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12.11.2016, 22:40

WM-Quali: Punkt für Serbien - Kroatien besiegt Island

Italien und Spanien im Gleichschritt - Österreich patzt

Österreich schwimmen in der Qualifikation zur WM-Endrunde 2018 in Russland frühzeitig die Felle davon. Das Austria-Team kassierte eine bittere Niederlage gegen Irland. Weiter ungeschlagen bleibt Kroatiens Nationalmannschaft, die vor leeren Rängen das EM-Überraschungsteam aus Island besiegte. Italien und Spanien gehen weiter im Gleichschritt, während Serbien einen Punkt aus Wales entführte.

Gruppe D: Irland dankt McClean - Erster Punkt für Moldawien

James McClean
Torschütze für Irland in Österreich: James McClean.
© picture allianceZoomansicht

Das frühe Aus für Österreich droht! Die Alpenrepublik begann zwar am 4. Spieltag der WM-Quali gegen Irland schwungvoll und verzeichnete zwei Chancen durch Sabitzer (6.) und Janko (9.). Anschließend verflachte die Partie aber - und die Iren wurden mutiger. Inklusive Erfolgserlebnis: McClean verwertete drei Minuten nach Wiederanpfiff einen Konter und traf durch die Beine von Torwart Özcan zur Führung. Nun waren die Hausherren gefordert, taten sich aber offensiv schwer. Am gefährlichsten wurde da noch Alabas Distanzschuss, der auf dem Tornetz landete (66.), und Jankos Kopfball kurz vor dem Ende (90.+4). Doch es sollte erneut nicht sein. Somit wuchs der Rückstand der Mannschaft von Trainer Marcel Koller auf Irland auf stolze sechs Punkte an.

Gruppengegner Georgien verspielte derweil gegen Moldawien eine zwischenzeitliche 1:0-Führung. Zunächst schlenzte Kazaishvili das Leder zur georgischen Führung ins lange Eck (16.). Nach teilweise langen und zähen Minuten ohne Höhepunkte war es schließlich Gatcan mit seinem sehenswerten Volleytreffer, der den Ausgleich markierte (78.). Für Moldawien war dies der erste Punkt der WM-Quali, Georgien wartet weiter auf den ersten Sieg.

Bale hat den Sieg auf dem Fuß

Im dritten Spiel der Staffel D gehörte das letzte Wort den Serben, die anfangs in Wales auch besser ins Spiel und die ersten 20 Minuten die präsentere Mannschaft waren. Die beste Möglichkeit hatte Ivanovic per Kopf (17.). Effektiver präsentierten sich dann aber die Drachen: Robson-Kanu luchste dem schwach agierenden Schalker Nastasic den Ball ab und gab ihn weiter zu Bale. Der Real-Star fackelte nicht lange und vollendete durch die Beine von Ivanovic zur Führung (30.). Nach dem Seitenwechsel passierte vor beiden Toren wenig, Wales verteidigte die Führung zunächst clever. Doch nach einem Pfostenschuss von Bale kam es auf der anderen Seite, wie es kommen musste: Mitrovic setzte sich im Strafraum durch und köpfte das Leder an den linken Innenpfosten, von dort aus prallte der Ball ins Tor (85.). Die Serben hielten mit diesem Remis die zwei Punkte Vorsprung auf Wales, mussten aber die Tabellenführung an Irland abgeben.

