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07.09.2017, 21:07

Rumänischer Nationalcoach will keine "Schuldigen suchen"

Nach WM-Aus: Daums Zukunft entscheidet sich nächste Woche

Bleibt er, geht er oder muss er gar gehen? Nationaltrainer Christoph Daum (63) sucht nach dem Scheitern der rumänischen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation das Gespräch mit dem Verband, um seine Zukunft zu klären. Diese wird sich in der kommenden Woche klären.

Wie sieht seine Zukunft aus? Rumäniens Nationaltrainer Christoph Daum weiß es wohl selbst noch nicht genau.
Wie sieht seine Zukunft aus? Rumäniens Nationaltrainer Christoph Daum weiß es wohl selbst noch nicht genau.
© imagoZoomansicht

"Laut Vertrag, falls die Qualifikation scheitert, was der Fall ist, endet mein Vertrag im Dezember 2017. Aber alles muss ich mit dem Verbandspräsident und mit dem ganzen Board des Verbandes besprechen. Ich werde nachdenken, und nachher wird man die Entscheidung treffen", erklärte Daum nach dem enttäuschenden 0:1 in Podgorica gegen Montenegro (Monaco-Neuzugang Stevan Jovetic besorgte das goldene Tor).

Razvan Burleanu, der Präsident des rumänischen Fußball-Verbandes FRF, sagte am Donnerstag, dass die Technische Kommission am Montag über Reaktionen auf die gescheiterte Qualifikation für die WM 2018 in Russland beraten werde. Das Exekutivkomitee werde laut Burleanu aber erst am Donnerstag oder Freitag über die Zukunft Daums entscheiden.

"Ich bin wie alle Rumänen sehr enttäuscht, dass wir die Qualifikation verpasst haben. Das habe ich auch Herrn Daum gesagt", sagte Burleanu: "Er ist auch sehr enttäuscht, aber eines ist klar: Herr Daum ist ein Vollprofi." Der Präsident werde jede Entscheidung des Exekutivkomitees stützen, auch eine sofortige Entlassung des 63-Jährigen. Daums Vertrag endet nach dem Quali-Aus im Dezember 2017, weitere Klauseln gebe es laut Burleanu nicht.

Der 63-jährige Daum steht in Rumänien seit Wochen durch verschiedene Medien im Kreuzfeuer der Kritik. Zuletzt hatte es gar beim 1:0-Heimsieg am vergangenen Freitag in Bukarest gegen Armenien Unmutsäußerungen der Zuschauer gegen seine Person gegeben.

"Es macht keinen Sinn, jetzt Schuldige zu suchen"

Diesmal sprangen keine Punkte heraus - die WM-Qualifikation ist endgültig futsch. "Ich bin sehr enttäuscht. Dieses Land verdient es, bei einer WM nach so einer langen Zeitspanne wieder dabei zu sein. Jetzt, gleich nach dem Spiel, macht es aber keinen Sinn, Schuldige zu suchen", äußerte Daum nach Schlusspfiff.

Der Fußballlehrer betonte erneut, dass man Aufbauarbeit von ihm verlangt habe. Zu seiner Zukunft als rumänischer Nationalcoach meinte Daum: "Ob mit mir oder ohne mich? Jetzt, unmittelbar nach dem Spiel, wenn alles so emotional ist, hat es keinen Sinn, über meine Zukunft zu reden." Er müsse zunächst seinen Kopf freibekommen. Bei den Fans zumindest hat Daum seinen Kredit wohl verspielt.

msc/sid

 
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weitere Infos zu Daum

Vorname:Christoph
Nachname:Daum
Nation: Deutschland

WM-Qualifikation Europa - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Polen18:1119
 
2Dänemark18:716
 
 Montenegro18:716
 
4Rumänien8:89
 
5Armenien8:196
 
6Kasachstan4:222

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