein Eigentor erzielt. Ob im Extremfall gar der angeschlagene Leverkusener Charles Aranguiz aufläuft, ließ Trainer Juan Antonio Pizzi offen.

Uruguay nur rechnerisch noch Wackelkandidat

Bereits qualifiziert fühlt sich Uruguay: Angesichts der besseren Tordifferenz gegenüber Argentinien würde die Celeste das Ticket nur verpassen, wenn man gegen Bolivien etwa 0:5 verlöre und Argentinien in Ecuador 4:0 siegte. Trainer Oscar Tabarez testete daher zuletzt bereits die Talente Fede Valverde (La Coruña) oder Rodrigo Bentancur (Juve). An den Stars Luis Suarez, Edinson Cavani oder Diego Godin führt aber weiter kein Weg vorbei.

aho/sl/jhp

Tabellenrechner WM-Qualifikation Südamerika
 
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WM-Qualifikation Südamerika - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Brasilien41:1141
 
2Uruguay32:2031
 
3Argentinien19:1628
 
4Kolumbien21:1927
 
5Peru27:2626
 
6Chile26:2726
 
7Paraguay19:2524
 
8Ecuador26:2920
 
9Bolivien16:3814
 
10Venezuela19:3512

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