Gruppe G: Zweikampf zwischen Spanien und Italien - Starkes Squadra-Sturmduo

Es ist der vielleicht heißeste Clinch in der WM-Qualifikation für die Endrunde 2018 in Russland: Mit Spanien und Italien kämpfen zwei große Nationen verbissen um den Platz an der Sonne, denn der andere Fußballgigant muss aller Voraussicht nach als Zweiter den Umweg der K.-o.-Runde nehmen.
Die minimal besseren Karten hält aber auch nach diesem Samstag weiterhin der Weltmeister von 2010 in der Hand: Die Spanier besiegten in Granada den krassen Außenseiter Mazedonien mit 4:0 - und stehen nach vier Spieltagen in der WM-Quali-Gruppe G mit nunmehr zehn Punkten und einem Torverhältnis von 15:1 an der Tabellenspitze. Den Treffer des Tages für "La Furia Roja" verbuchte allerdings Mazedoniens Velkoski, der eine Flanke von Carvajal rechts oben ins eigene Tor köpfte (34.). Erst im zweiten Abschnitt machten dann Spieler aus den eigenen Reihen weiter: Vitolo (63.), Monreal (84.) und Aduriz (85.) stellten das 4:0 her und hielten damit eine phänomenale Statistik am Leben. Seit 57 WM-Qualifikationsspielen hat Spanien nicht mehr verloren (44 Siege, 13 Remis).

Umarmung der Torschützen: Ciro Immobile und Andrea Belotti (l.).
Umarmung der Torschützen: Ciro Immobile und Andrea Belotti (l.).
© Getty Images

Konkurrent Italien lässt derweil nicht locker - und hat nach dem 4:0 in Liechtenstein ebenfalls zehn Zähler auf der Habenseite stehen (11:4 Tore). Nationaltrainer Giampiero Ventura konnte mit der Leistung äußerst zufrieden sein, machte seine Truppe doch vom Anpfiff weg klar, wer Chef im Ring ist: Belotti (11.), der ehemalige Dortmunder und aktuelle Lazio-Stürmer Immobile (12.), Candreva (32.) sowie erneut Belotti (44.) brachten den Sieg zeitig unter Dach und Fach. Im zweiten Durchgang erlaubten es sich die Azzurri dann, mehrere Gänge zurückzuschalten. Es blieb beim souveränen 4:0.

Überraschungsnation Israel?

Wie von Anfang an erwartet wurde, werden demnach höchstwahrscheinlich die beiden direkten Duelle zwischen Spanien und Italien den Kampf ums Ticket entscheiden - genauer gesagt das Rückspiel am 2. September 2017 in Spanien (Hinspiel: 1:1). Doch Obacht, eine andere Möglichkeit tut sich auch noch auf: Israel nämlich lauert nach dem 1:0-Erfolg in Albanien auf eventuelle Ausrutscher der zwei Granden in der Gruppe G. Dank der Torschützen Zahavi (18.), der nach einer Notbremse inklusive Platzverweis von Abwehrmann Djimsiti den fälligen Elfmeter gegen am Ende sogar zu neunt (!) spielende Albaner (55., Rot für Torwart Berisha) sicher ins linke Eck verwandelte, Einbinder (66.) und Atar (84.) darf die bei neun Punkten stehende Nation durch das 3:0 von der WM träumen.

Gruppe I: Kroatien setzt sich ab - Ukraine überholt Island

Durch einen 2:0-Sieg vor leeren Rängen gegen Island baute Tabellenführer Kroatien sein Konto auf zehn Punkte aus. Brozovic brachte seine Mannschaft bereits in der Anfangsphase in Front (15.). Kurz vor Schluss machte der Mittelfeldmann mit seinem zweiten Treffer den Deckel drauf (90.+1). Einziger Wermutstropfen für die Kroaten: Perisic sah nach einem völlig unnötigen Foul an Bjarnasson in der Nachspielzeit die Rote Karte (90.+4). Für die "Wikinger" war es die erste Niederlage in der laufenden Qualifikationsrunde.

Im Parallelspiel siegte die Türkei gegen Außenseiter Kosovo mit 2:0. Nach torlosem ersten Durchgang schlug die Mannschaft von Trainer Fatih Terim kurz nach der Pause per Doppelschlag zu. Die Tore für den Favoriten erzielten Burak (51.) und Sen (55.).

Später am Abend besiegte die Ukraine mit Schalkes Konoplyanka Finnland mit 1:0. Torhüter Hradecky (Eintracht Frankfurt) wurde in der 24. Minute vom ehemaligen Stuttgarter Kravets überwunden. Damit zog die Ukraine in der Tabelle an Island vorbei und ist nun mit zwei Punkten Rückstand auf Kroatien Zweite.

kon

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Vorname:Marcel
Nachname:Koller
Nation: Schweiz


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