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05.09.2017, 22:40

WM-Qualifikation, 8. Spieltag

WM wohl ohne Österreich - Türkei meldet sich zurück

Der WM-Zug für Österreich ist nach einem Remis zu Hause gegen Georgien wohl abgefahren, Serbien hält in der Gruppe D alle Trümpfe in der Hand. In der Gruppe G geht der Zweikampf zwischen Spanien, das Liechtenstein abfertigte, und Verfolger Italien weiter. Hochspannung herrscht in der Gruppe I, nachdem die Türkei Tabellenführer Kroatien schlug und Island die Ukraine von Platz zwei schubste. Zwei Punkte trennen die vier Kontrahenten.

Gruppe D: Österreich wohl aus dem Rennen - Serbien kann fast schon planen

Marko Arnautovic
Muss bei der WM mit Österreich wohl zuschauen: Marko Arnautovic.
© imagoZoomansicht

Ohne den an der Wade verletzten Sabitzer (Leipzig) ging Österreich in die Partie gegen Georgien. Das Team von Trainer Marcel Koller stand nach dem 0:1 in Wales unter Siegzwang, musste aber früh eine kalte Dusche hinnehmen: Gvilia versenkte aus halblinker Strafraumposition den Ball im ÖFB-Gehäuse (8.). Harniks (Hannover) Kopfball landete an der Latte (18.), zu allem Überfluss musste dann auch noch mit Alaba vom FC Bayern der Star des Teams verletzt raus (37.). Alaba-Ersatz Schaub brachte Österreich aber zurück ins Spiel, als er nach einer Harnik-Großchance abstaubte (43.). Im zweiten Durchgang drängte Österreich auf den Siegtreffer, doch die Koller-Elf agierte insgesamt zu ideenlos in der Offensive. Trotz aller Bemühungen blieb es beim 1:1. Zu wenig, um im Rennen für ein WM-Ticket weiter mitreden zu können.

Im Spitzenspiel der Gruppe D stieß Serbien die Tür zur Weltmeisterschaft weit auf. Durch einen 1:0-Auswärtssieg beim vorherigen Zweiten Irland beträgt der Vorsprung zwei Spieltage vor Schluss vier Zähler. Die Südosteuropäer schwangen im stimmungsvollen Aviva Stadium von Beginn an das Zepter und kombinierten flüssig, die heimischen "Boys in Green" legten das Hauptaugenmerk auf eine effektive Defensivarbeit. Das ging bis zur 55. Minute gut, als sich der schussgewaltige Linksverteidiger Kolarov aufmachte und die Kugel nach Kostics Vorlage von links im Strafraum unter den Querbalken donnerte. Irland wehrte sich gegen die drohende Niederlage, nach Maksimovics Platzverweis wegen einer Notbremse keimte Hoffnung auf (68.). Doch der Treffer fiel nicht mehr - und die Hausherren verloren erstmals unter Trainer Martin O'Neill (seit 2013 im Amt) ein Heimspiel in Dublin.

Tabellenrechner WM-Qualifikation Europa

Auch in Moldawien konnte sich Wales auf Ben Woodburn verlassen. Der 17-Jährige, der bei seinem Länderspieldebüt am vergangenen Samstag das goldene Tor gegen Österreich markiert hatte, assistierte Robson-Kanu nach einem starken Solo auf der linken Seite. Der Angreifer musste zur walisischen Erlösung nur den Kopf hinhalten (80.), Ramsey machte in der Nachspielzeit schließlich den Deckel drauf, sodass die Waliser in Gruppe D an Irland vorbeizogen.

Gruppe G: Kantersieg für Spanien - Italien bleibt dran

Spanien ist den nächsten Schritt Richtung WM mit einem Kantersieg gegangen. Die Iberer machten in Liechtenstein früh klar, wer der turmhohe Favorit ist und führten bereits nach 16 Minuten durch Kopfballtore von Sergio Ramos und Morata sowie einen Abstauber von Isco 3:0. Silva vor der Pause per Freistoß, Iago Aspas (2), Morata mit seinem zweiten Treffer und ein Eigentor nach der Pause machten den 8:0-Triumph perfekt.

