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06.10.2016, 23:00

WM-Qualifikation am Donnerstag

Italiens strittiger Punkt - Island im späten Glück

Der 2. Spieltag in der WM-Qualifikation hatte gleich mal einen Leckerbissen zu bieten: Italien empfing Spanien zum Favoritenduell der Gruppe G, spielte 1:1 und wahrte damit eine tolle Serie. Der Auftritt des EM-Halbfinalisten Wales in Österreich endete nach unterhaltsamen 90 Minuten 2:2. Derweil gab es im hohen Norden beim 3:2 zwischen Island und Finnland eine späte Wende, während die Türkei gegen Ukraine nicht über ein Unentschieden hinauskam. Kroatien legte einen Kantersieg hin.

Italiens Held: Daniele de Rossi bejubelt das 1:1.
Italiens Held: Daniele de Rossi bejubelt das 1:1.
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Ein Hammer-Duell der Schwergewichte stand in der Gruppe G an. Die Italiener empfingen Spanien und hatten mit der Furia Roja ihre liebe Mühe. Während die Gäste ihr Angriffsspiel mit viel Ballbesitz aufzogen, aber letztlich im Abschluss zu unpräzise blieben (Iniesta, 11., Piqué, 25.), beschränkte sich die Squadra Azzurra aufs Verteidigen. Nach Wiederanpfiff bot sich im ausverkauften Juventus Stadium das gleiche Bild. Diesmal aber waren die Spanier erfolgreicher, auch dank gütiger Mithilfe von Buffon: Der Keeper ging zu zögerlich zu Werke, Vitolo schob zum 1:0 ein (55.). Marco Parolo und der eingewechselte Ciro Immobile hätten für den Ausgleich sorgen können (57., 64.). Zudem hatte Diego Costa Glück, dass ihm der deutsche Schiedsrichter Felix Brych nicht Gelb-Rot zeigte (67.). Als sich alles schon auf einen spanischen Sieg eingestellt hatte, kam die Wende, denn in der Schlussphase fiel das nicht unumstrittene 1:1. Eder hob im Zweikampf mit Sergio Ramos ab, Dr. Brych zeigte trotz aller Proteste auf den Punkt. De Rossi verwandelte den umstrittenen Elfmeter sicher (82.). Durch das 1:1 bleiben die Italiener in der Geschichte der WM-Qualifikation zu Hause noch immer ungeschlagen.

Mazedonien weiter sieglos

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Im Kampf der Verfolger war Israel zu Gast in Mazedonien. Hemed von Brighton & Hove Albion aus der englischen Championship traf nach 25 Minuten zum 1:0 für Israel. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Ben Haim II von Maccabi Tel Aviv nach einem Konter auf 2:0 (43.). Zwar kamen die Hausherren noch durch ein Tor von Nestorovski auf 1:2 heran, mehr gelang aber nicht (63.). Damit wartet Mazedonien weiter auf die ersten Punkte.

Albanien ist neuer Spitzenreiter

Im dritten Match der Gruppe ging Albanien, angeführt von Kapitän Mavraj vom 1. FC Köln, in Liechtenstein früh durch Hyka in Front. Der Mittelfeldmann vom FC Luzern köpfte aus kurzer Distanz ein (11.). Dann verteidigten die Hausherren zwar gut und ließen kein weiteres Gegentor zu, kassierten dann aber doch noch in der 71. Minute das 0:2 durch Balaj. Das war dann auch der Endstand und die Albaner feierten den zweiten Sieg in zweitem Spiel - und kletterten an die Spitze des Tableaus.

