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09.10.2016, 22:52

WM-Quali, Europa, 3. Spieltag: Kroaten im Schongang - Georgien ärgert Wales

Spanien souverän, Immobile rettet Italien - Serbien siegt

Der 3. Spieltag der europäischen WM-Quali am Sonntag: Die Georgier überraschten die Waliser und trotzten Bale & Co. ein 1:1 ab. Die Kroaten holten sich drei Zähler in Finnland. Eine klare Angelegenheit war das Duell Ukraine gegen den Kosovo, das 3:0 endete. Serbien lieferte sich mit Österreich einen unterhaltsamen Schlagabtausch, den die Balkan-Elf mit 3:2 gewann und sich damit auf Platz eins hievt. Die Spanier springen durch das 2:0 in Albanien ebenso an die Spitze, zusammen mit den Italienern, die in Mazedonien haarscharf an einer Blamage vorbeischrammten. Die Isländer kochten die Türkei mit 2:0 ab. Irland siegte 3:1 in Moldawien.

Gruppe D: Georgien ärgert Wales

Einer gegen fast alle: Der Waliser Bale köpft wuchtig zum 1:0 gegen Georgien ein.
Einer gegen fast alle: Der Waliser Bale köpft wuchtig zum 1:0 gegen Georgien ein.
© Getty ImagesZoomansicht

Zur Eröffnung des dritten Spieltags in der europäischen WM-Qualifikation musste Wales mit einer überraschenden Punkteteilung gegen Georgien leben und verlor in der Gruppe D Platz eins. Die frühe Führung für die Mannschaft von der britischen Insel besorgte Bale, der nach einer Ledley-Ecke wuchtig einnickte. Wer gedacht hätte, dass die Waliser damit schon auf die Siegerstraße eingebogen wären, sah sich bitter getäuscht. Die Georgier standen defensiv sicherer und setzten immer wieder kleine Nadelstiche. Bei dem nicht unverdienten Ausgleich allerdings half die walisische Abwehrreihe nach, die nach einem weiten Ball von Kazaishvili auf Abseits spielen wollte und so Okriashvili ungehindert Keeper Hennessey zum 1:1 überwinden konnte. Die Waliser versuchten nach dem Rückschlag noch einmal mehr Offensivkraft zu entwickeln, aber ein zweiter Treffer wollte Bale & Co. nicht gelingen - stattdessen konnten sich die Hausherren glücklich schätzen, von frech aufspielenden Georgiern nicht noch den zweite Gegentreffer kassiert zu haben.

3:2! Serbiens Tadic ist zu viel für Österreich

Erfolgreiches Gespann für Serbien: Tadic und Aleksandar Mitrovic.
Erfolgreiches Gespann für Serbien: Tadic und Aleksandar Mitrovic.
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Serbien setzte sich am Abend gegen Österreich mit 3:2 durch und übernimmt damit die Führung in der Gruppe. Der Matchwinner für die Serben war in der ersten Halbzeit Aleksandar Mitrovic, der gegen die Gäste einen Doppelpack schnürte. Beim 1:0 profitierte er von einem Ballverlust der Österreicher, so dass er aus wenigen Metern ein Tadic-Zuspiel einschieben konnte. Auch beim 2:0 funktionierte das Zusammenspiel der beiden - Flanke Tadic, Kopfballtor Mitrovic. Den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer für die Alpenrepublik erzielte der Leipziger Sabitzer - auch hier hatte ein Mitrovic seine Füße im Spiel, Stefan Mitrovic fungierte als unfreiwilliger Vorlagengeber. In der zweiten Halbzeit konnte zunächst Janko den erneuten Ausgleichstreffer erzielen, aber das sollte nicht der Schlusspunkt in dieser unterhaltsamen Partie sein. Tadic betrat noch einmal die Bühne und besorgte den umjubelten 3:2-Siegtreffer.

Im dritten Spiel der Gruppe gewann Irland in Moldawien mit 3:1. Long hatte die Mannen von der grünen Insel früh in Führung gebracht - sein Flachschuss schlug in der 2. Minute ein. Doch die Moldawier schlugen quasi mit dem Halbzeitpfiff zurück - Bugaiov schloss seinen Lauf mit einem Schuss aus 15 Metern erfolgreich ab. Die letzten Worte hatten dann aber noch einmal die Gäste - McClean machte den Dreier mit einem Doppelschlag perfekt. Die Iren rutschen damit auf Platz zwei hinter dem punktgleichen Serbien.