Spanien ist aber noch nicht durch, weil Italien dem Weltmeister von 2010 durch ein Tor des Ex-Dortmunders Immobile gegen Israel weiter mit drei Punkten Rückstand im Nacken hängt. Nach der deutlichen Niederlage im Spitzenspiel in Madrid (0:3 gegen Spanien) fand die "Squadra Azzurra" gegen Israel zurück in die Spur. Das Spiel gegen extrem defensiv eingestellte Israelis gestaltete sich allerdings als zähe Angelegenheit, in der Italien trotz knapp 70 Prozent Ballbesitz in der ersten Hälfte kaum Torgefahr ausstrahlte. Mit Wiederbeginn forcierte Italien seine Bemühungen - und prompt drückte Immobile eine Candreva-Flanke über die Linie (53.).

Albanien hat sich zumindest die theoretische Chance auf die Play-offs offengehalten, ist in Mazedonien jedoch nicht über ein 1:1 hinausgekommen. Das Team um den Hamburger Mavraj agierte zumeist tonangebend und ging nach 53 Minuten durch Roshi mit 1:0 in Führung. Diese brachten die Albaner jedoch nicht über die Zeit, da der Torschütze zum Unglücksraben avancierte und in der 78. Minute den Ball im eigenen Strafraum an den Arm bekam. Den anschließenden Elfmeter zum 1:1-Endstand verwandelte der eingewechselte Trajkovski.

Gruppe I: Türkei und Island sorgen für Hochspannung

In Feierlaune: Die Türkei schlägt Kroatien dank Tosun.
In Feierlaune: Die Türkei schlägt Kroatien dank Tosun.
© Getty Images

In der Gruppe I hat die Türkei das Rennen um die WM-Qualifikation noch einmal richtig spannend gemacht. Das Team von Mircea Lucescu behielt in einer durchweg spannenden Partie gegen Kroatien knapp die Oberhand und greift dank eines 1:0 wieder kräftig in das Rennen um den Gruppensieg ein. Während die Türken sich in Durchgang eins noch glücklich schätzen konnten, nicht in Rückstand und eventuell sogar in Unterzahl geraten zu sein - Buraks Handspiel im eigenen Strafraum wurde nicht geahndet (10.) -, sorgte Tosun für großen Jubel im Atatürk-Stadion in Eskisehir, als er nach einem Subasic-Patzer das 1:0 erzielt hatte (75.). Gegen aufopferungsvoll kämpfende Türken fiel den Kroaten nicht mehr viel ein, sodass die Hausherren letztlich drei enorm wichtige Punkte einfuhren und den Kroaten (16) mit nun 14 Zählern im Nacken sitzen.

Im zweiten Duell um die Spitzenplätze in der Gruppe I hat Island in Reykjavik verdient mit 2:0 gewonnen und die Ukraine auf den vierten Rang verdrängt. Das Team von Heimir Hallgrimsson ging nach einer torlosen ersten Halbzeit in der 47. Minute durch einen Sigurdsson-Treffer mit 1:0 in Front. Ein Tor mit fadem Beigeschmack, nachdem Gudmundsson zuvor Keeper Pyatov gefoult hatte. Mit der Führung im Rücken agierten die Isländer immer stärker und stellten nach 66 Minuten auf 2:0. In der Folge fiel den Gästen aus der Ukraine nicht mehr viel ein, sodass es letztlich bei einem verdienten Heim-Erfolg für Island blieb, das mit 16 Zählern nun punktgleich mit Kroatien auf Platz zwei liegt. Doch auch die Ukraine hat mit 14 Punkten noch alle Chancen, auf dem WM-Zug aufzuspringen.

Finnland hat den zweiten Sieg dieser Qualifikationsrunde eingefahren und im Kosovo knapp mit 1:0 gewonnen. Das entscheidende Tor erzielte der ehemalige Schalker Pukki in der 83. Minute.

nik/mam/kög

 
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weitere Infos zu Koller

Vorname:Marcel
Nachname:Koller
Nation: Schweiz


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