Kosovo chancenlos gegen Kroatien

In Gruppe I ist Kroatien der Favorit. Dieser Rolle wurden die Feurigen dann auch gerecht - und das ohne die verletzten Stars Modric (Knie-OP), Rakitic (Achillessehnenprobleme) und Lovren (Leistenverletzung). Dafür sprang im albanischen Shkodra (Kosovo verfügt über kein Stadion, das die FIFA-Kriterien erfüllt) Mandzukic in die Bresche. Dem bulligen Angreifer glückte in Hälfte eins ein lupenreiner Hattrick: Der ehemalige Bundesliga-Profi (Wolfsburg, Bayern München) veredelte zuerst einen Pass von Hoffenheims Kramaric zur frühen Führung (6.) und legte später zweimal per Kopf nach (24., 35.). Damit war die Messe schon gelesen, und der Kosovo verlor in Albanien sein erstes offizielles Heimspiel. Die Niederlage fiel aber noch höher aus, da Mitrovic (68.), Perisic (83.) und Kalinic (90.+2) sich ebenfalls in die Torschützenliste eintrugen.

Tollhaus in Island: Später Sieg

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Spannender waren da schon die beiden anderen Partien der Staffel: Einen Rückschlag erlebte dabei Island, das im Nord-Duell gegen Finnland einen furiosen 3:2-Sieg einfuhr. Dabei sahen die Isländer lange Zeit wie Verlierer aus. Der Ex-Schalker Pukki (21.) sowie Lod (39.) trafen für Suomi, während Arnason für die Hausherren den zwischenzeitlichen Ausgleich markierte (37.). Besonders bitter schien dann noch ein vergebener Strafstoß von Sigurdsson sein (51.), doch am Ende löste sich alles in Wohlgefallen auf: Finnbogason sorgte in der 90. Minute für den vielumjubelten Ausgleich, ehe in der sechsten Minute der Nachspielzeit Sigurdsson mit seinem Last-Minute-Siegtreffer zum 3:2 das Stadion in ein Tollhaus verwandelte.

Blaues Auge für die Türkei: Held Calhanoglu

Die Türkei erlebte derweil beinahe ein böses Erwachen, kam am Ende aber noch mit einem blauen Auge davon. Die Türken verschliefen zu Hause gegen die Ukraine die erste halbe Stunde und lagen nach Toren von Yarmolenko (24.) und Kravets (27.) zurück, ehe Tufan noch vor der Halbzeit zur Aufholjagd blies (45.+1). In Durchgang zwei war es Leverkusens Calhanoglu, der mit einem erfolgreich verwandelten Strafstoß das 2:2 und damit den Punkt rettete (81.). Die Tabelle führen die Kroaten dank ihrer Tordifferenz vor Island an. Dahinter rangieren die Türkei und die Ukraine mit jeweils zwei Punkten. Finnland und Kosovo haben einen Zähler.

Arnautovic rettet Österreich

Tabellenrechner WM-Qualifikation Europa
Er war gegen Wales gut drauf: Marko Arnautovic.
Er war gegen Wales gut drauf: Marko Arnautovic.
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In Gruppe D richtete sich der Blick nach Wien, wo sich im Ernst-Happel Stadion die beiden EM-Teilnehmer Österreich und Wales gegenüberstanden und sich ein ziemlich unterhaltsames Duell lieferten. Die Drachen gingen über Allen nach 22 Minuten in Führung, die aber nicht allzu lange Bestand hatte, denn Arnautovic glich nach toller Vorbereitung von Alaba unmittelbar danach per Kopf wieder aus (28.). Die Österreicher mussten dennoch mit einem Rückstand in die Pause gehen, nachdem Wimmer ein unglückliches Eigentor unterlaufen war (45.). Wieder war es aber Arnautovic, der das Resultat geradebog, indem er kurz nach Wiederanpfiff einen Abwehrfehler der Briten zum 2:2 nutzte (48.).

Serbien locker - Irland kurios

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Ein lockeres 3:0 feierte Serbien in Moldawien: Kostic (20.), Ivanovic (37.) und Tadic (59.) brachten den Weißen Adlern von Trainer Slavoljub Muslin den ersten Sieg in einem Pflichtspiel ein. Weitaus mehr Mühe hatte da schon Irland, das zu Hause dank eines kuriosen Treffers von Coleman mit 1:0 gegen Georgien gewann (56.).

Damit haben in der Gruppe vier Mannschaften vier Punkte. Aufgrund der Tordifferenz führt Wales vor Serbien, Österreich und Irland.

drm

 
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