Gruppe I: Kroatien im Schongang: 1:0 in Finnland dank Mandzukic

Die kroatische Nationalmannschaft war in Finnland gefordert und konnte mit dem knappen 1:0-Auswärtserfolg Platz eins in der Gruppe I untermauern. Schon in der 18. Minute jubelten die Kroaten, als Vrsaljko eine weite Flanke schlug und der für Frankfurt spielende finnische Torwart Hradecky den Ball falsch einschätzte. Am zweiten Pfosten erwischte der Hoffenheimer Kramaric das Leder und bugsierte sie fast ins Tor - doch letztlich über die Linie drückte Mandzukic das Spielgerät. Danach stellten die Kroaten ihre zielstrebigen Offensivaktionen zunehmend ein und die Finnen konnten die Partie ausgeglichen gestalten. Nach vorne fehlte den Hausherren allerdings lange Zeit die spielerischen Mittel. Erst nach rund einer Stunde konnten die Skandinavier etwas mehr Druck entwickeln, aber die Elf vom Balkan kam zu keiner Zeit in echte Bedrängnis. Die lethargisch wirkenden Kroaten hatten dann eine Viertelstunde vor dem Ende bei einem Pfostenschuss von Perisic Pech. Durch den Dreier haben die Kroaten nun sieben Zähler auf dem Konto.

Ukraine: Kein Elfmeter für Konoplyanka beim klaren 3:0 gegen Kosovo

Im zweiten Spiel der Gruppe konnte die Ukraine dank der Tore durch Kravets, Yarmolenko und Rotan einen souveränen 3:0-Heimsieg gegen den Kosovo einfahren und bleiben mit nun fünf Zählern an den führenden Kroaten dran. Beim Führungstor hatte der frühere Stuttgarter Kravets etwas Glück, denn sein Schuss wurde noch unhaltbar abgefälscht und flog als Bogenlampe in den Kasten. Zwischenzeitlich wurde dem Schalker Konoplyanka ein glasklarer Elfmeter verweigert, doch am Sieg der Ukrainer war nichts zu deuteln: Yarmolenko und Rotan legten beruhigend zum 3:0-Endstand nach.

Island besiegte dank eines Doppelschlags kurz vor der Halbzeitpause die Türkei mit 2:0 und zieht nach Punkten mit Tabellenführer Kroatien gleich. Die Türken, die mit Emre Mor (BVB), Ömer Toprak sowie Hakan Calhanoglu (beide Leverkusen) drei Bundesliga-Profis in der Startelf hatten, hatten beim ersten Gegentor Pech, denn ein scheinbar harmloser Schuss von Bjarnason prallte in Topraks Gesicht und von dort ins Netz. Die Türkei war dadurch kurzfristig aus dem Konzept und kassierte gleich den nächsten Treffer. Der Augsburger Finnbogason war entwischt und schlug per Volleyschuss zum 2:0 zu.

Gruppe G: Hemeds Doppelschlag hilft Israel

Israel gewann in der Gruppe G knapp gegen Liechtenstein. Nach 90 Minuten hieß es 2:1, wobei den Grundstein zum Sieg ein früher Doppelschlag von Hemed in der 4. und 16. Minute legte. Zwar konnten die Liechtensteiner durch Göppel die Partie nochmal spannender machen, doch zu Punkten reichte es nicht. In der Tabelle schieben sich die Israelis mit sechs Zählern an Spanien vorbei - die Iberer sind am Abend beim Spitzenreiter Albanien gefordert.

Immobiles Doppelschlag verhindert die italienische Blamage

Italiens Retter: Immobile.
Italiens Retter: Immobile.
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Die Italiener waren am Abend in Mazedonien gefordert und lösten die Aufgabe beim weiterhin punktlosen Team vom Balkan mit dem notwendigen Mindestaufwand. Belotti brachte die Squadra Azzurra per Kopfball nach einer Ecke in Führung, danach verwalteten die Italiener den knappen Vorsprung. Und das offensichtlich zu sehr, denn der Außenseiter kam nach dem Seitenwechsel zum Ausgleich durch Nestorovski. Die Italiener hatten im Aufbau den Ball verloren und der davongeeilte Offensivmann ließ Buffon keine Chance. Und keine zwei Minuten später sollte es noch bitterer werden für die Italiener, denn Hasani schoss die Mazedonier sogar mit 2:1 in Führung - erneut war die italienische Torwart-Legende chancenlos. Bahnte sich eine Sensation an? Nicht, wenn man Immobile auf dem Platz hat. Der frühere Dortmunder machte erst den 2:2-Ausgleich und markierte in der Nachspielzeit den 3:2-Siegtreffer.

Albaniens Berisha hilft Spanien: Diego Costa und Nolito eiskalt

Die Spanier traten zum Spiel des Jahres für Albanien ebenfalls auf dem Balkan an. Dabei taten sich die Iberer gegen die kampfstarken Doppeladler 45 Minuten sehr schwer. Nachdem der Europameister von 2012 in der Anfangsphase ein paar gute Chancen liegenließ, hatten sich die Albaner defensiv besser sortiert und leisteten energisch Widerstand. Im zweiten Abschnitt mühten sich die Spanier weiterhin gegen die vielbeinige Abwehr der Albaner und wurden dann durch einen verunglückten Pass von Torwart Berisha zum Toreschießen eingeladen - Silva bediente Diego Costa zum 1:0. Der eingewechselte Nolito brauchte nur fünf Minuten zum Warmlaufen, ehe er mit einem Solo den 2:0-Endstand besorgte.

bst

Fünf Minuten Warmlaufen bis zum 2:0: Spaniens Joker Nolito.
Fünf Minuten Warmlaufen bis zum 2:0: Spaniens Joker Nolito.
© Getty Images
 
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